Proteine, die in alten Zeiten Eiweißstoffe genannt wurden, sind aus Aminosäuren in den verschiedensten Kombinationen zusammengesetzt. Aminosäuren sind nach den Aminogruppen genannt, die sie beinhalten. Sie beinhalten ebenfalls eine Säuregruppe. Dies ist der Grund dafür, dass proteinhaltige Nahrung eine gesundheitsschädliche Säureansammlung im Körper verursachen kann, die mit Basenreicher Nahrung, z.B. Obst und Gemüse, ausbalanciert werden sollte.
Aminosäuren gibt es in sogenannten L- und D-Formen. Diese Bezeichnungen kommen von der Molekülstruktur, da L für laevo - links - und D für dexter - rechts - steht. Hierdurch wird angegeben, wie die Moleküle polarisiertes Licht drehen. Sämtliche natürliche Aminosäuren beim Menschen sind L-Aminosäuren. L-Aminosäuren sind die ökologischen, orthomolekularen und körperkompatiblen Aminosäuren. In einigen wenigen Fällen werden auch D-Formen, oder öfter DL-Formen, z.B. DL-Phenylalanin benutzt.
Die einzelnen Aminosäuren jeweils lebenswichtige Nährstoffe, die unter anderem entscheidend für das Wachstum, die Regeneration, Wundheilung, Immunabwehr und Produktion von Enzyme und Hormone sind.
Damit der Organismus die individuellen Aminosäuren verwenden kann, ist es wichtig, dass das Protein in seine Bestandteile aufgespaltet werden kann, weil nur die freien Aminosäuren vom Körper aufgenommen und verwendet werden können.
Diverse Verdauungsprobleme, falsche Ernährung, Vergiftung, Überbelastung, Stress, Krankheit oder schlechte Erbanlagen können teilweise diese Umbildung der Proteine in freie Aminosäuren schwächen.
Dieses kann (bereits nach ganz kurzer Zeit/Einwirkung) zu chronischen Leiden führen, weil die freien Aminosäuren selbst in die Produktion der Verdauungsenzyme eingehen, die für das Aufspalten von Proteinen - und somit für die gesamte zukünftige Freisetzung von Aminosäuren verantwortlich sind.
Die einzelnen Aminosäuren können gegen eine Reihe von Beschwerden verwendet werden. Es ist vernünftig diese Zuschüsse mit Vitamin B6 und anderen Nahrungsergänzungsmitteln zu kombinieren.
Isolierte Aminosäuren sollten in großen Dosierungen eingenommen werden. Im Gegensatz zu Mineralien und Vitaminen, bei denen Dosierungen meistens in mg oder Mikrogramm angegeben werden, werden Aminosäuren in Gramm angegeben.
Von den Mahlzeiten versetzt
Eine tägliche Einnahme von Aminosäurenzuschüssen ist normalerweise in zwei Dosen die vormittags bzw. nachmittags einzunehmen. (Es gibt jedoch einzelne Ausnahmen, z.B. Phenylalanin und DL-Phenylalanin). Es ist beabsichtigt, die Einnahme von anderen Nahrungsmitteln und damit von konkurrierenden Proteinen so weit es geht zu isolieren. Aus diesem Grund nimmt man die Aminosäure nie mit Hilfe von Milch oder anderen proteinhaltigen Getränken ein, sondern nimmt statt dessen Wasser oder Saft zum Herunterspülen.
Essenzielle Aminosäuren
- Isoleucin
- Leucin
- Lysin
- Methionin *
- Phenylalanin
- Threonin
- Tryptophan
- Valin
- Histidin (essenziell für Kinder)
Nicht-essenzielle Aminosäuren
- Alanin
- Arginin (unter gewissen Umständen essenziell)
- Aspargin
- Asparginsäure
- Carnitin
- Citrullin
- Cystein *
- Cystin *
- Glutamin
- Glutaminsäure
- Glycin
- Serin
- Taurin *
* Schwefelhaltige Aminosäuren
Siehe auch Aminosäurenkomplexe, Branched-Chain Amino Acids, Glutathion und Protein.