Herz-Kreislauferkrankungen

Herz-Kreislaufkrankheiten sind die häufigste Todesursache in den Industrieländern. Ein vorbeugender Lebensstil und evt. EDTA-Behandlung ist der Weg in die Zukunft. Kurz über Verkalkung, Angina pectoris, Apoplexie, Blutpfropf, AMI u.a.

Der Kreislauf besteht aus dem Herzen und den damit verbundenen Adern, auch Blutgefäße genannt. Das Herz ist ein faustgroßer Muskel, der in der Mitte der Brust zwischen den Lungenflügeln angebracht ist.

Das sauerstofffreie Blut aus dem Körper gelangt in die rechte Hälfte des Herzens, von wo aus es zur Lunge gepumpt wird, um Sauerstoff aufzunehmen. Die linke Herzhälfte bekommt das Blut von der Lunge zurück, und pumpt es in den Körper in ständig feinere Blutgefäße, wo das Blut sein lebenswichtigen Funktionen ausübt: Sauerstoff und Nährstoffe werden an die Zellen und Abfallstoffe vom Stoffwechsel an das Blut abgegeben. Das sauerstofffreie Blut kehrt hiernach durch die Venen zurück zum Herzen.

Die Blutgefäße, die das Blut vom Herzen weg transportieren heißen Arterien, jene, die es zurück befördern, nennt man Venen.

Das Blut besteht aus roten Blutkörperchen, die Sauerstoff und Kohlendioxid transportieren, aus weißen Blutkörperchen, die einen Teil unserer Immunabwehr bilden, Blutplättchen, die die Blutgerinnung steuern, sowie Blutplasma, das aus Wasser, Proteinen und Salzen besteht. Überdies transportiert das Blut Hormone, Enzyme, Antistoffe, Cholesterin u.a.

Die Symptome einer Herzkrankheit können sehr furchteinflössend sein.

Verkalkung
In diesem Zusammenhang: Arterienverkalkung, die mit einer Beschädigung der Gefäßwand beginnt. Die Blutplättchen füllen die beschädigte Stelle und bewirken, dass weiße Blutkörperchen, LDL-Cholesterin, Kalzium und Fett sich in der Gefäßwand ablagern.

Je nach der Menge von schützenden Antioxidanten und anderen Faktoren kann der Verkalkungsprozess sich entweder zum besseren wenden oder verschlimmern. Wenn die Ablagerung jedoch bis an den Punkt gelangt ist, wo das Gefäss völlig blockiert ist, kommt es zu einem sogenannten Blutpfropf. Die Symptome sind davon abhängig, welches Gewebe das Blutgefäß mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt hat, da dieses abstirbt.

Angina pectoris
Bedeutet Herzkrampf. Dieser ist von drückenden, in Anfällen auftretenen Brustschmerzen, die meistens in den linken Arm aber auch andererorts ausstrahlen, geprägt. Ein akuter Anfall wird häufig von Stress, Anstrengung, einer größeren Mahlzeit oder Kälte ausgelöst. Angina pectoris ist ein Zeichen für Krankheit und Sauerstoffmangel im Herzen, die am häufigsten auf eine Verkalkung der Herz-Kranzarterien zurückzuführen ist. Das Risiko dieser Anfälle, die in der Regel einige Minuten dauern, steigt mit dem Alter.

Akuter Herzinfarkt
Bedeutet ein plötzlich entstandener Blutpfropf im Herz.
Aufgrund der Pumpfunktion des Herzens muss dessen eigenes Muskelgewebe auch mit sauer- und nährstoffhaltigem Blut versorgt werden. Eine Blockierung eines Blutgefäßes, welches das Herz mit Blut versorgt, bewirkt, dass Teile des Muskelgewebes des Herzen sterben. Die Symptome eines Blutpfropfs im Herzen sind Schmerzen hinter dem Brustbein, die meistens in den linken Arm aber auch andererorts ausstrahlen können.

Ein vorrausgehende Zeichen können auch Brustschmerzen über mehrere Minuten sein.
Die Betroffenen können einige, oder alle der folgenden Symptome haben: Atembeschwerden, Blässe, Übelkeit, Schwindel und Schwitzen.

Bei Frauen löst ein solcher Herzanfall jedoch häufiger Schwindel und Atemnot aus als Brustschmerzen. Man kann in schweren Fällen bei einem Anfall das Bewusstsein verlieren.
Spätfolgen eines Herzinfarkts können Müdigkeit und Bedrücktheit sein.

