Die Abkürzungen stehen für eine AufmerksamkeitsDefizit-/ HyperaktivitätsStörung bzw. "Attention Deficit Hyperactivity Disorder". Das heißt Aufmerksamkeitsprobleme, Aktivitätsprobleme und Probleme mit Impulsivität bei Kindern in einem Zeitraum von über mindestens 6 Monaten. Mit anderen Worten haben diese Kinder Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und Belehrungen anzunehmen. Es fällt ihnen ausserdem schwer stillzusitzen, sie sind unkonzentriert, impulsiv und hyperaktiv.
ADD
Eine ähnliche Diagnose ist ADD (Attention Deficite Disorder). Der Unterschied ist, dass die Kinder hier nicht hyperaktiv sind. Normalerweise sind sie durchaus in der Lage, sich zum Beispiel auf einen Zeichentrickfilm oder ein Computerspiel zu konzentrieren.
ADHS kann viele verschiedene Ursachen haben. Es kann angeboren oder erworben sein.
Faktoren, die das Risiko erhöhen, ein Kind mit ADHS zu bekommen:
- Früh entstandene Hirnschädigung
- Frühgeburt: Ein Kind 4-6 Wochen vor Termin geboren hat ein 70% erhöhtes Risiko.
- Niedriges Geburtsgewicht: Ein Kind das nur zwischen 1,5 und 2,5 kg wiegt hat ein 90% erhöhtes Risiko.
- Rauchende Mütter: Fast verdoppeltes Risiko
Faktoren, die wahrscheinlich das Risiko erhöhen, ein Kind mit ADHS zu bekommen:
- Soziale Probleme, z.B. überforderte Eltern
- Mangel an wichtigen Nährstoffen, wie Vitaminen, Mineralien oder essenziellen Fettsäuren
- Übermässige Einnahme von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen
- Lebensmittelintoleranz (nicht Allergie!)
Erwachsene mit ADHS
Untersuchungen haben gezeigt, dass etwas mehr als die Hälfte aller Erwachsenen, die als Kind ADHS hatten, auch im Erwachsenenleben weiterhin Probleme haben. Hyperaktivität wird zu einer Art inneren Unruhe, die Rastlosigkeit und Impulsivität mit sich führt. Erwachsene mit ADHS haben Probleme ihr Leben zu strukturieren, Aufgaben zu planen und zu organisieren, Ihre Aufmerksamkeit in Gesprächen beizubehalten und wohlüberlegt zu handeln. Sie können wechselmütig und jähzornig sein und ein niedriges Selbstbewusstsein haben, was wiederum viele negative soziale Folgen hat.
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