Sprache
Suchen

Hauptzeite / Gesundheitsliteratur / Atkins am Verschwinden

Atkins am Verschwinden

Die Atkins-Diät funktioniert immer noch, doch viele haben sich zum Vorteil anderer Kuren abgewandt. Die Forschung hat nämlich gezeigt, dass man abnehmen kann, obwohl man Kohlenhydrate zu sich nimmt, wenn nur der Proteingehalt der Nahrung hoch genug ist.

Immer mehr Diäten empfehlen eine Proteineinnahme, die über dem Durchschnitt liegt. Atkins ist wahrscheinlich die bekannteste und auch extremste unter ihnen. Es ist anzunehmen, dass Atkins an Anhängern verliert, da unter anderem die Zone-Diät und die South Beach Diät mehr Kohlenhydrate zulassen und bei keiner der beiden empfohlen wird, hungrig ins Bett zu gehen.
Zone-Diät
Wurde vom Arzt Barry Sears entwickelt. Kurz und knapp geht es darum, dass man sich an einer Kost satt essen soll, bei der das Gewichtsverhältnis zwischen Proteinen, Kohlenhydraten und Fett 7:9:3 ist. Nach einer Woche Diät sollte der Stoffwechsel optimiert sein und "Zonen" eintreten, ein größeres mentales und physisches Wohlbefinden, bei dem der Körper ½ kg in der Woche abnimmt. Sobald das Wunschgewicht erreicht ist, stabilisiert man es, indem man die Fettaufnahme erhöht.
South Beach Diät
Entwickelt vom Kardiologen Arthur Agatston und ursprünglich gedacht Cholesterin- und Blutzuckerprobleme in den Griff zu bekommen.
Genau wie bei Atkins ist der erste Teil der schwerste. In den ersten beiden Woche verzichtet man weitestgehend auf die schnellen Kohlenhydrate wie Weißbrot, Kartoffeln, Nudeln und Früchte. Damit soll man dem Zuckerdrang beikommen. Die nächste Phase ist nicht mehr so streng und wird so lange eingehalten, bis das gewünschte Gewicht erreicht ist. In der letzten Phase geht es um Erhaltung des Gewichts. Das Ziel der South Beach Diät ist es eine Gewichtsreduktion durch gesündere Eßgewohnheiten, mit mehr langsamen Kohlenhydraten und gesünderen Fetten, herbeizuführen.
Es sieht so aus, als ob man trotz mehr Kohlenhydraten als in der Atkins Diät abnehmen kann. Das Argument ist, dass eine proteinreiche Kost so satt macht (besser als Kohlenhydrate und Fett), dass die gesamte Kalorienaufnahme weniger wird und man dadurch abnimmt.
Proteine machen satt und schlank
Eine amerikanische Untersuchung bestätigt, dass die Proteinenergie, ein besseres Sattigungsgefühl gibt, obwohl man weniger Kohlenhydrate ißt.
Die Untersuchung zeigte unter anderem, dass Versuchspersonen rund 5 kg (davon 4 kg Körperfett) abnahmen, wenn sie sich 2 Monate an der angebotenen Kost satt aßen. Die Kost hatte eine Verteilung von 30% Protein, 20% Fett und sogar 50% Kohlenhydrate und die Probanden nahmen trotzdem rund 400 Kalorien weniger zu sich als vorher.
Man weiß noch nicht genau, warum Proteine so satt machen aber es wird mit Hochdruck an den appetitregulierenden Wirkungsweisen dieser Stoffe geforscht.
Leptin und Ghrelin
Innerhalb der letzten 10 Jahre wurden zwei appetitregulierende Hormone gefunden, die der Körper selbst bildet: Leptin wurde 1995 und Ghrelin 1999 entdeckt. Das Hormon Leptin wird im Fettgewebe gebildet. Es hemmt den Appetit, indem es dem Gehirn bescheid gibt, dass genügend Energie zur Verfügung steht. Ghrelin wirkt umgekehrt und wird speziell im Magensack gebildet. Dieses Hormon läßt uns hungrig werden, indem es das Hungerzentrum im Gehirn beeinflußt. Diäten, die uns hungrig machen, erhöhen die Ghrelinproduktion und führen zu verstärktem Hungergefühl.
Es ist wichtig die sattmachende Wirkung der Proteine zu kennen. Genauso wichtig ist aber auch der Unterschied zwischen den schnellen und langsamen Kohlenhydraten. Hierbei geht es darum, die schnellen (z.B. Zucker, Süßigkeiten und Weißbrot) zu vermeiden und die langsamen (wie Gemüse und ballaststoffreiche Kost) zu bevorzugen.
Referenzen:
Barry Sears. Zone Diet Harpercollins 1999. ISBN 0722536925.
Deutsche Ausgabe: Barry Sears/Bill Lawren Das Optimum: Die Sears-Diat. Für körperliche und geistige Leistungfähigkeit. 5. Auflage Ulm, Ullstein, 2003, ISBN 3-548-36599-X
Arthur Agatston. The South Beach Diet. Random House 2003. ISBN 1-57954-646-3
Deutsche Ausgabe: Die South Beach Diät. Knaur 2004. ISBN: 3426669633
Astrup A. The satiating power of protein—a key to obesity prevention? Editorial. Am J Clin Nutr 2005; 82: 1-2.
Weigle DS, Breen PA, Matthys CC, et al. A high-protein diet induces sustained reductions in appetite, ad libitum caloric intake, and body weight despite compensatory changes in diurnal plasma leptin and ghrelin concentrations. Am J Clin Nutr 2005; 82: 41-48.

Shop-Produkte

Suchen Sie nach einem Shop-Product, können Sie es hier suchen: