Chronisches Müdigkeitssyndrom - CFS

Ein Zustand schwerer und langwieriger Müdigkeit oder Mattheit, welcher sich durch Ruhe nicht bessert und keiner anderen Krankheit zugeschrieben werden kann.

Das chronische Müdigkeitssyndrom oder CFS, welches die englische Abkürzung ist, ist ein Komplex aus Symptomen, die erst in der jüngeren Zeit die Bezeichnung Chronisches Müdigkeitssyndrom bekommen haben. Die Krankheit wird jedoch nicht als eine neue Krankheit betrachtet, weil entsprechende Symptome bis in die 1860'er Jahre zurückverfolgt werden können. Die Definition dieser Krankheit wird immernoch diskutiert, wobei es verschiedene Varianten gibt. Die englischen und australischen Kriterien für CFS sind weniger streng als die amerikanischen und neue Forschungsresultate werden gegenwärtige Formulierungen revidieren können.

Das Problem mit der Müdigkeit ist, dass diese ein fester Begleiter einer Masse von Leiden ist. Alle, die schon einmal krank waren wissen, dass das Energieniveau nicht besonders hoch ist. Die Diagnose "Chronisches Müsigkeitssyndrom" wird erst nach umfassenden klinischen Tests gestellt, die bekannte Erklärungen der Symptome ausschließen sollen. Personen mit CFS sind jedoch nicht im üblichen Sinne müde.

CFS wird als unerklärliche, anhaltende oder wiederkehrende Erschöpfung definiert, der nicht durch Ausruhen Abhilfe geleistet werden kann und die das Vermögen der Person bei der Arbeit, Ausbildung und in sozialen und persönlichen Aktivitäten reduziert.

Durch die sehr restriktive Definition von CFS müssen vier aus den folgenden Symptomen bis auf weiteres erfüllt sein, um als CFS-Patient diagnostiziert zu werden:

Eine wesentliche Einschränkung des Kurzzeitgedächtnisses oder der Konzentrationsfähigkeit, Halsschmerzen, schmerzende Lymphknoten, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen ohne Schwellungen und Rötungen, Kopfschmerzen von unbekannter Art, verändertem Muster oder Heftigkeitsgrad, Schlaf, welcher nicht erquickend wirkt und Unpäßlichkeit nach Bewegung, welche nach 24 Stunden immernoch nicht verschwunden ist. Diese Symptome sollen präsent gewesen sein oder im Laufe der letzten 6 Monate oder länger stetig wieder aufgetreten sein. Sie sollen nicht dagewesen sein, bevor die Müdigkeit bekommen hat.

Als weitere Symptome können leichtes Fieber von ca. 38 Grad, Schwachheit in den Muskeln, gestörter Tagesrhythmus, Lichtüberempfindlichkeit, Gereiztheit und Depressionen genannt werden.

Es ist unklar, warum, aber das CFS Syndrom wird meist bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren beobachtet.

Heutzutage glaubt man, dass die Krankheit multifaktoriell ist.Das bedeutet, dass diese mehrere Ursachen hat. Eine Virusinfektion ist lange unter Verdacht gewesen, einer dieser Faktoren zu sein. Hierbei dreht es sich besonders um einen Epstein-Barr Virus, welcher zur Herpes-Familie, doch auch andere Mikroorganismen können Auslöser des CFS sein. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass alle diese Organismen für ihre Fähigkeit bekann sind, sich im Körper des Betroffenen ein ganzes Leben lang versteckt zu halten.Sollte das Immunsystem dann durch eine andere Ursache geschwächt werden, breiten sie sich aus und lösen Symptome aus.
Es sind verschieden anormale Zustände im Gehirn gefunden: u.a. ein niedriges Cortisolniveau und ein anormaler Phospholipid-Metabolismus.

Es sind mehrere Fällen von Salzmangel bei Patienten mit CFS aufgetreten. Wahrscheinlich als Folge einer Überreaktion auf Kampagnen gegen die Einnahme von zuviel Salz, haben manche Patienten vergessegn, dass Salz eine lebensnotwendige Substanz ist, die unentbehrlich für das Funktionieren und Überleben des Körpers ist.

Ein Lebenswandel, bei dem die Menschen in einem zu hohen Maß Salz und gesalzene Nahrungsmittel vermeiden, kann zu CFS-ähnlichen Symptomen führen.

In einer Gruppe von 34 Patienten, in welcher alle mit CFS diagnostiziert wurden vor dem Hintergrund der CDC-Kriterien, zeigten 61% bei klinischen Standardtests einen neural bedingten niedrigen Blutdruck = Natriummangel - also: Salzmangel. Die betroffenen Patienten bestätigten in einem Interview, dass sie stets versuchten, Salz und salzhaltige Nahrungsmittel zu umgehen.

Im Großen und Ganzen sind sich alle darüber einig, dass das Immunsystem durch CFS beeinflusst wird. Die Anzahl eines Types der weißen Blutkörperchen, genannt NK-Zellen, ist erhöht. In vielen Fällen wird ein herabgesetztes Antistoffniveau und Lymphozyten-Aktivität beobachtet.

Andere Untersuchungen haben auf Entzündungenin den Nervenbahnen hingedeutet, möglicherweise als Folge einer Autoimmunen Krankheit (siehe ebenda) oder aufgrund chemischer Einflüsse, Stress oder genetischer Veranlagung.

