Arthrose

Arthrose ist ein voranschreitendes, degeneratives Leiden, das besonders in den gewichtstragenden Gelenken auftritt. In erster Linie verschleißt der Knorpel.

Arthrose entwickelt sich langsam. Es besteht eine erbliche Tendenz, aber zu wenig oder falscher Gebrauch der Gelenke und des Körpers können die Anfälligkeit erhöhen. Das selbe gilt für einseitige, wiederholte Arbeit, da der Körper falsch gebraucht wird, und sehr harter Arbeit, wo man vergisst, die Hilfsmittel zu benutzen, die es gibt um z.B. Schweres zu heben.

Gelenkprobleme können ebenfalls bei Leiden im Hormonsystem auftreten; besonders bei Zuckerkrankheit, zu hohem Nebenschilddrüsenhormongehalt im Blut, Übergewicht, schiefem Rücken und zu niedrigem Stoffwechsel. Es sind insbesondere die gewichttragenden Stellen, wo Arthrose auftritt, aber auch Schultern und Hände sind häufig betroffen.

Häufig kann man die Ursache für Arthrose nicht mit Sicherheit finden.

Speziell die Hüft- und Kniegelenke sind betroffen, und speziell bei Älteren. Bei Frauen ist Arthrose in den Fingergelenken und im Grundgelenk des Daumens gewöhnlich. Um die Fingergelenke können schmerzhafte Knoten - Heberdens (Endgelenke) und Bouchards (Mittelgelenke) - Arthrose - auftreten. Die Schmerzen verschwinden nach einiger Zeit, aber die Gelenke verbleiben dennoch etwas "knotig". In der Wirbelsäule zeigt Arthrose sich am häufigsten in den Bandscheiben zwischen den Wirbeln, durch Kalkauswüchse, durch Veränderungen in den kleinen Seitengelenken (processus transversi et spinosi) und bei Verkalkungen der Bänder.

Normalerweise ist es der Knorpel in den Gelenken, der beschädigt wird. Für gewöhnlich bestehen keine Probleme, die Belastungen zu bewältigen, denen der Knorpel ausgesetzt ist. Aber konstante Überbelastung bei harter und einseitiger Muskelarbeit und zugleich Übergewicht, was die gewichttragenden Gelenke betrifft, können dem Knorpel schaden, der abgebaut dann wird.

Benutzt man seine Gelenke zu wenig, wird nicht ausreichend Gelenkflüssigkeit gebildet. Das ist problematisch, zumal der Knorpel, welcher keine Blutgefäße enthält, von der Gelenkflüssigkeit durch Druck genährt wird. Die Gelenke werden somit trocken und erhalten nicht genügend Nahrung, sodass sie knirschen und knacken und der Knorpel leichter kaputt geht. Eine schlechte Ernährung trägt dazu bei die Widerstandsfähigkeit des Knorpels zu verschlechtern. Auch die Gelenkinnenhaut und die Bänder können angegriffen sein.

Bei Arthrose kann es gelegentlich zu entzündungsähnlichen Veränderungen mit einem Auflodern von Schmerzen und evt. Flüssigkeit in den Gelenken kommen. Gleichzeitig werden die Schmerzen schlimmer. In solchen Fällen entnimmt der Arzt zumeist Blutproben um zu untersuchen, ob es sich statt Arthrose um Gelenkrheumatismus handelt. Ansonsten sind die Symptome meistens Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit.

Eine spezielle Art "Arthrose" ist das Schulter-Arm-Syndrom. Hierbei handelt es sich um eine Art Entzündungsreaktion im Gewebe um das Schultergelenk. Es ist die Gelenkkapsel, die am Gelenkkopf "festklebt". Dieser Vorfall hat nichts mit Bakterien zu tun, aber kann auf eine Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündung im Schultergelenk folgen. Oftmals ist jedoch keine weitere Krankheit im Schultergelenk.

Das Schulter-Arm-Syndrom kann auch in Verbindung mit einem Systemleiden im Körper vorkommen, z.B. Diabetes, chronisches Lungenleiden oder Blutpfropf im Herzen. Wird der Arm über längere Zeit still gehalten, verschlimmern/t sich die Symptome und die Bewegungseinschränkung. Deshalb ist es wichtig, die Schulter nach Schäden so schnell wie möglich wieder zu benutzen. Es sind am häufigsten Frauen ab 50, die von einem Schulter-Arm-Syndrom getroffen werden, aber Männer können es auch bekommen.

