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Alternativen zu Antibiotika

Antibiotika ist ein Sammelbegriff für bakterienhemmende oder -tötende Stoffe. Es wird von Pilzen, Bakterien oder Pflanzen gebildet, kann jedoch synthetisch hergestellt sein. In dem Artikel ist Antibiotika = konventionelle, ärztlich verschriebene Medizin.

Das bekannteste Antibiotikum ist Penizillin, welches die Zellwände von Bakterien auflöst. Penizillin wird vom Schimmelpilz Penicillinum notatum gebildet. Dessen Wirkung auf Bakterien wurde 1929 von dem englischen Mikrobiologen Alexander Fleming entdeckt, aber erst während des Zweiten Weltkriegs wurde es möglich, Penizillin rein und in Massenproduktion herzustellen.
Bevor dem Einzug von Antibiotika, konnten Bakterieninfektionen eine ernstzunehmende Sache sein. Ernsthafte Infektionen mit Blutvergiftung, Lungenentzündung und Tuberkulose hatten nicht selten einen tödlichen Ausgang. Andere Bakterieninfektionen konnten bleibende Schäden zur Folge haben. Der Erfolg von Antibiotika ist nicht zu übersehen. Es ist eines der größten medizinischen Erfolge im 20. Jahrhundert.
Resistenz
Nun, über ein halbes Jahrhundert später, erleben wir ernsthaft die Kehrseite der Medaillie in Form von antibiotikaresistenten Bakterien. Es handelt sich um sogenannte erworbene Resistenz, wo Bakterien, die früher zu Grunde gingen, eine Antibiotikabehandlung jetzt überleben. Das Problem ist in den Ländern am schlimmsten, wo der Antibiotikaverbrauch am höchsten ist, und ist darauf zurückzuführen, dass Bakterien in relativ kurzer Zeit imstande sind Enzyme zu entwickeln, die das Antibiotikum hemmen, mit dem Sie behandelt werden. Hierdurch wird die Medizin unwirksam und es wird notwendig andere oder stärkere Antibiotika zu benutzen. Wenn auch diese Antibiotika ihre Wirkung verlieren, sind wir in einer furchterregenden Situation: Multiresistente Killerbakterien.
Nebenwirkungen
Im Augenblick stehen Antibiotika unter Verdacht ein mitwirkender Faktor in der Entwicklung von Brustkrebs zu sein. Wir wissen noch nicht, ob die Zukunft diesen Verdacht be- oder entkräftet. Wir wissen jedoch, dass Antibiotikabehandlungen die natürliche Immunabwehr schwächen, weil die Schleimhäute in Rachen und Darm durch das Penizillin seine gutartige Mikroflora zerstört bekommt, worauf wir neue Infektionen und Entzündungen riskieren.
Ursache und Wirkung
Das Problem bei Bakterieninfektionen kann von zwei Seiten betrachtet werden:
A: Wir werden von Bakterien angesteckt, die uns schwächen, so dass wir krank werden - oder
B: Wir schwächen unsere Widerstandskraft, wodurch Bakterien Fuß fassen und uns krank machen.
In vielen Fällen kommen wir am längsten, indem wir B als Ausgangspunkt benutzen, wenn Bakterieninfektionen vorgebeugt werden müssen.
Probleme mit Antibiotikaresistenz werden dadurch minimiert, dass:

  • die Anwendung von Antibiotika meist möglich begrenzt wird.
  • unsere Immunabwehr stark gehalten wird, so dass Bakterien nicht Fuß fassen können.
  • eine korrekte Diagnose erstellt wird, so dass Antibiotika nur da eingesetzt wird, wo es absolut nötig ist.
  • keine zu breit gefächerte Antibiotika verwendet werden.
  • kontrolliert wird, dass die geltenden Richtlinien für die Anwendung von Antibiotika eingehalten werden.