Herzrhythmusstörungen
Diese können vorübegehend oder permament auftreten. Sie können durch einen Herzklappenfehler oder Fehler im Erregungsleitungssystem hervorgerufen werden. Auch können sie durch die Aufnahme von zu viel Omega-6-Fettsäure im Verhältnis zu Omega-3-Fettsäuren auftreten.

Extrasystolen: Herzschläge, die zusätzlich zum normalen Rhythmus auftreten. Dieses Phänomen kann von einzelnen Menschen unterschiedlich erlebt werden. Bei einigen kann es schon durch Kaffee, Nikotin oder Alkohol hervorgerufen werden.

Apoplexie (im Gehirn)
Zu Deutsch Schlaganfall. Apoplexie ist ein Sammelbegriff für eine plötzlich entstandene, unterbrochene Blutversorgung an das Gehirn. Dies kann folgendermaßen passieren: wenn im Gehirn ein Blutpfropf entsteht, wenn sich irgendwo im Körper ein Blutpfropf löst und im Gehirn verkeilt, oder bei einer Gehirnblutung, wo eine Arterie platzt. In diesen Fällen gilt wie bei einer Verkaltung dass das zu versorgende Gehirngewebe abstirbt.

Die Symptome eines Schlaganfalls stehen im Verhältnis zum Umfang des Schadens. Im schlimmsten Fall verliert man das Bewusstsein und stirbt nach einiger Zeit. Bei geringfügigeren Schäden erscheinen die Symptome nach und nach, aber nach einem akuten Anfall können Arme, Beine oder eine ganze Körperhälfte gelähmt sein. Nach einer längeren Rehabilitierung kann dies jedoch behoben werden.

Eine Voraussetzung dafür, dass man sich von einem Schlaganfall erholt, ohne bleibende Schäden davon zu tragen, ist, dass intakte Gehirnzellen die Funktion der zerstörten übernehmen können. Eine kaliumreiche Ernährung reduziert das Risiko auf schwere Folgesymptome nach einem Schlaganfall.

Herzprobleme und Mundhygiene
In den letzten Jahren bemerkten Forscher einen Zusammenhang zwischen Mundbakterien und späteren Herzkrankheiten. Bakterien aus Karies und Zahnfleischentzündung können ins Blut übergehen und zum Beispiel Thrombosen hervorrufen oder die Herzklappen schädigen.

Es gibt außerdem Grund zur Annahme, da viele Bakterien und deren Giftstoffe in die Entwicklung von Arterienverkalkung eingreifen.

Empfehlungen

Allgemeine Ernährungsratschläge für Kranke und Gesunde sowie Ratschläge für einen krankheitsvorbeugenden Lebensstil finden Sie in der Bibliothek. Klicken Sie hier.

Es ist wichtig zu viel Stress aus dem Weg zu gehen, da dieser das Immunsystem und den Kreislauf belastet.

Sorgen Sie Ihr ganzes Leben lang für eine gute Mundhygiene.

Bei einer Arterienverkalkung und Folgeerscheinungen lautet die klügste Devise: Vorbeugen ist besser als Heilen. Essen Sie eine kaliumreiche Kost, d.h. frisches Obst und viel Gemüse. Sorgen Sie für tägliche Bewegung. Erwachsene sollten mindestens ½ Stunde täglich für Bewegung sorgen. Hören Sie mit dem Rauchen auf. Tabakrauchen, aktiv wie passiv, ist die größte Einzelursache für Arterienverkalkung.

Mittagsschlaf
Eine Untersuchung hat gezeigt, dass Erwerbstätige Männer das Risiko an Herzproblemen zu sterben um 64% reduzieren können, indem sie drei Mal in der Woche einen Mittagsschlaf von mindestens 30 Minuten machen. Rentner können ihr Risiko um 36% reduzieren. Die Ursache ist noch unklar.

Eisen
Wissenschaftliche Untersuchungen haben erwiesen, dass zu große Eisendepots gleich hinter Tabakrauchen das größte Risiko für die Bildung eines Blutpfropfs im Herzen ausmacht. Dieses Risiko ist bei menstruierenden Frauen gering; aber Männer, die z.B. viel Fleisch essen, können eine große Menge Depoteisen haben. Blutspenden ist eine gute und schnelle Methode um dem Abhilfe zu leisten.

Untersuchungen
Lassen Sie ihren Blutdruck untersuchen und, falls nötig, unter Kontrolle bringen.

