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Alkohol macht Krebs, Vitamin B verhindert ihn

Untersuchungen haben gezeigt dass das Darmkrebsrisiko bei den Menschen, die täglich mehr als zwei Alkoholeinheiten trinken um 30% erhöht ist. Aber dieses Risiko scheint man durch das Vitamin Folsäure aufheben zu können.

Krebs im Dickdarm ist eine der häufigsten Krebsarten und somit auch einer mit der höchsten Sterblichkeit. Mehrere Untersuchungen aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass das Risiko für Dickdarmkrebs durch Alkohol erhöht wird. Diese Tatsache wird noch unterstrichen durch das Teilergebnis einer Bevölkerungsuntersuchung, die in fünf Ländern gleichzeitig durchgeführt wurde und ca. 490.000 Männer und Frauen umfasst.
Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse haben gezeigt, dass das Risiko für Dickdarmkrebs bei den Menschen, die täglich mehr als zwei Alkoholeinheiten, und zwar egal ob als Wein, Bier oder in anderer Form, zu sich nehmen, um ungefähr 30% erhöht ist. Aber dieses Risiko scheint man durch das Vitamin Folsäure aufheben zu können.
Vor einiger Zeit wurde ein Zusammenhang zwischen Alkohol und einem erhöhten Brustkrebsrisiko bei Frauen gefunden, aber auch hier scheint Folsäure beschützend zu wirken.
Auch bei Eierstockkrebs erscheint es wirkungsvoll. Im März wurde in einer schwedischen Untersuchung folgendes veröffentlicht: Unter gut 66.000 Frauen war die Häufigkeit von Eierstockkrebs bei den Frauen um 75% vermindert, die viel Folsäure zu sich nahmen, selbst wenn sie mehr als zwei Alkoholeinheiten zu sich nahmen.
Folsäure ist ein Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine und man findet es vor allem in grünen Pflanzen und in Leber. Es ist vor allem bekannt dafür bei neugeborenen Kindern einen offenen Rücken (Spina bifida) zu verhindern, die häufigste aller schwerwiegenden angeborenen Fehlbildungen. Die Häufigkeit eines offenen Rücken fiel stark ab in den USA, als man 1996 eine obligatorische Anreicherung von weißem Mehl mit Folsäure einführte. Ein Mangel an Folsäure scheint weit verbreitet zu sein. Ein Zuschuss von 400 Mikrogramm täglich scheint zur Vorbeugung auszureichen.
Literaturhinweise:

  1. Larsson SC, Giovannucci E, Wolk A. Dietary folate intake and incidence of ovarian cancer: The Swedish Mammography Cohort. J Natl Cancer Inst. 2004 Mar 3;96(5):396-402.
  2. Cho et al. Alcohol Intake and Colorectal Cancer: A Pooled Analysis of 8 Cohort Studies. Annals of Internal Medicine 2004;140:603-613
  3. Giovannucci E et al. Alcohol, low-methionine--low-folate diets, and risk of colon cancer in men. J Natl Cancer Inst. 1995 Feb 15;87(4):265-73.
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