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Altersdiabetes und die Natur

Der Arzt und Gesundheitsratgeber Carsten Vagn-Hansen beschreibt hier den Diabetestyp, der mit einem ungesunden Lebensstil verbunden ist, Typ II oder auch Altersdiabetes genannt. Hier folgen viele gute Ratschläge.

Es gibt mehr und mehr Menschen mit einem Alterdiabetes, oder einem Typ II Diabetes, wie es seit neuestem genannt wird.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von einer Epidemie.
Es besteht kein Zweifel daran, dass Typ II Diabetes eine Krankheit ist, die sehr eng mit Wohlstand und Überfluss verbunden ist, was dazu führt, dass die Menschen sich weniger bewegen und mehr essen. Hieraus resultiert Übergewicht, was wiederum dazu führt, dass das Insulin der Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig funktioniert. Es entsteht eine Insulinresistenz. Die Insulinresistenz hindert die Körperzellen daran, den Zucker aus dem Blut (Blutglukose) aufzunehmen und zur Energieherstellung zu nutzen.
Der Körper versucht nun dieses Problem zu lösen indem er mehr Insulin produziert, da eine der wichtigsten Wirkungen des Insulins darin besteht, die Blutzuckeraufnahme der Zellen aufrechtzuerhalten. Fast alle übergewichtigen Typ II Diabetiker haben zuviel Insulin im Blut, aber meistens ist es doch nicht genug um den Blutzucker auf Normalniveau zu halten. Insulin ist der Schlüssel für den Blutzucker um in die Zellen des Körpers zu gelangen, wo er zur Energieproduktion gebraucht wird. Bei Typ II Diabetikern fehlen nun aber die Schlüssellöcher, und so kann auch eine große Menge an Insulin "Schlüsseln" nicht helfen.
Einiges deutet darauf hin, dass zuviel Insulin im Blut viele schlimme Nebenwirkungen hat. Insulin stimuliert das Wachstum von Muskelzellen in den Wänden der Blutgefäße und damit auch die Arterienverkalkung. Es wirkt sich außerdem negativ auf das Ablösen von Blutthrombosen aus. Es bringt die Leber dazu, mehr schädliches LDL-Cholesterin zu produzieren, so dass der Anteil der Triglyzeride, ein anderes Blutfett, ansteigt, und dafür das gut Cholesterin (HDL-Cholesterin) abfällt, was wiederum das Risiko für Herzkreislaufkrankheiten erhöht.
Außerdem scheint es einen Zusammenhang zwischen zu viel Insulin und Bluthochdruck zu geben, einige Untersuchungen haben gezeigt, das Insulin das Wachstum von bösartigen Krebszellen fördert. Wenn man jetzt sowohl Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes hat steigt das Risiko an einer Herzkreislaufkrankheit zu sterben sehr stark an.
Wesentlich zum Entstehen einer Insulinresistenz ist zu viel und falsches Essen, zu wenig Muskelarbeit und das daraus resultierende Übergewicht.
Eine kleinere Gruppe von Typ II Diabetikern, meist jünger, normal- oder untergewichtig, haben ein doppeltes Problem. Sie haben zu wenig Insulin und es funktioniert nicht richtig. Und ein Insulinmangel macht müde, da Insulin ein wichtiges gewebeaufbauendes und stimulierendes Hormon ist. Diese Gruppe bezeichnet man manchmal Typ 1,5.
Es ist wichtig all die Menschen zu entdecken, die mit einer Insulinresistenz herumlaufen ohne es zu wissen. Mit einem Typ II Diabetes kann man viele Jahre leben ohne irgendwelche Symptome zu haben, man kann sogar schon Komplikationen entwickeln bevor die Krankheit entdeckt wird.
Die wichtigste Behandlung eines Typ II Diabetes besteht in einem Abbau der Insulinresistenz, und hier kann man selbst und die Natur am meisten leisten. Viele können eigentlich nur dann wirklich gesund werden, wenn sie der Natur ihren Lauf lassen. Und darum geht es in diesem Artikel.
Blutdruck
Bei einem Typ II Diabetes kommt dem Blutdruck eine große Bedeutung zu. Eine neue Untersuchung hat gezeigt, dass es wichtiger ist den Blutdruck niedrig zu halten als den Blutzucker auf Normalniveau zu bringen. Ein zu hoher Blutdruck erhöht unter anderem das Risiko für Arterienverkalkung, Nierenschäden und Augenschäden. Rein praktisch bedeutet dies, dass man sich auch mit einem nur leicht erhöhten Blutdruck nicht zufrieden geben sollte. Er sollte normal sein, das heißt unter 140/85mmHg.
Hierfür bedarf es einer Änderung des Lebensstils, zugeschneiten auf Diabetiker. Sie selbst können folgendes tun um Ihren Blutdruck zu senken:

  1. Essen Sie salzarm (entfernen Sie den Salzstreuer vom Tisch und versuchen Sie auch bei der Nahrungszubereitung nicht zuviel Salz zu verbrauchen).
  2. Essen Sie kein Lakritz.
  3. Treiben Sie weiterhin regelmäßig Sport.
  4. Gehen Sie regelmäßig in die Sauna. Das entspannt die kleinen Arterien, und es ist häufig gerade ein Zusammenziehen dieser Arterien was den Blutdruck steigert.
  5. Hören Sie auf mit dem Rauchen (das zieht die Pulsadern zusammen und erhöht das Risiko für Arterienverkalkung und Krebs).
  6. Erlernen Sie eine Entspannungstechnik oder Meditation, und führen Sie diese mehrere Male täglich durch.
  7. Halten Sie Normalgewicht.
  8. Essen Sie fettarm und ballaststoffreich (Vollkorn). Verwenden Sie Olivenöl.
  9. Essen Sie regelmäßig Obst.
  10. Essen Sie Blattsellerie (täglich drei Stiele, entspannt die Pulsadern) und Knoblauch.
  11. Nehmen Sie einen Magnesiumzuschuss ein (nicht Magnesia).
  12. Vitamin C kann helfen den Blutdruck zu stabilisieren. Diabetiker leiden oft unter einem Vitamin C-Mangel. Nehmen Sie zum Beispiel täglich zweimal 750mg ein. Das Produkt AL-C enthält sowohl Vitamin C als auch Magnesium.
  13. Essen Sie möglichst täglich fetten Fisch (evtl. Fischöl).
  14. Finden Sie heraus was genau Sie stresst und Ihren Blutdruck steigen lässt. Kaufen Sie Ihr eigenes Blutdruckmessgerät und lernen Sie Ihre eigenen Kreislaufreaktionen auf verschiedene Situationen und Belastungen kennen.
  15. Passen Sie mit dem Alkohol auf. Wie Sie wahrscheinlich wissen ist dies eine Empfehlung für alle Diabetiker.

Ernährung
Der Mensch ist von Natur aus ein Pflanzenfressen und darauf eingestellt seine Nahrung aus eigener Kraft zu jagen oder anzubauen. Aber mit der Zeit sind wir darauf übergegangen immer mehr Fleisch und viel weniger Gemüse zu essen, dabei benutzen wir gleichzeitig Maschinen für alle Tätigkeiten, die den Körper anstrengen könnten. Wir haben vergessen was es heißt zu hungern, weil man ganz einfach keine Nahrung bekommen kann.
Während dem Zweiten Weltkrieg fiel die Anzahl an neuen Diabetikern, und als der Krieg zuende war, gab es in Holland keinen neuen Fälle von Typ II Diabetes, einfach weil die Menschen nicht genug zu essen bekamen. Dann wurde das Essen aus anderen Ländern importiert und binnen drei Monaten traten wieder Fälle von Typ II Diabetes auf.
Das Problem besteht weniger darin, dass man isst, sondern, was und wann man es isst. Es ist fast unmöglich zuviel Gemüse zu essen, der Magen meldet sich schon wenn man die Grenze überschritten hat.
Dagegen ist es leicht zu viele Kalorien in Form von Fetten aufzunehmen, und da Fett die Magenentleerung verzögert dauert es einige Zeit bis die abgebauten Nahrungsmittel ins Blut übergehen und das Gehirn ein Sättigungssignal abgibt. Wenn man dann auch noch zu schnell isst, kann man sehr leicht zu viel essen bevor man satt ist. Bei Altersdiabetes ist die Bauchspeicheldrüse auch meist noch relativ langsam, so dass das Insulin bei den Mahlzeiten meist zu spät ins Blut abgegeben wird, wodurch der Blutzucker zu hoch bleibt.
