Alkoholismus

Chronischer Alkoholismus ist in den meisten Fällen eine erblich bedingte Stoffwechselkrankheit, verwandt mit Hypoglykämie und der Zuckerkrankheit. Abhängigkeit von Alkohol verschlimmert sich stets bei falscher Ernährung.

Alkoholismus ist als Leiden lange nicht so gut definiert wie viele andere Krankheiten. Das Leiden umfaßt auch Folgekrankheiten nach einem heftigen Alkoholverbrauch. Alkoholismus kann schwer zu erkennen sein und wird selten korrekt diagnostiziert.

Offiziell definiert man Alkoholgroßverbraucher als Personen, die mehr als 21 und 31,5 Trinkeinheiten (8 g Alkohol entsprechen einer Trinkeinheit) pro Woche trinken, dies gilt für Frauen bzw. Männer. Einige können jedoch alkoholrelatierte Schäden bei einem geringeren Verbrauch davontragen. Man benutzt desweiteren die folgende Liste um alkoholabhängige Personen zu benennen:

  • Starker Drang nach Alkohol.
  • Geringe Kontrolle bei der Einnahme von Alkohol.
  • Entzugserscheinungen.
  • Vertragen von stets größer werdenden Alkoholmengen.
  • Hohe Priorität der Alkoholeinnahme.
  • Weitertrinken trotz physischer, psychischer und sozialer Nebenwirkungen.

Man ist abhängig, wenn man mehr als 3 Punkte dieser Liste erfüllt - innerhalb eines Jahres oder mehrere Male in einem Jahr.

Der Alkoholiker ist jedoch oft eine Person, welche, ungeachtet ob der Betroffene Trinker ist oder nicht, ein permanentes biochemisches Problem hat, wovon das charakteristischste Symptom ist, daß die Zuckerkonzentration im Blut oft drastisch fällt und die Energiezufuhr für die Organe des Körpers - hierunter auch das Gehirn - schwindet. So entsteht eine biochemische Energiekrise, die verschiedenartige Probleme überall im Körper auslösen kann, je nachdem welches Organ zuerst von der Energiekrise heimgesucht wird. Der Alkoholiker wird in dieser Sitauation nach was auch immer greifen, das seine Energie wieder herstellen kann: das können Zucker und Alkohol.

Das Problem mit dem Gebrauch von Zucker oder Alkohol als "Erste Hilfe" während einer biochemischen Krise ist, dass obwohl es schnell hilft und die Krisensymptome fast augenblicklich aufhebt, es auf lange Sicht gesehen eher schadet als nützt. Zucker und Alkohol werden zu giftigen Stoffen abgebaut, die die Funktionen des Organismus langsam aber sicher zerstören. Sehen Sie auch unter 'Niedriger Blutzucker'.

THIQ
Im Gehirn eines Alkoholikers wird der Abbaustoff Acetaldehyd in den abhängig machenden Stoff THIQ (Tetrahydroisoquinolon) umgewandelt. Bei Alkoholikern häuft sich im Gegensatz zu Nicht-Alkoholikern im Gehirn eine große Menge THIQ an, und zumal THIQ de gleichen abhängig machenden Eigenschaften hat wie Heroin, ist es für Alkoholiker von entscheidender Bedeutung, dass sie Alkohol vollkommen meiden.

Sogenannte Quartalstrinker können lange Perioden haben, in denen sie nicht trinken, abgelöst von kürzeren Perioden, in denen sie intensiv trinken.

Alkoholismus mindert die Lebenserwartung im Durchschnitt um 10 - 12 Jahre. Alkoholiker haben fast immer eine geminderte Lebensqualität und eine schwache Gesundheit in sozusagen allen Hinsichten.

Die Folgekrankheiten eines Alkoholikers
Alkoholismus ist oft eine psychische, physische und soziale Sachgasse. Die einleitenden Symptome können Depressionen, Schlaflosigkeit, Gereiztheit und Rastlosigkeit sein. Später können sich schwere Sinnesleiden, Erinnerungsverlust, Delirium tremens und Demenz einstellen.