Die Schmerzen und die Steifheit entwickelt sich in der Regel schrittweise im Laufe einiger Monate. Die Schulter wird schmerzend und auf Röntgenaufnahmen kann man eine Entkalkung sehen. Es ist nicht unmöglich, dass die Hormonbalance von Bedeutung ist. In den meisten Fällen verschwindet das Leiden nach einem 12-18 monatigem Verlauf, aber bei manchen bleibt eine permanente Bewegungseinschränkung.

Empfehlungen

Allgemeine Ernährungsratschläge für Kranke und Gesunde sowie Ratschläge für einen krankheitsvorbeugenden Lebensstil finden Sie in der Bibliothek. Klicken Sie hier.

Übergewichtige Menschen sollten abnehmen. Hier sollte man darauf aufmerksam sein, ob man evt. eine niedrige Schilddrüsenaktivität hat. Forschung hat eine generelle Tendenz nachgewiesen; nämlich dass eine Gewichtsabnahme von 1% 3% weniger Arthrose mit sich führt. Übergewichtige werden in vielen Fällen durch einen Gewichtsverlust nahezu den gleichen Effekt erzielen können wie z.B. eine Knieoperation.

Ein wesentlicher Teil der Behandlung und der Vorbeugung von Arthrose ist eine gesunde Ernährung. Essen Sie Fisch, aber reduzieren Sie die Einnahme von animalischen Fettstoffen. Es ist wichtig, dass man seinen Körper richtig und viel braucht, d.h. dass man seinen Körper bewegt ohne ihn zu überlasten. Eine gute Investition ist es die richtigen Übungen und den korrekten Gebrauch des Körpers bei einem Physiotherapeuten o.ä. Dies sichert eine gute Ernährung des Knorpels sowie gleichzeitig gute Stützmuskeln.

Bei Verschleißgicht im Hüft- und Kniegelenk ist es sehr gut, wenn man Fahrrad fährt, weil man dann die Gelenke bewegt ohne sie zu belasten. Schwimmen und Tanzen sowie Bewegungsgymnastik sind weitere gute Alternativen. Wenn es die Schulter ist, die Probleme verursacht, kann man mit Hilfe eines Flaschenzugs, bei dem man mit dem gesunden Arm den kranken Arm hoch zieht, nach und nach eine bessere Beweglichkeit und eine bessere Funktion in den Gelenken erlangen.

Eine Reihe von Naturheilmitteln können bei Verschleißgicht helfen. Ingwer ist ein gutes Mittel, da es in die Stoffumwandlung des Körpers, welche die Ursache für die Schmerzen ist, eingreift.

Pfefferminzöl, capsaicin (aus Chilipfeffer) oder Tigerbalsam äußerlich haben oft geholfen. Die Haut ist nicht nur die Hülle des Körpers. Sie ist ein lebendes Organ mit guten Möglichkeiten dafür, dass der Körper das meiste von dem, das auf ihr aufgetragen wird, aufnehmen kann.
Deutsche Untersuchungen haben gezeigt, dass das Gehalt an Gichtmitteln größer wird, wenn man das Mittel auf die Haut rund um das Gelenk einschmiert, als wenn man das Mittel in Tablettenform einnimmt.

Bei Verschleißgicht ist Wärme gut, z.b warme Bäder und wollene Handtücher. Charakteristisch ist, dass die Nebenwirkungen bei der Verwendung von den Möglichkeiten der Natur und von Naturmedizin wesentlich geringer sind, als bei der Verwendung von starken Arzneimitteln.

Einige, jedoch nicht alle, erreichen einen positiven Effekt, wenn sie jeden Tag die angegriffenen Gelenke mit pflanzlichem Speiseöl einreiben.

Bei einer kalten Schulter und bei Verschleißgicht generell, kann Akupunktur kann positive Wirkung besitzen. Eine alternative Therapie von Gelenken, die von Verschleißgicht betroffen sind, ist, wenn man kleine Stücke Gold in die Akupunkturpunkte neben den Gelenken legt. Dies kann in bis zu 80% der Fälle helfen.

Die tägliche Ernährung muss ausreichend Vitamin A, D, B5 und B6, Kiesel, Kalk, Magnesium und Titanium enthalten. Die lebenswichtigen Fettsäuren des Omega 3 Typs, z.b. in Fischöl, können, gerne in Kombination mit Hagebuttenpulver, eine gute Hilfe sein.

Ein dänischer Arzt, Even Marstrand, hat herausgefunden, dass der Gelenkknorpel bei Verschleißgicht ein niedriges Gehalt am Mineral Titan. Ein Zuschuss an Titan muss mindestens 6 Monate lang zusammen mit einem breiten Zuschuss an anderen Vitaminen eingenommen und Mineralien eingenommen werden.