Es ist auch nicht egal, welche Art von Kohlenhydraten (Stärke) man zu sich nimmt. ballaststoffhaltige Gemüsesorten und Obst sind das beste, da sie lebensnotwendige Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenchemikalien wie zum Beispiel Bioflavenoide, kräftige natürliche Antioxidanten (siehe später) enthalten. Einige Kohlenhydrate werden schneller als andere im Darm in Zucker umgewandelt und dadurch auch schneller aufgenommen, wenn sie nicht durch unverdauliche Faserstoffe zurückgehalten werden.
Kartoffeln und Weißbrot werden fast so schnell aufgenommen wie Traubenzucker, wenn man gleichzeitig nichts anderes zu sich nimmt. Das selbe gilt auch für weißen Reis, Bananen, Rosinen und Möhren. Die Rede ist hier von Lebensmitteln mit einem hohen glykämischen Index – welche einen schnellen Blutzuckeranstieg verursachen.
Die besten Kohlenhydrate haben einen niedrigen glykämischen Index. Einige der besten Kohlenhydrate erhält man von Linsen, Bohnen, Kohl, Brokkoli, grüner Paprika, Zucchini, Zwiebeln und Blumenkohl. Von Getreidesorte ist der Hafer am besten, vielleicht weil er sehr viel Chrom enthält (siehe später).
Früchte wie Grapefruit, Äpfel, Apfelsinen und Beeren enthalten auch viele gute Ballaststoffe, aber nicht als Saft. Man muss schon die Fruchtfasern mitessen. Diese unverdaulichen Kohlenhydrate lassen den Blutzucker nicht zu schnell ansteigen.
Heutzutage wird eine kohlenhydratreiche Ernährung empfohlen; enthält diese aber zu viele Kohlenhydrate mit einem hohen glykämischen Index fällt es möglicherweise schwer den Blutzucker und das Gewicht zu steuern. Es besteht außerdem das Risiko dass die Triglyzeride im Blut ansteigen.
Die Ernährung der Deutschen enthält viel zu viel Fett, vor allem tierisches Fett, welches das Risiko für Herzkreislauferkrankungen erhöht, vor allem bei den Menschen wo sich das Fett am Bauch absetzt (Apfelfigur). Das Risiko für Herzkrankheiten bei männlichen Diabetikern mit Apfelfigur ist um das 2,5fache erhöht, bei weiblichen Diabetikern mit Apfelfigur um das 8fache. Aus diesem Grund ist es so wichtig die Fettaufnahme zu kontrollieren.
Man sollte höchstens 30% der gesamten Kohlenhydratmenge aus Fetten erhalten. Und es ist außerdem wichtig, dass es die richtige Art Fett ist, die man durch Nahrung aufnimmt. Das Fett sollte bestenfalls von Pflanzen oder fettem Fisch stammen, und es sollte am besten flüssig sein. Wenn das Fett gehärtet wird, steigt das Risiko aufgrund der chemischen Wirkungen Schäden zu erleiden.
Die Natur selbst produziert kein gehärtetes Fett, außer in Tieren. Tierisches Fett setzt die Effektivität des Insulins herab. Olivenöl ist besonders gut für Diabetiker, die Menge sollte jedoch niedrig bleiben. Ein anderes gutes Öl ist das Rapsöl, in Geschäften manchmal auch Salatöl genannt.
Eiweiße, also Proteine, sind auch wichtige Nahrungsbestandteile, und es gibt keinen Grund an Proteinen zu sparen. Es besteht aber trotzdem ein guter Grund auch hiermit aufzupassen, da sich in proteinhaltigem Fleisch häufig auch viel Fett versteckt. Proteine haben den Vorteil, dass sie die Zuckeraufnahme aus Kohlenhydraten erschweren, so dass man hierfür nicht mehr so viel Insulin benötigt.
