Anämie

Anämie, Blutmangel kann mehr als nur Eisenmangel sein, obwohl dies die häufigste Ursache für Anämie ist. Die Symptome sind u.a. Müdigkeit, Blässe, niedriger Blutdruck, Krämpfe und häufiges Schwarzwerden vor den Augen.

Blut kann mit dem Leben gleich gestellt werden, und haben wir nur in einem leichten Grad Blutmangel, werden wir müde, lustlos, kältempfindlich, schwindelig und blaß. Fehlt uns viel Blut, so verstärken sich diese Symptome mit Schlaflosigkeit, Schwindel, Herzklopfen, Ohrensausen und schnelles Atmen. Leiden wir an heftigem Blutmangel, so riskieren wir zu sterben.

Die roten Blutkörperchen sind essenziell, wenn es um Anämie geht. Das Knochenmark, welches Blutkörperchen bildet, braucht ca. 1 Monat um den Gehalt an roten Blutkörperchen in 1 Liter Blut zu produzieren. Die roten Blutkörperchen nehmen Sauerstoff in der Lunge auf, welches sie zu dem Zellen transportieren und auf dem Rückweg Kohlendioxid wieder mitnehmen. Für diese Funktion brauchen die roten Blutkörperchen in besonderem Maße Eisen, doch auch Folinsäure und Vitamin B12 werden benötigt, ebenso wie ein ausreichender Gehalt an Kupfer. Nur mit diesen Vitaminen und Mineralien kann man Anämie umgehen.

Ursachen für Anämie können die Folgenden sein:
Blutungen: Z.B. blutige Unfälle, innere Blutungen, Blutungen von Magengeschwüren, geplatze Hämorroiden, Darmpolypen oder eine kräftige Menstruation über einen längeren Zeitraum.

Eine heruntergesetze Produktion roter Blutkörperchen: Wird das Knochmark auf die ein oder andere Weise vergiftet oder durch Strahlung geschädigt, kann es die Bildung von sowohl roten und auch weißen Blutkörperchen beeinträchtigen.

Mangel an oder schlechte Aufnahme von Folsäure (B9) und Vitamin B12 führt ebenfalls zu Bildung von zu wenigen Blutkörperchen.

Eisenmangel: Wenn nicht genug Eisen in der Nahrung sein sollte, oder die Eisenaufnahme beeinträchtigt sein sollte, wie z.B. durch eine heruntergesetzte Magensäuteproduktion oder wenn Sie zu viel Kaffee, Tee oder Cola zu sich nehmen. Junge Menschen in Erwachsenenalter oder Schwangere haben einen erhöhten Eisenbedarf.

Gewisse Krankheiten, die Eisenmangel mit sich führen: Gicht und Entzündungszustände, gewisse Darmbeschwerden und manche Krebsformen.

Perniziöse Anämie
ist eine erblich bedingte Krankheit, die dadurch verschuldet ist, dass der Körper kein Vitamin B12 aufnehmen kann. Dies hat u.a. die Bildung von abnormen, großen roten Blutkörperchen zur Folge. Die Symptome können Müdigkeit, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Herzrasen sein. Menschen mit Perniziöser Anämie bekommen Vitamin B12 gespritzt um symptomfrei zu sein, aber der Zustand bedarf Behandlung ehe permanente Schäden an Gehirn und Nerven entstehen.

Hämolytische Anämie
ist ein Zustand, in dem die roten Blutkörperchen so schenll sterben, daß die körpereigene Produktion nicht mithalten kann. Dieses wird z.B. bei einige Vergiftungen beobachtet, bei einer Überdosierung an schmerzstillenden Mitteln, bei Malaria und Gelbfieber. Auch bei der Sichelzellenanämie sterben die roten Blutkörperchen schnell.

Hämoglobinkonzentrationen bei Frauen sollten zwischen 7,8-10 mmol/L liegen und bei Männern zwischen 8,4-11 mmol/L.

Empfehlungen

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Essen Sie eisenhaltiges Essen. Eisen befindet sich in rotem Fleisch, Innereien und Fisch sowie in braunem Reis, Korn, Bohnen und Nüssen. Bei Eisenmangel kann man einen Zuschuß an organisch gebundenem Eisen zu sich nehmen. Nehmen Sie den Eisenzuschuß seperat von anderen Zuschüssen. Sorgen Sie für die evt. Reinigung von Schwermetallen im Körper, da diese Blutmangel verursachen können, ohne daß es dem Körper an Eisen mangelt. Vermeiden Sie Tabakrauch, Ihren eigenen sowie den von anderen.

Besonders ältere Menschen, aber auch Vegetarier sollten ihre Kost sorgfältig zusammenstellen, so dass sie ausreichend Vitamin B12 bekommen. Käse enthält beispielsweise einen Teil B12. B12-Zuschüsse - evt. in Form von Lutschtabletten - kann in manchen Fällen notwendig sein. Nehmen Sie dazu einen kompletten Vitamin- und Mineralzuschuss um die Aufnahme von B12 zu unterstützen.

  • Folsäure (Vitamin B9) kommt in frischem Gemüse vor.
  • Vitamin B12 (Cobalamin) kommt überwiegend in animalischen Produkten und nur in geringem Umfang i Obst und Gemüse vor.
  • Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen.
  • Zink wirkt bei der Ausnutzung von Eisen mit sowie beim Transport von Kohlendioxid im Blut.
  • Kupfer, Kobalt und Molybdän sind wichtige Spurenelemente, welche in der täglichen Vitamin- oder Mineralpille enthalten sein sollten.
  • Eisen kann auch durch einen flüssigen Kräuterextrakt aufgenommen werden - z.B. Kräuterblut®.

Warnungen

Eisenmangel, gefährlich wenn chronisch, sollte von einem Arzt besehen werden, bevor man mit einer Eigenbehandlung beginnt.
Nehmen Sie keinen Eisenzuschuß zusammen mit Tetrazyklinen, welches ein breitgefächertes Antibiotikum ist.
Kontaktieren Sie einen orthomolekulären Arzt in Verbindung mit der Einnahme eines Eisenzuschusses.

Beachtungen

Siehe auch Schwangerschaftprobleme, Krebs, Menstruationsprobleme und Müdigkeit.

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