Asthma

Chronische Krankheit mit Anfällen von Atembeschwerden. Es können Husten und Schleimbildung entstehen, welche das Luftholen erschweren. Diese Anfälle können Angst oder Panik hervorrufen.

Asthma ist eine Überempfindlichkeitskrankheit, die durch Anfälle von Atemnot charakterisiert wird. Zwischen diesen Anfällen sind die Asthmatiker symptomfrei. Bei einem Asthmaanfall verengen sich die Bronchien aufgrund des Zusammenziehens der Muskulatur und aufgrund einer erhöhten Schleimbildung. Eben dieses ruft Husten und Atembeschwerden hervor. Diese Symptome können auch Angst herrufen.

Die Stoffe, die Allergiker nicht vertragen können, heißen Allergene. Das können außer den oben genannten auch noch bestimmte Nahrungsmittel wie z.B. Nüsse, Früchte, Schalentiere, Zusatzstoffe, Konserveirungsstoffe u.a. sein. Es können aber auch äußerliche Faktoren sein wie z.B. Rauchen oder passives Rauchen, Verschmutzung, Chemikalien, Wetter- und Temperaturwechsel. Weiterhin können auch hormonelle Schwingungen, Blutzuckerprobleme, Streß und physische Anstrengungen Asthmaanfälle auslösen.

Asthmasymptome beruhen darauf, daß die körpereigenen Immunzellen zu gewaltig reagieren, wenn sie auf ein Allergen treffen. Ca. 20 Sekunden nach einem solchen Treffen geben die Immunzellen Histamin und andere Stoffe frei. Es sind diese, die die wohlbekannten Symptome auslösen, die in der Einleitung beschrieben wurden. Unbehandeltes Asthma kann lebensgefährlich sein.

Asthma kann man mit jedem Alter bekommen, jedoch gibt es grosse regionale Unterschiede, was die Ausbreitung betrifft. Asthma tritt heutzutage doppelt so häufig auf wie vor 20 Jahren und die Tendenz ist steigend. Dasselbe gilt für die heftigeren Ausprägungen der Krankkheit mit schwereren Symptomen.

Rein statistisch ist Asthma:

  • Weiter verbreitet bei Kindern von Müttern, die während der Schwangerschaft Antibiotika einnehmen.
  • In den westlichen Ländern mit einem hohen hygienischen Standard weiter verbreitet
  • Weniger verbreitet bei Kindern von Bäuern, die Tiere haben
  • Weniger verbreitet bei jüngeren Geschwistern
  • Weniger verbreitet bei Familien, die einen Hund haben

Bei Kindern und Jugendlichen werden die Anfälle oft von Hausstaub, Tierhaaren, Pilzpartikeln oder Pollen ausgelöst. Kinder haben sich als besonders empfindlich auf Luftverschmutzung und hohen Ozonwerten gezeigt, worauf sie mit einer Verschlimmerung ihrer Symptome reagieren. Kinder die oft mit chlorhaltigem Schwimmbadwasser in Kontakt kommen, scheinen auch ein erhöhtes Risiko zu haben, Asthma zu entwickeln. Im Prinzip können jedoch alle möglichen verschiedenen Stoffe das Immunsystem zum Überreagieren bringen.

Forscher haben ein Gen auf Kromosom 12 gefunden, dass für die Entwicklung von Asthma disponiert. Hier spielen jedoch auch Umweltbedingte Faktoren eine Rolle.

Asthma kann in zwei Hauptkategorien eingeteilt werden:

Angeborenes Asthma ist hauptsächlich eine allergisch verursachte Krankheit. Dieser Typ ist am Bekanntesten und kann bei einem Hautarzt oder Allergiespezialisten näher untersucht werden. Der Arzt kann mit Hilfe eines Allergietestes auf der Haut herausfinden, auf welche Stoffe man allergisch reagiert.

Der andere Typ ist ein nicht-allergie verursachter, der jedoch chronische Atemwegsinfektionen auslösen kann, hervorgerufen durch Giftstoffe und Chemikalien und sogar durch heftige gefühlsmäßige Umwälzungen.