Proteine finden Sie vor allem in Käse mit niedrigem Fettanteil, Geflügel (Hühnchen, Truthahn, Pute), fettarmen Milchprodukten wie zum Beispiel Quark, und in Gemüse.
Essen Sie täglich 6 Mahlzeiten. Es ist besser mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen als drei Große. Große Mahlzeiten lassen sowohl Insulin als auch den Blutzucker kräftig ansteigen. Auch die Cholesterinwerte steigen eher, wenn man wenige große Mahlzeiten ist.
Essen Sie langsam und genießen Sie es. Es sollte so gut schmecken, dass Sie automatisch langsam und wenig pro Bissen essen. Essen Sie zusammen mit anderen Menschen, und legen Sie zwischendurch Messer und Gabel zur Seite. So werden Sie satt bevor Sie zuviel gegessen haben. Und wenn Sie Lust auf etwas Süßes haben, so essen Sie stattdessen Obst und sparen Sie viel Fett und Zucker.
Gewichtsabnahme
Bei Übergewicht kann schon ein kleiner Gewichtsverlust helfen den Blutzucker besser zu kontrollieren und die Insulinresistenz zu verbessern; und wenn es Ihnen gelingt ein Normalgewicht für Ihr Alter zu erreichen, so werden Sie möglicherweise merken, dass Ihr Diabetes verschwindet. Er ist nicht weg, sondern nur versteckt, und er kann wieder auftauchen wenn Sie wieder an Gewicht zunehmen. Als Typ II Diabetiker ist also die beste Investition in Ihre Gesundheit durch richtige Ernährung und ausreichend Bewegung Ihr Normalgewicht zu halten.
Die Diabetesvereinigung hat einige gute Ideen, wie Sie auf eine gesunde, gute Art und Weise abnehmen können; also fallen Sie nicht auf die „leichten“ Möglichkeiten herein, von denen die Werbung und die Zeitschriften voll sind, und die nur sehr selten helfen und sogar gefährlich sein können.
Sport
Es ist sehr schwer abzunehmen, wenn man nicht gleichzeitig mehr Energie verbraucht, und das kann man am besten indem man seinen Körper mehr fordert. Je mehr Sie Ihre Muskeln gebrauchen, desto mehr Schlüssellöcher schaffen Sie für Ihre Insulinschlüssel – Sie verbessern also Ihre Insulinresistenz. Für die meisten Diabetiker reicht es aus wenn Sie Ihre Gewohnheiten ändern und etwas aktiver werden.
Gehen Sie häufiger, benutzen Sie Ihr Fahrrad, arbeiten Sie im Garten, machen Sie Gymnastik, spielen Sie Badminton oder Tennis. Es sollte Ihnen Spaß machen und einen gutes Gefühl geben. Sonst hören Sie nämlich wahrscheinlich schnell wieder damit auf. Und denken Sie daran; fallen Sie nicht wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurück wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Der Grund dafür dass es Ihnen besser geht, liegt darin, dass sie natürlicher leben als vorher.
Blutzuckermessung
Es ist wichtig selbst auf seinen Blutzucker zu achten, so dass man lernen kann, wie der Körper unter verschiedenen Bedingungen reagiert – zum Beispiel wenn man während oder nach dem Sport isst. Man kann seinen Blutzucker sehr einfach selber mit kleinen modernen Geräten messen, man benötigt bloß einen kleinen Tropfen Blut und das Ergebnis erscheint nach 20 Sekunden.
Entspannungstechniken
Anhaltender Stress verschlimmert einen Diabetes, da die Stresshormone dem Insulin entgegenwirken. Deswegen ist es wichtig sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu bestimmen. Überfordern Sie sich nicht stärker als Sie glauben dass es für Sie noch eine Herausforderung und spannend ist. Geben Sie nicht mehr als Sie bekommen. Geldsorgen gehören zu den schlimmsten Stressoren.
Erlernen Sie die eine oder andere Entspannungstechnik; Entspannung, Meditation, Yoga, autogenes Training, Tai Chi oder Qi Gong. Diese Methoden stabilisieren Ihren Geist und damit Ihren Blutzucker. Betreiben Sie sie täglich. Häufig reichen 10-15 Minuten.

