Angina pectoris

Krampfartige Schmerzen in der Brust vom Herzen ausgehend, die oft in den linken Arm strahlen. Die Symptome entstehen meist durch eine niedrige Blutversorgung des Herzens, oft aufgrund von Verkalkungen der Herzkranzschlagadern.

Angina pectoris ist ein Schmerz, welcher sich in den meisten Fällen mitten im Brustkorb lokalisieren läßt. Der Schmerz, welcher sich bis in den Kiefer und die Arme ausbreiten kann, ist normalerweise fremdverschuldet durch physische Anstrengungen, nach Mahlzeiten, bei Aufregung, sexueller Aktivität, oder Kälteeinwirkung und nimmt entsprechend bei Ruhe wieder ab.

Angina pectoris entsteht, wenn die Herzkranzschlagader das Herz nicht mit der nötigen Menge Blut und Sauerstoff versorgen kann. Die reduzierte Blutzufuhr ist in der Regel ein Resultat von Aderverkalkung und Angina pectoris wird aus eben diesem Grund auch mit Blutverklumpungen und einer niedrigen Herzfunktion in Verbindung gebracht.

Personen, die an Angina pectoris leiden, bekommen gelegentlich Anfälle - mehr oder weniger häufig - und die heftige Schmerzen haben eine stark einschränkende Wirkung auf deren physische Aktivität. Oft sind die krampfartige Stiche im Herzen mit Kurzatmigkeit und mangelnder Energie verbunden sowie Schwindel, Übelkeit, unregelmäßigem Puls und kaltem Schweiß.

Angina pectoris ist in vielen Fällen eine Vorwarnung über die fortschreitende Verengung der Kranzschlagader des Herzens und im schlimmsten Fall bildet sich ein Blutpfropfen in einer oder mehreren der verkalkten Kranzadern, welche die Kranzadern verstopfen und schließlich die Blutzufuhr endgültig stoppen kann (akuter Herzmuskelinfarkt).

Wenn man an Angina pectoris leidet, kann dieses ein Resultat von verkehrter/schlechter Ernährung sein mit einem zu hohem Anteil an tierischen Fetten, welches eine fördernde Wirkung auf die Aderverkalkung hat.

Viele Menschen, die Angina pectoris das erste Mal in ihrem Leben erfahren, befürchten einen Blutpfropfen in Herzen zu haben. Der Grund dieser Verwechslung liegt darin, daß beide Krankheiten:

  • durch eine Ansammlung von klebrigem Plaque an der Innenseite der Herzkranzschlagader (Atherosklerose) verschuldet werden. Dieser Plaque kann die Blutzufuhr zum Herzen reduzieren und löst Schmerzen in der Brust aus, die sich möglicherweise bis in beide Arme, Schultern oder Nacken ausbreiten können.
  • in Verbindung mit physisch anstrendender Arbeit entstehen können.
  • oft bei Männer ab dem 50. Lebensjahr und bei Frauen in den Wechseljahren auftreten.

Doch man findet auch Unterschiede, die an dieser Stelle angemerkt werden sollen:

  • Ein Blutpfropfen im Herzen hat beschädigtes Hirngewebe zur Folge (Infarkt), das hat Angina pectoris nicht.
  • Ruhe oder Nitroglycerin hilft gegen Angina pectoris, diese Mittel helfen nicht gegen einen Blutpfropfen im Herzen.

Faktoren, die in Angina pectoris einspielen umfassen einen erhöhten Blutdruck, Fettleibigkeit, Diabetis, erhöhtes Cholesterin oder eine erblich bedingte Neigung zur Aderverkalkung und Herz-Kreislaufkrankheiten.

Empfehlungen

Allgemeine Ernährungsratschläge für Kranke und Gesunde sowie Ratschläge für einen krankheitsvorbeugenden Lebensstil finden Sie in der Bibliothek. Klicken Sie hier.

Obwohl Angina pectoris nicht notwendigerweise gleichbedeutend mit einer drohenden Gefahr ist, (es gibt Beispiele von gesunden jungen Menschen, welche ab und zu Angina pectoris-Schmerzen erfahren, ansonsten aber von optimaler Gesundheit sind), sind die Schmerzen ein grundlegendes Signal dafür, daß mit der Blut und Sauerstoffversorgung des Herzens etwas nicht stimmt.

Aufgrund dessen, dass hier von einem Kreislaufleiden die Rede ist, ist es natürlich wichtig diejenigen Dinge zu eliminieren, die schädlich für das Herz und den Kreislauf sind; also Rauchen, Alkohol und ungesundes Essen. Es kann sich zu Ihrem eigenen Vorteil auswirken, wenn Sie deutlich mehr Fisch essen und somit ausreichend der lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren beziehen. Diese verändern nämlich die Fettzusammensetzung des Blutes und senken damit das Risiko der Aderverkalkung.

Nehmen Sie eventuell eine Nährstoffergänzung oder Naturheilmittel zu sich, die eine aderweitende Wirkung haben, z.B. Gingko biloba oder Pyvnogenol. Sorgen Sie für regelmässige Bewegung und finden Sie in Zusammenhang mit Ihrem Arzt die Grenze für Ihre Belastung heraus.