Asthma und Arzneimittela

Antibiotika
Seit den letzten Jahren wird mehr und mehr über den Zusammenhang von Asthma nach der Einnahme von Antibiotika berichtet. Auch das erhöhte Wachstum von Candida Pilzen nach einer Antibiotika-Kur wird lebhaft disskutiert. Es hat sich gezeigt, dass Kinder unter 12 Monaten, die mit Antibiotika behandelt wurden, ein doppelt so großes Risiko haben an Asthma zu erkranken. Bei Kindern die gar mehrmals Antibiotika bekommen, steigt das Risiko weiter. Breitbandantibiotika sind in dieser Verbindung schlimmer als Schmalspektrumantibiotika und Kinder die prädisponiert sind, sind häufinger betroffen, als die nicht-prädisponierten Kinder.

Paracetamol
Es scheint einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Asthma bei Kindern und Erwachsenen und einer vermehrten Einnahme von schmerzstillenden und fiebersenkenden Mitteln mit Paracetamol zu bestehen. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Paracetamol die Menge des entzündungshemmenden Stoffes Glutathion in der Lunge senkt, welcher die Lunge gegen Luftverunreinigungen schützt.

Impfung
Eine englische Untersuchung hat Zweifel über Keuchhustenimpfungen gesät, welche eine der Ursachen für Asthma bei Kindern ist. Diese Zweifel sind jedoch noch nicht bewiesen.

Sonstiges
Nahrungsmittel-Überempfindlichkeit scheint bei Asthma ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen und ist es immer wird in Betracht gezogen zu werden. Hier zeigen Erfahrungen, dass die Symptome unmittelbar oder verspätet vorkommen können, je nachdem um welches Nahrungsmittel es sich handelt. Typisch verursachen Nahrungsmittel wie Eier, Fisch, Schalentiere und Nüsse schnelle Reaktionen, während es Nahrungsmittel wie Milch, Schokolade, Weizen, Zitrusfrüchte und Farbstoffe verspätete Reaktionen hervorrufen.

Man meint, dass das unreife Immunsystem der Kinder während der frühen Kindheit regelmässige, milde Infektionen und Belastungen bedarf, die das Immunsystem insofern "codieren" können, dass es zukünftig auf Stoffe, die Asthma auslösen können, weder unter- noch überreagiert. Sowohl zu wenig als auch zu viele Allergene während der frühen Kindheit sind also schlecht.

Ein Teil der Asthmapatienten produziert zu wenig Magensäure. Darüberhinaus kann Undichte in der Magenschleimhaut auftreten, welche nicht oder nur teilweise abgebauter Nahrung die Fähigkeit gibt, direkt in die Blutbahn zu gelangen. Dies bringt mit sich, daß das Immunsystem überlastet wird und gegen die unverdauten und fremden Nahrungskomplexe fehlreagiert.

Empfehlungen

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Entfernen Sie oder vermeiden Sie so weit wie möglich die provozierenden Allergene aus der Umgebung. Für manche kann es notwendig sein, den Wohnsitz zu wechseln. Vermeiden Sie Tabakrauch, sowohl den eigenen als auch den anderer.

Verwenden Sie Paracetamol-Präparate mit Bedacht.

Essen Sie gesund mit frischem Obst und viel Gemüse - jeden Tag. Vermeiden Sie, wegen ihres hohen Inhalts an Omega 6-Fettsäuren, Samen und Nüsse zu essen. Leinsamen und Walnüsse enthalten jedoch Omega 3-Fettsäuren, die bei Asthma nützlich sind.Nehmen Sie nicht zu viel Salz zu sich. Folgende Untersuchungen haben gezeigt, daß eine Ernährungsänderung einen günstigen Effekt auf Asthma haben kann.