Natürliche Alternativen
In vielen Fällen gibt es natürliche, effektive Alternativen zu Antibiotika, wenn eine Ansteckung geschehen ist. Im Gegensatz zu konventionellen Antibiotika, die nur gegen Bakterien wirksam sind, wirken viele dieser Alternativen auch gegen andere Mikroorganismen, z.B. einige Viren, Pilze und Parasiten.
In extremen Fällen, wo die konventionellen Antibiotika haben aufgeben müssen, würden Kenntnisse zu anderen Präparaten geradezu den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten können. Von Eigenbehandlung ohne die erforderliche Einsicht in die aktuelle Infektion kann natürlich nur abgeraten werden.
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Ist ein phantastisches Mittel gegen alle bakteriellen Infektionen. Jene, die keine guten Resultate mit Vitamin C erlebt haben, können nur zu wenig genommen haben. Die weißen Blutkörperchen, die überall im Körper Bakterien entfernen, wo sie nicht sein sollten, sind von Vitamin C abhängig, und das Aktivitätsniveau der Blutkörperchen steigt durch größere Mengen des Vitamins.
Dosierung für Erwachsene:
Bei akuten Bakterieninfektionen nimmt man normalerweise 2-3 g als Anfangsdosis. Hierauf werden stündlich 1½-2 g stündlich eingenommen, in schweren Fällen mehr. In sehr ersten Fällen kann es notwendig sein, Vitamin C von einem Arzt in Form von größeren Injektionen zu bekommen.
Je früher die Behandlung eingeleitet wird, desto schneller wird man mit der Infektion fertig. Um die Vitamin C-Aufnahme zu erhöhen, kann es eine gute Idee sein, mit einigen Bioflavoniden zu ergänzen; beispielsweise mit frischem Frucht- oder Gemüsesaft. Wenn der Körper den Sättigungspunkt für Vitamin C erreicht hat, wird der Stuhl dünn. Reduzieren Sie langsam die Einnahme bis zur Normaldosis.
Kollodiales Silber
Silber ist seit Jahrhunderten für seine antibakterielle Wirkung bekannt, und in der Therapie sind Silberpräparate bis zur Erscheinung von Antibiotika weit verbreitet gewesen.
Kollodiales Silber ist eine Bezeichnung für mikroskopische Silberpartikel, zum Teil in Form von Silberionen, die in demineralisiertem Wasser emulgiert sind. Die Stärke des Präparats wird in PPM (Parts Per Million) gemesen.
Man meint, dass kollodiales Silber wirkt, indem es das Enzymsystem der Bakterien stört. Des Weiteren wird es, wenn es mit den Darmbakterien in Kontakt gerät, diese schwächen oder töten wie konventionelle Antibiotika. Deshalb ist empfehlenswert, kollodiales Silber mit Zuschüssen von Milchsäurebakterien zu kombinieren. Es wird jedoch angenommen, dass der Großteil des eingenommenen kollodialen Silbers von der Mundschleimhaut aufgenommen wird und darum nur in einem begrenzten Umfang den Darminhalt erreicht.
Bakterien können jedoch auch Resistenzen gegenüber Silber entwickeln, weshalb man wie bei Antibiotika unnötigen Gebrauch von Silberpartikeln gegen Bakterien vermeiden sollte.
Dosierung für Erwachsene:
Akute Dosierung: 1 EL (40 PPM) bei den ersten Anzeichen auf eine Infektion. Daraufhin 3-4 Mal täglich von den Mahlzeiten versetzt 1-2 TL bis die Infektion vorübergegangen und die Behandlung fertig ist. Die Dosierung kann von Präparat zu Präparat variieren.

Einige nützliche Kräuter

Echinacea purpurea & -angustifolia
Diese nordamerikanische Pflanze wurde ursprünglich von Indianern bei Wunden, Schlangenbissen und Entzündungen angewandt. Sie hemmt die Fähigkeit der Bakterien in die Zellen einzudringen und stimuliert i besonderem Maße einen Typ der weißen Blutkörperchen, den sogenannten Makrophagen, die Bakterien im Körper verzehren. Echinacea ist allein gut, aber kann vorteilhaft zusammen mit Kanadischem Gelbwurz eingenommen werden. In der Regel sind flüssige Echinacea-Extrakte am besten und wirken am schnellsten.
Dosierung für Erwachsene:

  • 1:2 flüssiger Extrakt: Bei akuten Infektionen 10-20 ml täglich.

