Malaria

Parasiteninfektion die durch den Stich der Malariamücke übertragen wird. Malariaanfälle sind durch hohes Fieber, Schüttelfrost und Hitzewallungen gekennzeichnet. Ein Anfall kann von 8 Stunden bis zu 3 Tagen dauern, stets abhängig vom Parasitentyp.

Die Infektion wird durch vier verschiedene einzellige Parasitten (Plasmodien) verursacht, die, da sie von roten Blutkörperchen abhängig sind, vm Blut schmarotzen. Die Parasiten leben in den Därmen der Malariamücke und sie verbreiten sich via der weiblichen Mücken, die die Krankheiten auf Menschen übertragen, wenn sie stechen um Blut zu saugen. Sie spritzen ein Spucksekret, dass das Blut daran hindern soll zu gerinnen, und zusammen mit diesem werden die unentwickelten Parasiten (Sporozoitte) eingespritzt, die dann den Weg zur Leber finden, wo sie ihren Lebenszyklus fortsetzen.

Die Malariamücke Anopheles lebt in grossen Teilen des tropischen Afrika, Südamerika und Südostasien. Malaria breitet sich schnell aus, indem Mücken sich wieder anstecken, wenn sie parasitenverseuchtes Blut von kranken Menschen trinken. Die Mücke sticht meistens am Morgen und am Abend.

Malaria kann auch durch die Gebärmutter von Mutter, bei Bluttransfusionen und wenn mehrere Personen die gleiche Kanüle benutzen. Die vier Plasmoidentypen, die mit Malaria infizieren sind; Plasmodium vivax, P. ovale, P. malariae und P. falciparum. Es existieren drei Hauptarten von Malaria beim Menschen, wovon P. vivax und P. ovale die mildesten sind.

Die Parasiten leben weiter in der Leber des Infizierten indem sie sich vermehren und Gruppen bilden. Wenn die Gruppen auseinanderfallen, werden die Parasiten übers Blut in den ganzen Körper rausgelassen, wo sie ein rotes Blutkörperchen finden, in das sie dann eindringen. Im Blutkörperchen setzen die Parasiten ihre Vermehrung fort, und wenn genügend von ihnen da sind, wird das Blutkörperchen gesprengt und befreit so eine grosse Menge neuer Parasiten, die dann wieder ein rotes Blutkörperchen invadieren usw.

Malariaanfälle sind unterschiedlich, je nachdem mit welchem Parasitentyp man infiziert ist, und man ohne weiteres mit mehr als einem Typ infiziert sein. Man wird meistens 10-40 Tage nachdem man infiziert wurde krank, aber in seltenen Fällen kann bis zu ein Jahr verstreichen, bevor man Krankheitssymptome entwickelt.

Es entstehen periodische Fieberanfälle, die dadurch verursacht werden, dass die Parasiten sich in die Blutbahn bewegen und dort die roten Blutkörperchen angreifen, und viele rote Blutkörperchen zerplatzen gleichzeitig und entleeren eine grosse Menge Parasiten ins Blut. Die Symptome kommen zu dem Zeitpunkt, wo die Blutkörperchen zerstört werden, und danach nehmen sie wieder ab. Das nächste Mal wenn die Blutkörperchen invadiert werden, kehren Fieber und Schüttelfrost zurück, während sich gleichzeitig die Parasiten vermehren. Dieser Zyklus dauert 2-3 Tage, und die Stärke der Symptome hängt davon ab, wo im Blut man die Parasiten hat.

Ein milder Malariaanfall kan 6-8 Stunden andauern, ein schwerer 24 Stunden. Der Anfall beginnt mit schnell steigendem Fieber, dass im Verlauf einiger Stunden auf bis zu 40-41 Grad steigt. Der Erkrankte bekommt extreme Schüttelfrost während die Körpertemperatur ansteigt.
Es treten influenzaähnliche Symptome wie Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen in der Stirn, Muskelschmerzen und Diarrhoe auf, dem Erkrankten wird übel und möglicherweise führt es zum Erbrechen.

Die Temperatur verbleibt einige Stunden lang auf dem gleichen Niveau, während die Haut des Erkrankten heiss und trocken ist, und man bekommt grossen Durst und Kopfschmerzen. Zuletzt fällt die Temperatur sehr plötzlich, was starkes Schwitzen verursacht. Malaria wird auch das Kalte Fieber genannt, weil die Haut des Erkrankten kühl ist. Malariakranke Kinder bekommen ausschliesslich hohes Fieber und keine Schüttelfrost.

Das sehr hohe Fieber kann zu einer Art Umnebelung führen, zu Fieberkrämpfen und sogar zur Bewusstlosigkeit. Da eine grosse Menge Blutkörperchen zerstört wird, kann Blutmangel entstehen. Die Blutkörper klumpen sich zusammen und verstopfen die kleinen Blutgefässe, was die generelle Blutversorgung verringern kann. Schwere Nieren- und Hirnschäden, andere Organschäden und Gelbsucht sind Komplikationen der Malaria.

Malariaanfälle können so stark sein, dass sie lebensgefährlich werden können. Bei dem Typ P. falciparum werden alle Parasiten gleichzeitig aus der Leber herausgelassen, und sie invadieren ca. 1/3 aller roten Blutkörperchen, was zu konstanten Fieber führt. Plasmodium falciparum ist die gefährlichste Art, sie verläuft oft tödlich und ist häufig resistent gegenüber konventionellen Malariamitteln. Die drei anderen Malaria-Typen begnügen sich damit in die jüngsten bzw. die ältesten Blutkörperchen einzudringen, welches die Anzahl der infizierten Blutkörper im Verhältnis zu P. falciparum reduziert. Zudem können diese Formen leichter geheilt werden.

Malariamücken leben vorzugsweise in der Nähe von Seen, Sümpfen und Flüssen und man hat daher versucht die Krankheit auszurotten, indem man sumpfige Gebiete getrocknet hat. Die Häufigkeit der Krankheit wird unter anderen durch Berieselungsanlagen und Dämme gesteigert. Viele Malaria-Kampagnen sind fehlgeschlagen, da Malaria noch immer eine sehr gewöhnliche Krankheit in den tropischen und subtropischen Gebieten ist.

Mehr als 500 millionen Menschen bekommen schätzungsweise Malaria jedes Jahr, und ungefähr 5% sterben jedes Jahr an der Krankheit.

Die Behandlung von Malaria mit Kinin hat einige Nebenwirkungen, und viele Menschen vertragen den Wirkstoff nicht. Sowohl Malariamücken und Parasiten sind in vielen Gebieten resistent gegenüber Medizin und Insektengifte wie DDT.

Einige sind der Meinung, dass die globale Erwärmung mit dazu beiträgt, dass Malariamücken sich verbreiten - auch nach Europa. Der sich ausdehnende Tourismus stellt ebenfalls ein Problem dar. Viele Menschen im Westen sind infiziert, wenn sie von Reisen aus Afrika, Asien und Amerika zurückkehren. und viele Menschen im Westen sind in einem steigenden Grad von der Krankheit betroffen, weil die Malariamücke in den temperierten Teilen der Welt leben und sich vermehren kann - auch in Europa.

Empfehlungen

Die wichtigste Vorbeugung gegen Malaria ist es dafür zu sorgen nicht gestochen zu werden. Man kan tatsächlich - mit etwas Vorbereitung vor einer Reise - Verhaltensregel vornehmen, um nicht gestochen zu werden, indem man:

  • Vitamin B1: 500 - 800 mg tgl. 2 Wochen bevor man verreist zusammen mit starkem Vitamin B-Komplex - 500 mg werden vor der Reise eingenommen, und 800 mg während der Reise. Vitamin B1 wird über den Schweiss ausgestossen und riecht, in den angegebenen Dosierungen, stark mückenabweisend. Hat nur positive Nebenwirkungen wie mehr Energie und einen grösseren Tatendrang.
  • Ausserdem 1 Esslöffel Bockshornkleesamen täglich, da Mücken den Geruch von Curry nicht leiden können - stärkt die Leber und wirkt Infektionen entgegen.
  • Täglich Ingwer, dass auch Mücken verscheucht, essen.
  • Vermeiden Sie es stark zu schwitzen und "Käsefüße" zu bekommen, denn dies zieht Mücken an.
  • Vermeiden Sie es rote Kleidung zu tragen - Mücken werden dadurch angezogen.
  • Vermeiden Sie Parfüm und waschen Sie sich nicht mit parfümierter Seife - speziell am Abend, denn auch dies lockt Mücken an.
  • Verwenden Sie Kleidung, die Arme und Beine verdeckt, dünne Kleidung aus 100% Baumwolle, da man den Schweiss in Kunststoff oder Seide nicht loswerden kann. Man kann tagsüber in Sandalen gehen, man muss jedoch dafür sorgen, abends Schuhe und evt. dünne Wollstrümpfe am Abend.
  • Machen Sie ein Mückenöl aus Ölen, die Mückenabweisend sind, dass Sie dazu verwenden können ihre nackte Haut einzucremen.
  • Sich mit Basilikum einreiben, was gegen viele Insekten schützt.
  • Mit der Mückenöl-Mischung schlafen.
  • Unter einem Mückennetz schlafen, das übers Bett augehängt werden kann - evt. an einer Schnur, die man von der einen Seite des Raums zur anderen Seite spannt. Das Netz muss gross genug sein um unter die Matratze reichen zu können. Sie muss absolut dicht sein, um Insekten und Krabbeltiere abzuhalten, so dass man ungestört ohne Kleidung unter dem Netz schlafen kann was in warmen Ländern ein Vorteil ist.
  • Imprägnieren Sie das Mückennetz mit einer Zitronenöl-Mischung aus einer Sprayflasche oder kaufen Sie ein imprägniertes Mückennetz (für tropische Gebiete mit vielen Mücken. Mückennetze kann man in allen Freizeit- und Sportgeschäften kaufen.
  • Mit angezündetem Mückenlicht schlafen.
  • Hotelzimmer mit einem Ventilator an der Decke mieten, der vor dem Schlafengehen angezündet wird, da Mücken keinen Wind/Ventilator mögen. Zimmer mit einem Fächer können eher als Zimmer mit einer Air-Condition, die erstens lärmt und zweitens die Haut soweit abkühlt, dass man leichter erkältet wird, empfolen werden.
  • Imprägnieren Sie sowohl Kleidung, Schuhe und evt. Hand- und Fussbänder mit 200 ml Zitronenöl und etwas Spiritus in einem Verstäuber bei Reisen, Aufenthalten in den schlimmsten Malariagebieten. Die imprägnierten Gegenstände müssen trocken sein und werden daher am besten in einer geschlossenen Plastiktüte, die die Wirkstoffe konserviert, aufbewahrt.

Mücken verabscheuen alles, was nach Zitrone riecht. Mückenabweisende Öle - können jedes für sich oder alle zusammen verwendet werden - gerne mit Olivenöl zum Einreiben:

  • Zitronelleöl, Zitronella, Cymbopogon: Öl für den äusserlichen Gebrauch.
  • Eucalyptusöl, Eucalyptus, Eucalyptus globulus: Öl für den äusserlichen Gebrauch.
  • Rosmarinöl, Rosmarinus officinalis: Öl für den äusserlichen Gebrauch.
  • Pfefferminzöl, Mentha piperita: Öl für den äusserlichen Gebrauch.
  • Poleiminze, Mentha pulegium: Öl für den äusserlichen Gebrauch.
  • Lavendelöl, Lavandula officinalis, angustifolia: Öl für den äusserlichen Gebrauch.
  • Tee Baum/Tea-tree, Melaleuca alternifolia: Öl für den äusserlichen Gebrauch.

Um die inneren Organe zu stärken - speziell die Leber und das Immunsystem so gut wie möglich, kann man empfelen folgendes einzunehmen:

  • Viel Knoblauch jeden Tag - am einfachsten in Kapselform - gegen Parasiten.
  • Vitamin C sowie alle Antioxidanten.
  • Bittere Dinge wie Blaubeeren, Löwenzahn, Mariendistel, Grüner Tee, Grapefrucht & Salat um die Leber zu stärken.
  • Bockshornkleesamen, die die Leber kräftigen.

Eine Forschungsarbeit an afrikanischen Kindern hat gezeigt, dass eine Dosis von 200.000 IE Vitamin A täglich, mit 10mg Zink kombiniert über 6 Monate das Auftreten von Malaria um 34% senken kann. Primär wird der Effekt dem Vitamin A zugeschrieben, es sollte jedoch immer zusammen mit Zink eingenommen werden, welches möglichen Überdosierungen entgegenwirkt. Zink wirkt nur indirekt gegen Malaria bedingte Todesfälle indem es die Durchfälle reduziert. 