Eine Langzeituntersuchung des Effektes einer Veganer-Diät (keine tierischen Produkte) bei Asthmapatienten hat bei 92% der 25 Personen, die an dem Versuch teilnahmen, eine Verbesserung der Symptome mit sich gebracht. Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Äpfel, Zitrusfrüchte, Kaffee, gewöhlicher Tee, Schokolade, Zucker und Salz wurden von der Kost ausgeschlossen. Kräutergewürze waren zugelassen. Kartoffeln und Kornprodukte wurden entweder ausgeschossen oder in kleinen Mengen zugelassen. Die Versuchspersonen bekamen Kräutertee und reines Wasser zu trinken.

Eine entsprechende Kur sollte mindestens 4 Monate verfolgt werden, bevor man erkennen kann, ob die Kur hilft. Fisch wie Lachs, Makrele, Sild und schwarzer Heilbutt sind aufgrund ihres Inhaltes an Omega 3 Ölen nützlich.

Supplieren Sie desweiteren mit empfohlenen Kräutern. Trinken Sie evt. jeden Tag grünen Tee, dieser stärkt und hat einen hohen Gehalt an Antioxidanten.

In vielen Fällen ist es eine gute Idee sich mit einem Ernährungstherapeuten zu verbünden, der eventuelle Problemnahrungsmittel identifizieren kann und ein individuell angepasstes Kostprogram erstellen kann.

Treiben Sie in 3 Stunden nach den Mahlzeiten keinen Sport. Treiben Sie keinen harten Sport (Leistungssport). Nehmen Sie 1 g Vitamin C bevor Sie Sport treiben. Schwimmen ist ein guter Sport für Asthmatiker.

Stärken Sie Ihr Immunsystem. Zonentherapie, Akupunktur oder andere Therapieformen, die das Immunsystem stärken, können wärmstens empfohlen werden.

Hilfreiche Vitamine und Mineralstoffe:

Nehmen Sie als erstes immer ein Basis-Mulitvitamin-Mineral-Präperat und ergänzen Sie erst bei erhöhtem Bedarf mit bestimmten Vitaminen oder Mineralen.

  • Vitamin B6: setzt die Häufigkeit und Stärke der Asthmaanfälle herab. Asthmatiker haben außerdem oft einen Mangel an Mangan.
  • Vitamin C: Bei akuten Anfällen können bis zu 10g oder bis zur Durchfallgrenze Vitamin C eingenommen werden.
  • Magnesium: wirkt bronchienerweiternd. Versuche haben gezeigt, dass Teenager, die täglich bis zu 300 mg Magnesium einnahmen, weniger Anfälle bekamen. Magnesium kann evtl. parallel mit der Medizin eingenommen werden. Der Effekt sollte nach einigen Monaten beurteilt werden. Erwachsene können vorteilhaft die doppelte Menge einnehmen.

Nützliche Kräuter:

  • Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara): Wird angewandt um Asthma und chronische Bronchitis zu lindern.
  • Brennnessel (Urtica dioica): Tee wirkt reinigend.
  • Ginseng (Panax ginseng): Tierversuche deuten darauf hin, dass ein Zuschuss einen nützlichen Effekt auf die Gewebeschäden in der Lunge hat, die bei Asthmatikern auftreten.
  • Knoblauch (Allium sativum): Stimuliert das Immunsystem.
  • Oregano (Origanum vulgare): Ist wirksam bei Asthma und Bronchitis.
  • Thymian (Thymus vulgaris): Ist kräftig bakterienhemmend und wirkt stärkend - auch gut gegen Heuschnupfen - speziell bei Kindern.

Warnungen

Asthmapatienten ziehen selten Nutzen aus Echinacea-Präparaten, da diese die Balnace zwischen zyklischem AMP und GMP verrücken können.

Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara) ist in zu großen Dosen giftig. Sollte deshalb nicht ohne Beratung eines kundigen Kräuterspezialisten eingenommen werden.

Schwangere und Stillende sollten nicht über 6.000 - 8.000 i.e. Vitamin A täglich einnehmen.

Beachtungen

Siehe auch Allergie, Bronchitis, Nahrungsmittelallergie, Nahrungsmittelintoleranz, Husten und Heuschnupfen.

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