Lassen Sie die Finger von hartem Alkohol und Tabak! Denn Nikotin hat nicht nur eine aderzusammenziehende Wirkung und hemmt damit die Blutversorgung, sondern Tabakrauch enthält auch tausende von schädlichen Stoffen, die die Bildung von Freien Radikalen fördern, welche Fettstoffe im Blut oxidieren und somit die Aderverkalkung ankurebln und weiterhin gesunde Zellen zerstören.

Seien Sie vorsichtig mit kaltem und busigem Wetter, vermeiden Sie extreme physische und psychische Belastungen, welche das Herz belasten könnten. Behalten Sie die Kontrolle über Gefühle von rasender Wut und Frustation.

Nützliche Kräuter sind:

  • Ammi Visnaga, welches häufig gegen Angina pectoris und andere Herzkrankheiten angewandt wird und erweiternd auf die Kranzschlagadern wirkt.
  • Arjuna, ist ein häufig angewandtes Tonikum bei Beschwerden, die mit einer schlechten Blutversorgung des Herzens einhergehen.
  • Herzgespann, welches gegen Schmerzen im Herzen angewandt wird und gleichzeitig beruhigend wirkt.
  • Knoblauch, welches die Blutgerinnugsfähigkeit hemmen kann und gegen Herz-Kreislaufkrankheiten hilft.
  • Weißdorn, welches entspannt und die Pulsadern ausweitet - besonders die Herzkranzadern - und die Anginasymptome aufhebt.
  • Nachtkönigin, welche die Herzfunktion stimuliert und als stärkendes Mittel zur Rekonvaleszenz nach Herzattacken gegeben wird.
  • Buntnessel, welche die Adern erweitert, herzstärkend ist und den Blutdruck senkt.
  • Meerzwiebel, enthält herzaktive Glykoside, welche herzstimulierend und schnell sofort wirksam sind.
  • Strophanthus (afrikanische Liane), welche ebenfalls herzaktive Glykoside enthält, die den Herzrhythmus heruntersetzen und die Herzfunktion verbessern - sollte jedoch nur homöopatisch eingenommen werden oder unter fachlicher Betreuung und Kontrolle eines kundigen Arztes.

Die Aminosäure Carnitin reduziert die gesamte Cholesterinmenge des Blutes und bringt vor allem den Blutfettgehalt herunter, von dem ein größeres Risiko ausgeht als von der allgemeinen Cholesterinkonzentration. Gleichzeitig erhöht sie HDL, auch das "gute" Cholesterin genannt. Es verbessert den unregelmäßigen Herzrhythmus, reduziert die Anzahl der Angina pectoris Anfälle, erhöht die Widerstandfähigkeit gegenüber Streß und verbessert die Toleranz gegenüber physischer Aktivität bei Personen mit Beschwerden in den Herzkranzadern. Tierversuche haben gezeigt, daß ein Herzinfarkt schnell das Gewebe von dieser Aminosäure leert, ein extra Zuschuß in dieser Zeit jedoch lebensrettend sein kann. Carnitin bringt fördernde Energieressourcen mit sich und weitet die Blutgefäße. Durch die Ausweitung der Blutgefäße wirkt diese Aminosäure ebenfalls als ein blutdrucksenkendes Mittel.

Die Aminosäuren Taurin halten Fettstoffe und Cholesterin flüssig und sie wirken Kaliummangel entgegen, wodurch sie die Muskulatur in Herzen beschützen.

Die essenziellen Fettsäuren betreffend (EFA):

Omega 3 bekommt man aus Leinsamen, Dorschlebertran, fettem Fisch, Walnüssen, Raps, Portulak, Kürbiskernen, grünen Gemüsen und Weizenkeim.
1 Eßlöffel Dorschlebertran tgl. oder ein Teelöffel gemahlene Leinsamen oder Walnußöl jeden Morgen hilft und ist billiger als Fischölkapseln. Fügen Sie evt. ein paar Kapseln Vitamin E zu den Leinsamen hinzu, um das verranzen zu vermeiden.

Omega 6 bekommt man aus Johannisbeeren, Borresch, kaltgespreßtem Mais-, Raps-, Sesam-, Sonnenblumen-, Distel- og und Nachtkerzenöl sowie Samen.

Warnungen

Diese Krankheit sollte von einem Arzt diagnostiziert werden, bevor man mit einer Eigenbehandlung beginnt. Bewegung sollte mit dem Hausarzt besprochen werden, um die Grenzen für die belastung festzulegen. - Zwingen Sie sich nicht zu Bewegung, wenn ein deutliches Unbehagen entsteht!

Beachtungen

Angina pectoris kann bei sonst kerngesunden Menschen auftreten ohne eine Zeichen für drohende Gefahr zu sein.

Bitte klicken Sie auch auf Blutdruckbeschwerden, Herz-Kreislaufkrankheiten, Cholesterinproblemen, Koronartrombose, Übergewicht, Diabetis und Aderverkalkung.

Relevante Artikeln