Nährstoffe und Diabetes

Zwiebeln und Knoblauch
Sowohl in Europa, als auch in Asien und dem mittleren Osten wurden schon seit Hunderten von Jahren gewöhnliche rohe Zwiebeln und Knoblauch gegen Diabetes eingesetzt. Bereits 1923 haben Forscher einen blutzuckersenkenden Stoff in der Zwiebel gefunden, und in den 60er Jahren fand man einen Stoff, der dem blutzuckersenkenden Mittel Tolbutamid ähnelt.
Knoblauch scheint eine positive Wirkung auf die Blutfette zu haben. Unter anderem scheint es den Cholesterinspiegel und auch einen leicht erhöhten Blutdruck herabzusetzen und eine einzelne Untersuchung hat gezeigt, dass Knoblauch auch den Blutzuckerspiegel verringern kann. Dies wurde in anderen Untersuchungen jedoch nicht bewiesen.
Chrom
Eine Untersuchung, die in der Zeitschrift der amerikanischen Diabetesvereinigung erschien behauptet, dass ein Zuschuss von Chrom ganz deutlich den Langzeitzucker im Blut (Hb A1c) bei Typ II Diabetikern herabsetzen kann.
Der Langzeitblutzuckerwert ist ein Ausdruck für den durchschnittlichen Blutzuckerwert in den letzten zwei Monaten. Bei einer Gruppe, die sehr viel Chrom bekam (1000 Mikrogramm täglich) fiel der Nüchternblutzucker und der Insulininhalt, sowie der Cholesterinspiegel stark ab, wobei eine Gruppe, die nur 200 Mikrogramm Chrom täglich bekam nur einen niedrigeren Nüchternblutzucker aufwies.
Der Professor Jay Skyler, der frühere Präsident der amerikanischen Diabetesvereinigung erzählt, dass die Wirkung von Chrom mit der Wirkung der meisten Medikamenten gegen Typ II Diabetes in den USA vergleichbar ist. Brokkoli enthält besonders viel Chrom.
Ginseng
Ginseng war in China schon immer sehr beliebt in der Diabetesbehandlung. Eine finnische Untersuchung, veröffentlich im Diabetes Care 1995 hat gezeigt, dass Gerimax Ginseng die Stimmung und außerdem das psychische und physische Wohlbefinden von neuentdeckten Altersdiabetikern verbessern kann. Der Nüchternblutzucker sank und der Versuch deutete an, dass die Insulinwirkung verbessert wurde.

Aber auch die Tatsache, dass die Versuchsteilnehmer Ihre Gewohnheiten änderten und unter anderem mehr Sport trieben kann zur Verbesserung der Diabeteskontrolle beigetragen haben. Es traten keinerlei Nebenwirkungen auf. Ältere Untersuchungen aus den 80ern haben gezeigt, dass Ginseng die Insulinfreisetzung erhöhen, den Blutzucker herabsetzten und außerdem positiv auf diabetische Polyneuropathien wirken kann.
Antioxidanten
Kräuter, vor allem Curry und Zimt wurden im mittleren Osten lange Zeit für die Diabetesbehandlung verwendet. Auch Gewürznelken und Lorbeerblätter scheinen die Wirkung von Insulin zu stimulieren, jedoch scheint Zimt die stärkste Wirkung zu besitzen, nach Meinung des amerikanischen Diabetesforschers Dr. Andersen.
Koriander, viel in indischem , mexikanischem, thailändischem und vietnamesischem Essen verwendet, kann auch den Blutzucker senken. Das selbe gilt für Sellerie. Bockshornklee, ein Bestandteil des Curry kann die Insulinwirkung und damit den Typ II Diabetes verbessern.
Kräuter haben eine starke antioxidative Wirkung, welche die Zellen vor den freien Radikalen schützt, die durch Sauerstoffabbau im Körper gebildet werden. Bei Krankheit oder wenn der Körper chemischen Stoffen ausgesetzt ist steigt der Bedarf an antioxidativen Stoffen. Diabetiker scheinen einen besonders großen Bedarf zu haben.