Kanadischer Gelbwurz (Hydrastis canadensis)
Ist wie Echinacea eine nordamerikanische Pflanze, die von den Indianern als Heilkraut benutzt wurde. Die aktiven Inhaltsstoffe der Pflanze umfassen verschiedene Alkaloide, u.a. Berberin. Kanadischer Gelbwurz hat einen reinigenden, desinfizierenden und bakterienhemmenden Effekt.
Dosierung für Erwachsene:

  • Getrocknete Wurzel (10% Alkaloid): Dreimal täglich 250 mg.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Ist seit jeher ein viel benutztes Mittel als Zutat in Wundheilsalbe. Johanniskraut ist über seine Laune regulierende Wirkung hinaus für seinen entzündungshemmenden und antibakteriellen Effekt bekannt, der mit resistenten Staphylokokken fertig wird. Johanniskraut enthält u.a. den Stoff Hyperphorin, der antibiotisch wirkt. Das Kraut kann auch äußerlich angewandt werden. Kann vorteilhaft zusammen mit Echinacea benutzt werden.
Johanniskraut ist in den empfohlenen Dosen ungiftig und entgiftet den Körper in einem solchen Grad, dass auch einige Medikamente, die gleichzeitig mit Johanniskraut eingenommen werden, ihre Wirkung verlieren können. Personen, die Johanniskraut nehmen, sollten starkes Sonnenlicht meiden, da es die Haut photosensibel macht.
Dosierung für Erwachsene:

  • 1:2 flüssiger Extrakt: Bei akuten Infektionen 5 ml täglich.
  • Getrocknete Wurzel: Bei akuten Infektionen dreimal täglich 4 g.

Knoblauch (Allium sativum)
Knoblauch hat eine lange Tradition als natürliches Antibiotikum. Der Gründer der Heilkunst Hippokrates empfahl es u.a. als Desinfektionsmittel. Heute wissen wir, dass die Inhaltsstoffe des Knoblauchs, wenn er gepresst/gehackt wird, miteinander reagieren und antibakterielle Bindungen bilden, u.a. die Schwefelbindung Allicin. Man hat nachgewiesen, dass Knoblauchsaft mehr als 20 Bakterienarten entweder hemmt oder tötet. Knoblauch wirkt jedoch am besten bei Infektionen der Gedärme und Atemwege.
Dosierung für Erwachsene:

  • Frischer Knoblauch: Mindestens 3 große Zehen täglich. Eigentlich gibt es bei akuten Infektionen keine obere Grenze.
  • Getrocknetes Pulver: Bei akuten Infektionen vor Mahlzeiten dreimal täglich 300 mg.

Extrakt von Olivenblättern (Oleae folium)
Olivenblattextrakt ist seit Tausenden von Jahren gegen Infektionen angewandt worden, und seine Wirkung wurde durch neue wissenschaftliche Forschung bestätigt. Die Früchte, Rinde, Wurzeln und besonders die Blätter des Olivenbaumes enthalten u.a. den Bitterstoff Oleoperin, der sowohl die weißen Blutkörperchen stimuliert als auch das Vermehren von Mikroorganismen verhindert, hierunter Bakterien, indem er deren Produktion von Aminosäuren stört.
Dosierung für Erwachsene:

  • Bei akuten Bakterieninfektionen beträgt die Dosis eine Woche lang täglich 3 Kapseln (500 mg, mindestens 15% Oleoperin) von den Mahlzeiten versetzt eingenommen. Bei schweren Infektionen kann die Dosis verdoppelt werden.

Extrakt von Wildem Oregano (Origanum vulgare)
Man kennt Oregano wohl am besten als Pizzagewürz. Wilder Oregano jedoch ist ein altes Heilkraut. Es enthält Terpenstoffe wie Thymol und Carvacrol, die Kolibakterien, Salmonellen und Staphylokokken hemmen. Außerdem haben Forscher herausgefunden, dass Wilder Oregano eine stärkere Antioxidantwirkung hat als andere Kräuter.
Dosierung für Erwachsene:

  • Dosierung von Kapseln mit Wildem Oregano: 1 - 3 Mal täglich 2 Stk., je nach dem Ausmaß der Infektion.

Nehmen Sie während einer Schwangerschaft keine Oregano-Kur vor.
Gewinn
Sollte jemand den Eindruck bekommen, dass der Körper gegen Bakterien wehrlos ist, ist dies bei weitem nicht der Fall. Der Körper wird in großem Umfang selbst mit viele Bakterieninfektionen fertig. Jenes machte er, indem er die Körpertemeratur erhöht, so dass wir Fieber bekommen und indem er Antistoffe bildet. Wird dies mit natürlichen Alternativen zu Antibiotika ergänzt, geben die meisten Infektionen klein bei. Der Gewinn ist eine geringere Resistenzentwicklung in der Gesellschaft und eine bessere Immunabwehr beim Einzelnen.

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