Im übrigen hat CFS viele gemeinsame Symptome mit Fibromyalgie, mutichemischer Überempfindlichkeit (Geruchs- und Chemikalienüberempfindlichkeit/MCS) und dem Golfkriegssyndrom.

Von den Symptomen von CFS wird vermutet, dass diese sich mit den Jahren lindern, auch wenn es keine Sicherheit auf eine vollständige Heilung gibt.

Empfehlungen

Allgemeine Ratschläge für einen krankheitsvorbeugenden Lebensstil finden Sie forlgendem Artikel: Allgemeine Ernährungsratschläge für Kranke und Gesunde.

Kann man eine Kur für eine Krankheit erteilen, dessen Ursache unbekannt ist? Dies ist wohl möglich, solange die Empfehlungen ohne Nebenwirkungen sind, allgemein der Gesundheit helfen und in manchen Fällen sich durch frühere Anwendungen bei ähnlichen Symptomen bewährt haben.

Grundlage eines starken Immunsystems ist das gesunde Essen. Vermeiden Sie Junk Food, Zucker, leere Kalorien, Kaffee und Alkohol. Essen Sie abwechslungsreich mit einer Menge frischem Gemüse. Sorgen Sie dafür, dass Sie 2-3 Gramm Salz am Tage einnehmen. Essen Sie viele frische Früchte, soweit Sie nicht an Candidiasis leiden (siehe ebenda). Supplieren Sie mit immunregulierenden Kräutern. Trinken Sie reines Wasser, mindestens 1½ Liter am Tage. Trinken Sie auch verdünnten Gemüsesaft und Kräutertees.

Manuelle Therapieformen, wie z.B. Zonentherapie, Akupunktur und Wechselbäder, können ebenfalls empfohlen werden, Saunieren wird jedoch nicht emphohlen. Schrauben Sie ihr Stressneveau herunter. Stress verschlimmert alle Symptome und verursacht den Ausbruch von latenten Virusinfektionen im Körper. Bewegen Sie sich regelmäßig!

Ein täglicher Zuschuss an Vitaminen und Mineralien und speziell essenziellen Fettsäuren in großen Dosen ist bei CFS von hoher Bedeutung.

Die Aminosäure Lysin verbessert das Immunsystem, ist gut bei Virusinfektionen, erhöht die Energieproduktion sowie die Produktion von Hormonenn Enzymen und Antistoffen.

Personen, die kein Deodorant vertragen, können anstellen diesen Natron benutzen, welches nach dem Waschen auf die feuchte Haut aufegtragen wird. Auch ist es möglich, mit Natron Wäsche zu waschen, sauber zu machen und Zähne zu putzen.

NADH: Dosierung 10 mg tgl. mit reichlich Flüssigkeit.

Thymian-Extrakt hat sich bewährt, einen guten Effekt zu zeigen: Dosierung 750 mg tgl.

Relevante Kräuter:

  • Astragel Astragalus radix stärkt die allgemeine Widerstandskraft.
  • Kanadischer Gelbwurz Hydrastis canadensis ist gut beiEpstein Barr-verwandten Viren.
  • Echinacea purpurea (Sonnenhut) istimmunstärkend.
  • Indigo Baptisia tinctoria stimuliert das Immunsystem und ist gut gegen Infektionen.
  • Kermesbeere Phytolacca decandra - americana stärkt das Lymphsystem, gut gegen Virusinfektionen.
  • Süßholz Glycyrrihza glabra hemmt Entzündungen, istbakterien- und virushemmend. Erhöht die Wirkung des körpereigenen Cortisol.
  • Ligusticum porteri ist gut bei Virusinfektionen.
  • Lomatium dissectum ist nützlich bei und gegen Virusinfektionen.
  • Taigawurzel, (Sibirischer Ginseng), Eleutherococcus senticosus ist immunstimulierend, gut gegen Stress, Mattheit, Schalflosigkeit und milde Depressionen.
  • Shiitake (Pilze), Lentinus edodes erhöht die allgemeine Widerstandskraft des Körper.

Die essenziellen Fettsäuren betreffend (EFA):

Omega 3 Fettsäuren bekommt man aus Kürbiskernen, Weizenkeimen, Leinsamen und Leinsamenöl, Dorschlebertran, fettem Fisch und Fischöl, Portulak, Raps, grüne Gemüse, Sesamsamen und Öl, Soja und Walnüsse.
1 Eßlöffel Dorschlebertran tgl. oder ein Teelöffel gemahlene Leinsamen oder Walnußöl jeden Morgen ist billiger als Fischölkapslen. Ergänzen Sie das Leinsamenöl evt. mit einige Kapslen Vitamin E um eine Verranzung vorzubeugen.

Omega-6 Fettsäuren (GLA) bekommt amn aus Nüseen, Mandeln, Borresch, kaltgepresstem Mais-, Raps-, Sesam-, Johannisbeer-, Kürbiskern-, Distel- und Nachtkerzenöl sowie Samen.

Warnungen

Das chronische Müdigkeitssyndrom sollte von einem Arzt untersucht werden, bevor man mit einer Eigenbehandlung beginnt. Indigo Baptisia tinctoria ist in großen Dosen giftig. Die Kermeswurzel Phytolacca decandra, - americana sind in hohen Dosierungen giftig. Ligusticum porteri und Lomatium dissectum können beide über längeren Gebrauch zu Lichtüberempfindlichkeit führen.

Beachtungen

Siehe auch Fibromyalgie, Chemische Intoleranz und Stress.

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