Die Farbstoffe in Gemüse und Obst kommen aus Bioflavonoiden, starke Antioxidanten und, wie einige Forscher glauben, der Grund dafür, dass Menschen, die sich von mediterraner Kost ernähren deutlich länger leben als der Durchschnitt. Sowohl Männer als auch Frauen auf Kreta leben im Schnitt fünf Jahre länger als Deutsche, und der Typ II Diabetes ist kein großes Problem dort. Pflanzen enthalten außerdem viele andere Antioxidanten, die unter anderem auch die Pflanzen gegen freie Radikale beschützen.
Tee, vor allem grüner Tee enthält viele Antioxidanten, ein wesentlicher Grund dafür, dass die Japaner länger leben. Grüner Tee senkt den Blutzucker. Indische Forscher haben bewiesen, dass eine Tasse schwarzer Tee eine blutzuckersenkende Wirkung hat.
Selen
Der Mineralstoff Selen ist auch ein starker antioxidativer Stoff und unter anderem wichtig für die Diabeteskontrolle. Im vielen Teilen Deutschlands gibt es zu wenig Selen im Erdboden, so dass Deutsche generell häufiger an Selenmangel leiden. Selen ist wichtig für Blut und Kreislauf, für das Immunsystem, die Fruchtbarkeit, es beugt Krebs und Allergien vor und schützt vor Vergiftungen an zum Beispiel Quecksilber, Blei und synthetischen Medikamenten.
Zink
Der Mineralstoff Zink ist die Insulinverarbeitung involviert, und Diabetiker verlieren häufig Zink im Urin. Es ist wichtig für die Verheilung von Wunden und die Immunabwehr, so dass Diabetiker ein Zuschuss an Zink empfohlen wird.
Am besten kann man Zink periodisch einnehmen, zum Beispiel einen Monat hintereinander, da Zink und Kupfer um die Aufnahme im Körper konkurrieren und Kupfer genauso wichtig ist wie Zink. Man nimmt es am besten abends ein, nicht mit den gewöhnlichen Vitamintabletten zusammen.
Vitamin C, Vitamin E und Vitamin A
Einer unserer wichtigsten antioxidativen Stoffe ist das Vitamin C, und eine dänische Ph.D-Arbeit hat aufgezeigt, dass ein Mangel an Vitamin C an diabetischen Spätkomplikationen beteiligt sein kann. Man weiß, das Diabetiker einen wesentlich größeren Vitamin C Bedarf haben, obwohl sie sich aufgrund ihrer Krankheit schon gesund ernähren. Man sollte bis zu 500mg zweimal täglich einnehmen. Vitamin C verdrängt den Süßstoff Sorbitol aus den roten Blutkörperchen und von anderen Stellen des Körpers wo er sich bei Diabetikern gerne ansammelt, zum Beispiel auch im Nervengewebe.
Es ist auch bekannt, dass ein anderes wichtiges Antioxidant, das Vitamin E wichtig ist für Diabetiker. Eine italienische Untersuchung hat gezeigt, dass ein Zuschuss an Vitamin E die Wirkung des Insulin um über 50% verbessert, vielleicht durch dessen antioxidative Wirkung. Vitamin E hemmt die Verbindung von Proteinen an Zucker im Körper. Außerdem hat eine neuere Untersuchung gezeigt, dass ein hoher Vitamin E Zuschuss das Risiko für Augenschäden bei einem Diabetes vermindert. Forscher glauben, dass diese Verbindung zwischen Proteinen und Zuckern wichtig für das Auftreten von Langzeitkomplikationen bei Diabetikern ist, unter anderem auch für die Steifheit von Gelenken und Muskeln.
Ein drittes starkes, natürliches Antioxidant ist das Betakarotin, eine Vorstufe des Vitamin A und in seiner natürlichen Form absolut unschädlich; während es künstlich hergestellt zum Beispiel für Raucher schädlich sein kann. Am sichersten ist es natürliche Quellen für das Betakarotin zu verwenden, zum Beispiel grüne und gelbe Gemüsesorten sowie buntes Obst.
