Gutartige Tumore - Knoten in der Brust

Sind nicht immer als Symptom zu interpretieren. Oft bei Frauen mit prämenstruellem Syndrom zu sehen. Sie sind nicht unbedingt ein frühes Anzeichen für Krebs, können aber Indikatoren für Hormonstörungen und ein unzweckmässigen Lebensstil sein.

Auch fibrozystisches Brustleiden genannt. Veränderungen in dem Bindegewebe der Brust, die Verdichtungen oder kleine, schmerzhafte Knoten bilden, welche in den Teilen der weiblichen Brust entstehen, die nicht aktiv zur Milchproduktion beitragen.

Gewebeverdichtungen entstehen bei vielen Frauen als Teil des natürlichen Aufbaus der Brust, da die weibliche Brust in hohem Maße von Geschlechtshormonen beeinflusst wird. Dies verändert im Zusammenhang mit der Periode und einer Schwangerschaft manchmal die Form und Konsistenz der Brüste.

Die meisten Frauen haben es wahrscheinlich probiert, ein paar Tage vor der Regel schmerzende und angespannte Brüste zu haben. Einige merken darüber hinaus einige Tage vor der Menstruation eine knotenartige Verdichtung des Brustgewebes, die kurz danach wieder verschwinden.

Angespannte und schmerzende Brüste sind ein wiederkehrendes Symptom beim Prämenstruellen Syndrom (PMS), und Verdichtungen und wirkliche Knoten im Brustgewebe entstehen auch zumeist bei Frauen mit PMS. Physische Veränderungen in der Brust sind auf Veränderungen des Hormongleichgewichts zurückzuführen, z.B. erhöhtes Östrogen im Verhältnis zu Progesteron. Auch ein erhöhter Prolactinspiegel kann einen Einfluss auf Brustknoten haben.

Viele Frauen haben einen Rand von festem Gewebe, das unter der Brustfalte die Brust stützt. Dies ist vollkommen normal. Ein Knoten kann auf einem Ödem aus Zysten, einem gutartigem Tumor aus verdichtetem Gewebe oder einer Vergrößerung der Milchdrüsen (Fibroadenose) beruhen, welches normalerweise kein Anlass zur Sorge sein muss.

Wächst ein Brustknoten oder entsteht ein neuer, muss man besonders aufmerksam sein, weil dieses auf folgendes zurückzuführen sein kann: Ein Brustabzess - eine Entzündung der Brustdrüse aufgrund von Bakterien in den Milchdrüsen - ein gutartiger Tumor, eine Infektion oder vielleicht sogar ein bösartiger Tumor.

Die Verdauung spielt eine wichtige Rolle dafür, ob sich bei Frauen Brustknoten bilden. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass Frauen, die weniger als dreimal in der Woche Stuhlgang haben, einem größeren Risiko ausgesetzt sind Brustknoten zu entwickeln, als Frauen die täglich Stuhlgang haben. Ein stressiges Dasein führt oftmals eine geringere Nahrungsqualität sowie ein reduziertes Verdauungsvermögen mit sich. Ergo gibt es gute Gründe dafür zu sorgen sich genügend Zeit zu nehmen, um ordentlich auf die Toilette zu gehen.

Man hat auch einen Zusammenhang zwischen Veränderungen im Stresshormon Adrenalin und der Verdichtung des Brustgewebes nachgewiesen. Das bedeutet, dass verschiedene Stresszustände einen direkten Einfluss auf die Bildung von Brustknoten hat.

Ein Zusammenhang zwischen Brustknoten und Mangel an Vitamin A und E sowie Mangel an Jod und Schildrüsenhormonen. Der allgemeine Zustand der Leber ist wichtig für das Östrogengleichgewicht im Körper, zumal es die Aufgabe der Leber ist ausgediente Östrogene auszuscheiden. Um dies zu tun, benötigt die Leber Vitamin B6 und andere B-Vitamine; und sie darf nicht von zu vielen Giftstoffen auf einmal belastet sein.

Forschungen haben ergeben, dass Frauen die Entwicklung von gutartigen Brustknoten hemmen können, indem Sie in ihrer Ernährung viel Kohl eingehen lassen, zumal Kohl den Stoffwechsel so beeinflusst, dass der Östrogenüberschuss, der Brustknoten verschlimmert, scneller wegtransportiert wird.

Forschungsergebnisse weisen auf eine mögliche Verbindung zwischen Koffein hin. Koffein gehört zu den Stoffen (Thobromine/Methylxanthine), die eine Überproduktion von Bindegewebe und Zystenflüssigkeit herbeiführt. Untersuchungen zeigen jedoch, dass Frauen sehr unterschiedlich auf Methylxanthine reagiern, welches die Ursache dafür sein kann, dass Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet verschieden ausgefallen sind. Methylxanthine gibt es auch in schwarzem Tee, Cola, Schokolade und koffeinhaltiger Medizin.

