Die Alzheimer Krankheit ist nach einem deutschen Psychiater benannt, Alois Alzheimer, der im Jahre 1906 einen 51-jährigen Patienten mit Erinnerungsschwäche, Intellegenzrückgang, mentaler Schwäche, Abgestumpftheit und Desorientierung beschrieb. Bevor der Patient 5 Jahre später starb, konnte er nicht mehr aus eigener Kraft essen oder alltägliche Gegenstände benennen.
Als Professor Alzheimer das Gehirn des verstorbenen Patienten unter einem Mikroskop untersuchte, entdeckte er den großen Verlust von Gehirnzellen und einige charakteristische Veränderungen, die man "plagues" und "tangles" nennt.
Die Alzheimer Krankheit vermehrt sich heftig in der westlichen Welt, in der die häufigste Form von Demens Alzheimer ist. Mit Demens ist die zurückgehende Hirnfunktion gemeint. Seniles demens bezeichnet einen Zustand von Demens nach dem 65. Lebensjahr. Entwickelt sich Demens vor dem 65. Lebensjahr, so nennt man diesen Zustand Präseniles demens. Die Alzheimer Krankheit kann schon mit 40 Jahren ausbrechen, tut dies aber meist erst nach dem 65. Lebensjahr.
Diagnostizierung
Die Diagnose wird mit Hilfe von Ausschlusstests und psychologischen Tests, klinischen Untersuchungen und Hirnscannings gestellt. Andere Formen von Demens, z.B. nach Blutverklumpungen, Alkohol- und Medizinmissbrauch, niedrige Blutversorgung im Hirn oder andere Hirnschäden können die Diagnose erschweren. Oft findet man eine heruntergetzte Schilddrüsenaktivität und Krankheiten in der Schilddrüse.
Es sind mehrere simple und schnelle Diagnoseformen entwickelt worden, die scheinbar ein ziemlich sicheres Vorzeichen auf Alzheimer geben; u.a ein Geruchstest. Man hat entdeckt, dass Personen mit der Alzheimer Krankheit in einem frühen Stadium damit Probleme haben gewisse Düfte zu erkennen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Erdbeere, Seife, Menthol, Ananas, Flieder, Zitrone und Leder. Dies liegt daran, dass die Gehirnzellen, die Düfte auffassen und erkennen, zu den Ersten gehören, die von der Krankheit beeinträchtigt werden.
Ein anderer schneller Test läuft darauf heraus, dass man in einer Minute so viele Tiere und Früchte aufschreiben soll wie möglich. Personen mit beginnenden Symptomen können typisch weniger aufzählen als Gesunde. Die Beispiele umfassen zugleich Wörter, die man typisch lernt bevor man fünf Jahre alt ist und seltender Wörter, die typisch erst im Alter zwischen sechs und zehn Jahren gelernt werden.
Verlauf
Die Entwicklung von Alzheimer schleicht sich über einige Monate oder mehrere Jahre langsam an. Man teilt den Verlauf in Phasen ein: In Phase I kann der Verlust des Erinnerungsvermögens nicht festgestellt werden. In Phase II klagt der Patient über das Vergessen von Dingen und Plätzen. Hier können Arbeitsschwierigkeiten und Depressionen auftreten. In Phase III hat der Patient ins Auge stechende Probleme damit, zu arbeiten. Es werden Probleme auftauchen, von einem Ort zu einem anderen zu kommen.
In Phase IV bekommt der Patient noch gravierendere Probleme mit der Erledigung von komplexen Aufgaben, mit der Handhabung von Einkäufen und der eigenen Wirtschaft. In Phase V braucht der Patient Hilfe beim Anziehen und muß möglicherweise zur Aufrechterhaltung seiner eigenen Hygiene überredet werden. Phase VI und VII sind in Unterpunkte eingeteilt. In diesem Stadium braucht der Patient Hilfe bei fast allem und es können Inkontinenz, Angst und Depression auftreten. Die Fähigkeit, was auch immer zu verstehen, zu sprechen und wiederzuerkennen, zu lachen oder bloß den Kopf aufrecht zu halten, kann verschwinden. Abgesehen von den fortgeschrittenen Phasen können gelegentlich auch deutlichere Perioden auftreten.
Die Alzheimer Krankheit ist mit dem folgenden Vergleich hervorgehoben worden:
Mit einem schlechten Gedächtnis vergisst man seine Autoschlüssel. Mit der Alzheimer Krankheit weiß man nicht, wofür man die Autoschlüssel benutzen soll.
Die Alzheimer Krankheit gehört zu der Gruppe der multifaktoriellen Krankheiten, also Krankheiten mit mannigfaltigen Ursachen. Das Erbgut spielt eine große Rolle. Diese kann in dem Fingerabdruck der Patienten erkannt werden, bei dem das blumenartige Muster sich anders verteilt als bei den meisten anderen Menschen.
Ernährungsmängel
Alzheimerpatienten haben einen desolaten Ernährungsstatus, was Vitamine und Mineralien angeht. Das haben andere Typen von Demens jedoch auch. Vitamine und Minerale sind notwendig, um das Gehirn und den Rest des Körpers gegen Freie Radikale und vor der Ansammlung von Schwermetallen zu schützen.
Homozystein
Untersuchungen haben gezeigt, dass andauernd hohe Niveaus (>14 mmol/Liter) der giftigen Aminosäure Homozystein im Blut das Alzheimer-Risiko verdobbelt. Wird das Niveau desweiteren um 5 mmol/Liter erhöht, steigt das Risiko um 40%.
Schwermetalle
Gewisse Formen von Vergiftung stehen unter Verdacht zu den mitwirkenden Ursachen für Alzheimer zu gehören. Man hat in vielen Fällen im Gehirn von Alzheimerpatienten angestaute Mengen Aluminium gefunden, doch auch Silizium, Kalzium, Schwefel und Brom konnten nachgewiesen werden. Speziell Aluminium wird verdächtigt in der Entwicklung von Alzheimer involviert zu sein. Wird man in großem Umfang und über einen längeren Zeitraum Aluminium ausgesetzt, kann dies sich in den Nervenzellen anhäufen, die von Alzheimer zerstört werden. Es ist jedoch noch nicht gelungen einen Zusammenhang zwischen Aluminium und Alzheimer zu belegen.
Aluminium kommt im Grundwasser in wechselnden Konzentrationen vor. In einigen magensäureneutralisierenden Medikamenten gibt es hohe Konzentrationen. Kleinere Mengen können auch beim Gebrauch von Aluminiumküchengeräten auftreten. Aluminium kann aus Konserven, Pulversuppen, Fertigkuchen, aluminierten Kartons und Alu-Folie kommen. Man findet es in den meisten Formen von Talkum und in sehr vielen Deodorants (Aluminiumchlorid). Bei Magnesiummangel steigt die Aluminiumaufnahme.
Quecksilber
Es ist jedoch im steigenden Maße Quecksilber aus Amalgamfüllungen, das als Ursache oder mitwirkende Ursache für Alzheimer im Bilde ist. Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass selbst geringe Mengen Quecksilber Zellschaden geben können, die denen entsprechen, die man bei Alzheimerpatienten sieht.
Elektromagnetische Felder
Manche Untersuchungen deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und Alzheimer hin. Diese Felder vergrößern u.a. die Konzentration des Proteins Betaamyloidim Gehirn, welches für eben solche Schäden
verantwortlich ist.
Die neueste Theorie über die Ursache von Alzheimer ist, dass eine defekte Zuckerverbrennung im Gehirn die Krankheit auslöst.