An Folgekrankheiten können folgende benannt werden: Vitaminmangel, Nervenentzündungen, Fett- und Schrumpfleber, Entzündungen in der Bauchspeicheldrüse, Depressionen, Gallensteine, Verdauungsprobleme, Zuckerkrankheit, Magengeschwüre, Ausbauchung der Speiseröhre, Diarrhö, Muskelschwäche, Herzkrankheiten, Impotenz und Sinnesbeschwerden.

Empfehlungen

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Der Blutzuckerspiegel muss stabil gehalten werden
Halten Sie Ihren Blutzuckerspiegel stabil und essen Sie lieber viele kleine Mahlzeiten als wenige Große. Das Essen sollte verlockend und gut zubereitet sein, weil Alkoholiker oft ihren Appetit verlieren. Zwischen den Mahlzeiten kann man Gemüsesäfte oder Fruchtsäfte trinken, diese sollten jedoch nicht gemischt werden.

Vermeiden Sie starke Gewürze und schwerverdauliches Essen. Vermeiden Sie Zucker und Alkohol. Gehen Sie leeren Kalorien, weißem Mehl, Weißbrot, Pasta, und Konserven aus dem Weg und vermeiden Sie so weit wie möglich Industrieessen mit Zusatzstoffen, Farbstoffen, Süßungs- und Konservierungsmitteln. Essen Sie viel frisches Gemüse, besonders Kohl und Karotten, Kräutersuppen, Lamm und Leber sowie Milchprodukte - wenn Sie diese vertragen können.

Es ist wichtig mit einem täglichen Zuschuß an Vitaminen und Mineralien zu supplieren, evt. kombiniert mit hohen Dosen der einzelnen Mittel.

Alkoholiker können wegen einer entzündeten Darmschleimhaut Probleme mit der Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen haben. Das bisschen, was sie aufnehmen, kann aber helfen, die Aufnahme beim nächsten mal etwas zu verbessern usw.

Nützliche Ergänzungsmittel

  • Vitamin B Komplex: Alkoholiker leiden häufig unter einem Vitamin B-Mangel; vor allem Vitamin B1, aber häufig auch noch andere. Da die einzelnen Vitamin B-Typen im Körper zusammenarbeiten, gibt man den gesamten Komplex.
  • Vitamin B3 (Niacin): In Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Therapeuten kann eine Nikotinsäuretherapie den Drang nach Alkohol und Entzugserscheinungen vermindern.
  • Johanniskraut (Hyperikum perforatum): Entgiftet und wirkt depressiven Tendenzen entgegen
  • Gelbwurzel (Curcuma longa): Gute Wirkung gegen Darmentzündungen
  • Aloe vera: Gut gegen geschwächte Schleimhäute und Darmentzündungen
  • L-Glutamin: Gut für einen Darm mit hoher Durchlässigkeit. Hilft ausserdem den Drang nach Alkohol zu mindern.
  • DMG (Dimethylglycin): Ähnelt Vitamin B, dämpft den Drang nach Alkohol
  • Verdauungsenzyme: Können von Nutzem sein, wenn die normale Verdauungsfunktion gestört ist


Tägliche Bewegung und Ruhe sind genauso wichtig. Bei Entzugserscheinungen sollte man desweiteren darauf aufmerksam sein, daß eine akute Verschlechterung mit Scheißausbrüchen, Fieber, Unruhe, Schlaflosigkeit, Krämpfen und Halluzinationen vorgebeugt werden sollte.

Suchen Sie immer bei erfahrenen Therapeuten um Rat und Unterstützung!

Warnungen

Seien Sie darauf aufmerksam, dass einige Kräuterpräparate Alkohol enthalten können.

Beachtungen

Bitte klicken Sie auch auf Abhängigkeitszuständen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Candidiasis, Demens, Depression, Diarrhö, Verdauungsbeschwerden, Gallensteinen, Hepatitis, Herz-Kreislaufkrankheiten, Impotenz, Niedriger Blutzucker, Magengeschwüre, Nervenentzündungen, Schrumpfleber und Zuckerkrankheit.

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