Zucker und andere simple Kohlenhydrate sollten aus der Nahrung entfernt werden. Genau wie Alkohol, Tabak und Kaffee. Essen Sie gesund. Verschleißgicht wird durch Mangelsymptome verschlimmert, vermeiden Sie daher Junk Food.

Einige Patienten mit Verschleißgicht erfuhren eine markante Verbesserung indem sie sämtliche Nahrungsmittel der Nachtschattengewächse vermieden haben. D.h. Kartoffeln, Tomaten, Aubergine, gelbe, grüne und rote Paprika (sowie Tabak).

Vitamine

  • B3, Niacinamid ist in therapeutischen Zusammenhang mit Dosierungen von 250 mg 6 mal täglich, zwischenzeitlich bis zu 4 g täglich, verwendet worden.
  • B5, Pantothensäure.
  • B6, Pyridoxin.
  • Vitamin C: Nehmen Sie es in Form von Kalziumaskorbat ein. Vitamin C ist speziell wichtig, wenn es um den Aufbau und die Instandhaltung des Knorpels geht. Eine hohe Einnahme reduziert die Symptome und wirkt einer Verschlimmerung entgegen - gut zusammen mit Bioflavonoiden.
  • Vitamin E hat gute Effekte bei Verschleißgicht erwiesen.

Mineralien

  • Zink: 30 mg tgl.
  • Kupfer: 1/10 des Zinkzuschusses, d.h. 3 mg. tgl.
  • Selen: Guter Antioxidant, der gleichzeitig die Wirkung vom Vitamin E verbessert.
  • Mangan: Wichtig für die Knorpelbildung. Nehmen Sie 30 mg tgl.
  • Bor: Bei einigen Patienten verschwand das Leiden komplett, nachdem sie 9 mg. Bor tgl. eingenommen hatten.

Kräuter

  • Ginseng ist für einige Gichtpatienten gut, aber bei weitem nicht für alle. Es wirkt langsam.
  • Gelbwurzel ist als das Gewürz bekannt, welches den Curry gelb färbt. Es ist ein Antioxidant und gut gegen Entzündungen im Darm. Wirkt regenerierend. Außerdem fördert es die körpereigene Produktion des Hormons Kortison. Nehmen Sie 400 - 600 mg. In Kapselform 3 mal täglich zwischen den Mahlzeiten. Wirkt am besten zusammen mit Bromelain, Pflanzen- und Fischöl, sowie Lecithin.
  • Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) hat gelegentlich einen guten Effekt bei Verschleißgicht. Ingwer hemmt die Bildung von Prostaglandinen und Leukotrinen, von denen Gichtpatienten viele haben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Ingwer auch die Gichtschmerzen dämpft.
  • Ingwer hilft außerdem dabei die wichtigen Mineralien aufzunehmen. Es lässt Ödeme verschwinden und ist ohne Nebenwirkungen: Ca. 10 g frischer Ingwer täglich oder als Präparat: 200 mg 3 x tgl.
  • Süßholz: Enthält eine Reihe von Stoffen, die sich als nützlich bei Verschleißgicht herausgestellt haben. Lakritz wirkt u.a. indem es den Einfluss des Östrogens auf den Körper senkt sowie indem es einige Wirkungen im Körper hat, die denen der Nebennierenrinde ähneln.
  • Salai gugul: Die Pflanze aus der indischen Medizin, deren harpiks-ähnlicher Sud seit mehreren Tausend Jahre gegen Gicht angewendet wird.
  • Yucca: Ist eine Wüstenpflanze aus Zentralamerika. Die lokale Bevölkerung empfiehlt das Mark der Pflanze gegen Gicht.

Aminosäuren

  • Histidin, Therapien mit bis zu 5 g täglich sind angewendet worden.
  • SAM (S-adenosyl-methionin) ist ein effektives und erprobtes Mittel gegen Gicht.

Sonstiges

  • Bromelain: Ein Enzym, dass man in der unreifen Ananas finden kann. Es wird gegen Verschleißgicht empfohlen. Es hilft dabei Protein zu verdauen und es wirkt entzündungshemmend. Bromelain hat keine Nebenwirkungen.
  • Chondroitinsulphat: Beugt Knorpelabbau vor. Gut als Teil einer vorbeugenden und erhaltenden Behandlung.
  • DMSO (Di Methyl Sulfon Oxid): Ein spezielles Präparat, das von Sport-Ärzten als Injektion und als Zuschuss verwendet wird. DMSO ist rezeptpflichtig in Deutschland. Es fördert die Fähigkeit des Körpers andere Stoffe auszunutzen, auch die ungesunden. DMSO erfordert daher Spezialwissen.
  • Haiknorpel: Die Resultate bei Verschleißgicht variieren sehr von Person zu Person. Kann bei Gicht von Nutzen sein.
  • Glucosamin Sulfat: Hat bei abgeschlissenen Gelenkknorpel gute Resultate erzielt. Wird mindestens über 2 Monate eingenommen.
  • MSM (Methyl-sulfonyl-Methan): Ist ein Präparat aus organischem Schwefel, das vielversprechende Resultate bei Gicht erzielt hat.
  • SOD (Super Oxid Dismutase): Wurde als direkte Injektion in die angegriffenen Gelenke mit Erfolg angewandt. Die Wirkung als Nahrungsmittelergänzung ist unbekannt.