Magnesium
Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen Diabetes und Magnesiummangel besteht, und dass selbst ganz geringe Mengen an Magnesium schon helfen könnten, die Entwicklung von Sekundärkomplikationen zu vermeiden. Diabetiker mit einer schweren diabetischen Retinopathie haben häufig zu wenig Magnesium im Blut. Und auch Diabetiker im Allgemeinen haben in der Regel zu wenig Magnesium im Blut und im Gewebe, was das Risiko für Blutthrombosen erhöht, die Blutgefäße verengt, den Blutdruck erhöht, Herzrhythmusstörungen und Insulinresistenz verursacht, und das nicht nur bei Diabetikern. Viele Menschen, die mit Wassertabletten behandelt werden haben zuwenig Magnesium.
Vitamin B6
Vitamin B6 ist wichtig für die Aktivierung von Magnesium im Körper, und ein Mangel daran kann zu degenerativen Schäden führen. Es ist von Bedeutung für die Blutzuckerbalance und die Umsetzung von Kohlenhydraten, Fetten und vor allem von Proteinen. Es beugt Blutthrombosen und Arterienverkalkung vor und beschützt den Körper so vor Herzkreislauferkrankungen. Es ist eins der wichtigsten, natürlichen Antioxidanten. Es ist wichtig von allen Arten von Vitamin B gleichzeitig ausreichend zu bekommen, also wählt man am besten starke Vitamintabletten.
Gammalinoleinsäure (GLA) und N3-Fettsäuren
Gammalinoleinsäure ist eine lebenswichtige Fettsäure, die im Körper aus anderen Fettsäuren, zum Beispiel Linolsäure gebildet wird. Manche Menschen können nicht oder nur schwer ausreichend GLA herstellen, welche unter anderem eine große Bedeutung für Struktur und Funktion der Nervenzellen hat. GLA scheint eine diabetische Nervenentzündung (Neuropathie) vorbeugen und verbessern zu können. Englische und finnische Forscher haben in einer gemeinsamen Studie gezeigt, dass 480 Milligramm Gammalinoleinsäure eine Neuropathie verbessern kann; sowohl die Muskelstärke, die Sehnenreflexe, Wärme- und Kälteempfinden und Sensibilität in den angegriffenen Körperteilen. und das ohne Nebenwirkungen.
Fischöl ist auch ein gesundes Öl, aber am besten ist es 2-3 mal die Woche Fisch zu essen, zum Beispiel Hering, Makrelen, Lachs oder Thunfisch. Fische enthalten gesunde und vollwertige Proteine und darüber hinaus ein Öl, dass die lebenswichtigen N3-Fettsäuren enthält.
Die N6-Fettsäuren, unter anderem die Gammalinoleinsäure, und die N3-Fettsäuren aus Fischöl oder Sesamöl nennt man essentielle, also lebenswichtige Fettsäuren.
Diabetes zu bekommen ist wie ein Set Karten für den Beginn einer schweren Reise durchs Leben zu erhalten. Mit einer Übersichtskarte kann man schon irgendwie weiter kommen, man ist jedoch sehr abhängig, genau die Ratschläge des Arztes oder des Diabetesberaters zu erfüllen. Es besteht keine Möglichkeit der Selbstbestimmung, und keine Möglichkeit einen Abstecher zu lustigen Sachen, zum Beispiel Reisen oder Partys zu machen.
Wenn Sie jedoch stattdessen lernen, die detailliertere Karte zu lesen, so werden Sie viel über Ihr eigenes Leben erfahren, und es wird ausreichen den Arzt als Berater zu konsultieren, wenn irgendwelche Probleme auftreten.
Gesundheit heißt nicht nur gesund zu sein. Es heißt auch seine Gesundheit zu erschaffen und zu bewahren, und eine Krankheit ist nur ein Wegweise auf diesem Weg.
Als Diabetiker zu leben zwingt einen so zu leben, wie es eigentlich alle Menschen tun sollten, die sich ein gutes und gesundes Leben wünschen. Das meiste hängt von Ihnen selbst ab; sie sollten in Bund mit der Natur leben und versuchen, die schlechten und einfachen Lösungen zu vermeiden. Wenn Sie die Spielregeln einhalten werden Sie trotz der Krankheit Gesundheit erlangen und die Gelegenheit bekommen tiefer über Ihr Leben nachzudenken; und sie werden andere Menschen besser verstehen, die es zwischendurch auch mal schwer haben.

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