Lassen Sie sich auf Diabetes und reduzierte Insulinempfindlichkeit untersuchen, da scheinbar ein Zusammenhang zwischen diesen Leiden und Blutpfropfbildung besteht.

Eine ärztliche Untersuchung, die das Niveau von Homocystein bzw. C-reaktivem Protein im Blut zeigt, gibt eine gute Indikation des akuten Risikos auf einen Herzanfall.

Günstige Nahrungsergänzungen

  • Antioxidanten: Sorgen Sie für einen täglichen Zuschuss von Antioxidanten, da sie die Gefäßwände gegen Verkalkung beschützen. Cholesterin ist lebenswichtig und an sich nicht gefährlich, es sei denn, es wird von freien Radikalen angegriffen.
  • Vitamin E: Eine ausreichende Vitamin E- Einnahme wirkt der Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen entgegen. Um die Krankheit zu heilen genügt ein Zuschuss jedoch leider nicht.
  • Magnesium: Ist zusammen mit Vitamin B6 einzunehmen - kann einen erhöhten Blutdruck senken und ist bei allen Herzkrankheiten besonders erforderlich.
  • Zink: Ist mit 1/10 Kupfer einzunehmen, um entgegenzuwirken, dass Zink Kupfer aus dem Körper verdrängt.
  • Q10: Personen mit einer Angina pectoris können vom Q10-Enzym nutzen tragen.
  • Knoblauch (Allium sativum): Verhindert das Zusammenballen von Blutplättchen und senkt den Blutdruck.
  • Ingwer (Zingiber officinalis): Verbessert die Blutzirkulation in den Beinen.
  • Ginkgo biloba:
  • Die Aminosäure Lysin: Zusammen mit Vitamin C eingenommen - wirkt Schädigungen der Gefäße entgegen, und beugt dadurch der Entwicklung von Gefäßverkalkung vor.
  • Lecithin: Normalisiert die Balance zwischen LDL- und HDL-Cholesterin. Ist in Verbindung mit einem B-Kompleks wichtig.

Ingwer gegen eine schlechte Blutzirkulation in den Beinen

  1. Füllen Sie eine Schüssel mit kochendem Wasser
  2. Fügen Sie nun eine Tasse frischen, geriebenen Ingwer hinzu (wenn das Wasser ein wenig abgekühlt ist)
  3. Wenn das Wasser eine angenehme Temperatur hat, stecken Sie Ihre Füsse hinein.
  4. Legen Sie die Beine hoch- nachdem Ihre Füsse warm und rot geworden sind.

EDTA
Einige Menschen leiden unter einer erblichen Veranlagung für Arterienverkalkung. Diese Menschen sollten besonders aufmerksam sein, einen Vorbeugenden Lebensstil einzuhalten. Ist die Gefäßwand jedoch erst von einer Verkalkung getroffen, können intravenöse EDTA-Behandlungen bei einem Spezialarzt von Nöten sein. Es gibt viele Beispiele dafür, dass Amputationen oder Bypass-operationen auf diese Weise hätten vermieden werden können.

Akuter Myokardinfarkt - AMI
Bei AMI ist es wichtig schleunigst ärztliche Hilfe zu bekommen. Ist man allein und fühlt, dass ein Herzanfall unterwegs ist, hat man womöglich nur wenige Sekunden zu reagieren bevor man das Bewusstsein verliert. Hier atmet man tief ein und hustet so kräftig, wie es überhaupt geht. Danach atmet man nochmals tief ein, gefolgt von einem kräftigen Husten. Jenes wiederholt man jede zweite Sekunde bis Hilfe kommt oder die Symptome vorübergegangen sind.

Herzrhythmusstörungen
Sollten unter allen Umständen von einem Arzt untersucht werden. Verringern Sie die Aufnahme von pflanzlichen Ölen. Essen Sie viel Fisch und / oder nehmen Sie täglich einen Zuschuss an Fischöl ein.

Warnungen

Vor einer Eigenbehandlung sollten diese Zustände von einem Arzt untersucht werden. Bei erhöhtem Blutdruck nimmt man langsam eskalierend Vitamin E in kleineren Dosen ein. Bei zu hohem Blutdruck und Vitamin E-einnahme sollte man seinen Blutdruck regelmässig messen lassen.

Beachtungen

Klicken Sie auch auf Angina pectoris, Blutpfropf, Koronartrombose und Arterienverkalkung.