Ein Großteil der Frauen mit Brustknoten, die die Einnahme von schwarzem Tee, Cola, Schokolade und koffeinhaltiger Medizin reduzieren oder gar einstellen, werden faktisch eine Verbesserung ihres Zustands erleben, weshalb es eine gute Idee sein kann, in einer Periode auf die Einnahme dieser Genussmittel zu beschränken.

Empfehlungen

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Ausgenommen eines fibrozystischen Brustleidens ohne PMS-symptome, sind die Empfehlungen unter PMS, Prämenstruelles Syndrom vorteilsweise zu folgen.

Es ist eine gute Idee, cirka fünf Tage nachdem die Menstruation angefangen hat, eine Selbstuntersuchung seiner Brüste vorzunehmen, um eventuelle Veränderungen festzustellen. Es kann leichter sein sich selbst zu untersuchen, wenn man ein Bad nimmt, und sich sowieso einseift.
Bei der Selbstuntersuchung muss man auf folgendes aufmerksam sein:

  • Brustknoten, die sich früh im Menstruationzyklus zeigen, aber nicht verschwinden.
  • Veränderungen in der Form oder Größe der Brust.
  • Vertiefungen oder Falten in der Brustform.
  • Neue Schmerzen oder Unwohlsein.
  • Ein Einziehen oder eine Verzerrung der Brustwarze.
  • Ausfluss aus der Brustwarze in Form von klarer Flüssigkeit oder Blut.

Entdeckt man einen neuen Knoten, oder ist ein Knoten gewachsen, sollte man sich untersuchen lassen.

Zur Vorbeugung empfiehlt sich:

  • Eine vorwiegend vegetarische Kost zu essen, bestehend aus ganzen Körnern, Hülsenfrüchten, Obst, Nüssen, Samen und Gemüse - besonders Kohl, Blumenkohl und Broccoli.
  • Ballaststoffreich essen, um einer trägen Verdauung und Verstopfung vorzubeugen.
  • Die Einnahme von tierischen Fetten und Salz zu reduzieren, sowie dafür zu sorgen genügend essenzielle Fettsäuren zu bekommen.
  • Täglich 2 Liter Wasser zu trinken.
  • Sport zu treiben, um Stress und eine schlechte Verdauung vorzubeugen.
  • Für reichlich Vitamine und Mineralien in Form von extra Vitamin- und Mineralzuschüssen zu sorgen. Siehe unten.

Es empfiehlt sich folgendes zu vermeiden:

  • Rauchen - aktiv wie passiv.
  • Unter- und Übergewicht.
  • Ein stressreiches Dasein.
  • Von aussen stammende Östrogene, z.B. von der Pille und Fleisch, wo die Tiere
  • Wachstumshormone bekommen haben.
  • KoffeinhaltigeMedizin.
  • Kaffee, schwarzer Tee, Cola und Schokolade - bis fibrozystische Symptome
  • wesentlich zurückgegangen sind.

Man kann durch tragen eines stützenden BHs, der keineswegs zu klein oder stramm sein darf, Spannungen und Schmerzen in der Brust reduzieren oder lindern. Für einige tut es gut, abends und am Wochenende keinen BH zu tragen, da es wunde Brüste geben kann, zu lange einen BH zu tragen. Wenn man große Brüste hat, kann es gut tun auch beim Schlafen einen BH zu tragen.

Relevante Reformkost:


Mineralien:

  • Jod (Caseinat oder flüssig): Täglich 70 - 90 Mikrogramm pro Kg. Körpergewicht. Ist u.a. aus Algen zu bekommen - wird sowohl vorbeugend als behandelnd benutzt.

 

Nützliche Kräuter:

  • Bocksdorn, Lycium chinense.
  • Eine Mischung aus Bockshorn und Leinsamen (jeweils 1 TL), die in einer Schale mit etwas kochendem Wasserübergossen und morgens getrunken werden,fördern einen regelmässigen Stuhlgang.
  • Hasenohr, Bupleurum chinense - um die Leberfunktionen zu verbessern.
  • Nachtkerze, Oenothera biennis.
  • Mariendistel, Carduus marianus - um die Leberfunktion zu verbessern.
  • Algen, Fucus vesiculosus (sowie Kelp, Laminaria) enthalten Jod und viele andere Mineralien und Spurenelemte.
  • Frauenflachs, Linaria vulgaris - bei chronischer Verstopfung.
  • Schisandra, Schisandra chinensis (Wu wei zi).

Sonstiges:

  • Schilddrüsenhormonzuschuss.
  • Milchsäurebakterien, Lactobacillus acidophilus zu allen Mahlzeiten gibt eine gesunde Darmflora.
  • Nachtkerzenöl ist bei Brustspannungen und prämenstruellen Leiden nützlich.

Warnungen

Falls vorhandene Knoten wachsen oder neue entstehen, sollte man einen Arzt konsultieren; gleichgültig ob die Brust schmerzt oder nicht.

Beachtungen

Siehe auch PMS, Prämenstruelles Syndrom, Menstruationsprobleme und Wechseljahre.

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