Konventionelle Behandlung
Wenn Medizin notwendig ist, bevorzugt man es nun seit vielen Jahren mit Gichtmittel des Typs Typenibuprofen (NSAID-Stoffe) zu beginnen. Sie lindern die Schmerzen, da sie sowohl eine allgemeine schmerzstillende Wirkung und eine unterdrückende Wirkung bei entzündungs-ähnlichen Veränderungen, die Schmerzen verursachen, haben.

Das Problem ist bloß, dass diese Stoffe eine Reihe von schweren Nebenwirkungen haben können, speziell bei älteren Menschen. Sie erhöhen das Risiko für Magen- und Darmgeschwüren und für Blutungen aus eben diesen Geschwüren. sie können die Nieren schädigen, das Immunsystem schwächen und die Leber belasten. Außerdem können sie, indem sie die Schmerzen entfernen oder unterdrücken, dem Patienten die Motivation nehmen, selbst etwas gegen die Verschleißgicht zu unternehmen. Zusammen mit anderen Arten von Medizin, z.b. einigen Tabletten gegen Diabetes, konkurrieren sie darum die Leber abzubauen, was zu einer starken Wirkung von beiden Stoffen führen kann (Interaktion).

Es ist auch begrenzt, wie viel besser ihre Wirkung ist, als die der gewöhnlichen schmerzstillenden Tabletten, wie beispielsweise Paracetamol. Es sind auch einige dieser NSAID-Stoffe, die den Abbau des Knorpels in den Gelenken steigern, was sie noch weiter problematisch bei Verschleißgicht erscheinen lässt, bei der es ja genau darum geht, den Knorpel zu schützen und zu nähren.

Um dem Knorpel zu helfen, kann man Hyaluronsäure direkt in die betroffenen Gelenke einspritzen, ein mal die Woche während 3-5 Wochen. Man kann Verschleißgicht auch äußerlich behandeln. Mit einem ausgezeichneten Effekt. NSAID-Stoffe werden z.b. dazu angewandt, um damit die Gelenke einzureiben.

Kurvorschlag
Falls Sie sich von all den Produkten, die Sie anwenden können, überwältigt fühlen, ist hier ein Vorschlag:

Multivitamin-Mineralien:"Vital Internal Protection III, VIP III"
Dosierung: 6 Tabl. tgl. Nehmen Sie morgens und abends jeweils 3 Stk. zu einer Mahlzeit ein.
Fischöl: "Marine Fish Oil"
Dosierung: 3 Kapseln tgl. Auf Mahlzeiten verteilt.
Glukosamin: "Glucosamin + MSM Forte"
Dosierung: 3 Tabl. tgl. Auf Mahlzeiten verteilt.

Sollten die oben genannten Kurvorschläge nicht binnen 8-10 Wochen helfen, sollte man sich sichern, dass die Diagnose korrekt ist. Die Kur kann vorteilhaft mit anderen relevanten Gesundheitsprodukten ausgebaut werden, z.B. mit einem oder mehreren der folgenden Präparate:

  • Ingwer Ginger Root: Dosierung 2 Kapseln tgl.
  • Extra säureneutrales Vitamin C: Dosierung: Morgens und abends jeweils 1 g. Zu Mahlzeiten einzunehmen.
  • Bioflavonoide: Quercitin: Dosierung: 2 Kapseln tgl.
  • Gelbwurz: Turmeric: Dosering: 2 Kapseln tgl.
  • Chondroitinsulphat: Dosierung: 1000-1500 mg tgl.

Warnungen

Die Anwendung von Ginseng kann Entzündungszustände verstärken. Einige Patienten bekommen von Ginseng desweiteren psychische Unbalancen, und es kann bei Frauen vor den Wechseljahren ein hormonelles Ungleichgewicht verursachen.

Beachtungen

Schauen Sie eventuell auch unter Hormonstörungen, Übergewicht, Schilddrüsenleiden und Diabetes!

Relevante Artikeln