Um einer Infektion bei geschwollenen Mückenstichen entgegenzuwirken, kann man als Akutmittel folgendes nehmen:

  • Vitamin B6: 100-200 mg
  • Vitamin C: 1-3 Gramm
  • Kalzium/Magnesium (Dolomit): 1-3 Gramm
  • Aloe Vera Gelee direkt auf der Haut heilt u.a. Insektenstiche.
  • Tea tree Öl direkt auf den Mückenstich desinfiziert und lindert.
  • Pfefferminzöl (5-10%) direkt auf den Mückenstich wirkt bakterienhemmend und juckreizstillend.

Um Malaria entgegenzuwirken kann eine Anwendung von folgendem empfohlen werden:

  • Arjuna Terminalia arjuna - die als pulverisierte Rinde als Malariamedizin verwendet wird
  • Chinesischer Beifuß, Artemisia annua - man schätzt, dass Chinesischer Beifuß einen 90%-igen Schutz vor Malaria bietet. Der aktive Stoff, der die Parasiten tötet, heißt Artimisinin. Man kann Tee daraus machen: 5 g getrocknete Blätter per Liter Wasser 15 Min. ziehen lassen. Das ganze wird mindestens eine Woche lang im Laufe des Tages getrunken. Alternativ nimmt man über eine Woche täglich 10 Kapseln Extrakt. Nehmen Sie es zusammen mit Chinarinde ein um das Risiko auf eine Wiederkehr der Symptome zu reduzieren.
  • Chinarinde, die schon seit langer Zeit als Malariamittel verwendet wird. Gut zusammen mit Chinesischem Beifuß.
  • Omega-3 Fettsäuren (EPA). Tierversuche haben gezeigt, dass Omega-3 Fettsäuren aus Fischöl einen positiven Effekt bei Malaria hat.
  • Lakritzwurzel, Glycyrrhiza glabra, da die Forschung erwiesen hat, dass Malariaparasiten effektiv mit konzentrierte Lakritzwurzel bekämpft werden kann.
  • Pau d'arco, Lapacho Rinde, die Plasmoide bei einigen Formen der Malaria hemmt.

Einige nehmen auf ihrer Reise einen sogenannten "Zapper" mit. Das ist ein kleiner elektrischer Apparat mit Handelektroden, die mit einer 9 Volt Batterie funktionieren.
- Mit der Hilfe von schwachen elektronischen Impulsen, so wird behauptet, kann der Apparat kleine Insekten töten.

Andere relevante Kräuter

  • Basilikum, Ocimum basilicum.
  • Chirette, Swertia chirata ist ein Antimalaria-Mittel, da die Xanthone Malaria entgegenwirken.

Kräuter mit immunisierender, antibiotischer und schweisstreibender Wirkung:

  • Fichte, Pinus sylvestris
  • Isländisches Moos, Cetraria islandica.
  • Lärchenbaum, Larix decidua.
  • Gemeine Pestwurz, Petasites hybridus.
  • Wegerich, Plantago lanceolata.

Sonstiges:

  • Arginin: Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass jo niedriger der Körpergehalt dieser Aminosäure ist, desto schwerwiegender sind die Malariasymptome. Man meint, dass die Nutzwirkung eines täglichen Argininzuschusses u.a. darauf beruht, es könne den Malariaparasitten töten.

Betreffend essentieller Fettsäuren (EFA):
Omega-3 mehrfach ungesättigte Fettsäuren (EPA) bekommt man aus Leinsamen, Dorschlebertran, fettem Fisch (in Kapseln), Walnüssen, Raps, Gelben Portulak, Kürbiskernen, grünem Gemüse und Weizenkeimen.

Mehrere homöopatische Mittel haben sich als effektiv erwiesen, dass sie sowohl die Leber als auch das Immunsystem stärken.
Es gibt ausserdem homöopatische Mittel gegen hohes Fieber, gegen Protozone sowie Antidote gegen Malaria.
Auch das alte Ayurveda-System hat Malaria-Medizin basierend auf Kräuter u.a.

Warnungen

Suchen Sie einen Arzt für die Eigenbehandlung auf. Seien Sie bei vielen Mückenmitteln und Mückenbalsam vorsichtig, da sie chemische Gifte enthalten können, die das Immunsystem belasten könnten. Seien Sie darauf aufmerksam, dass chemisch imprägnierte Mückengifte giftig sind - sie sollten absolut nicht von Kindern und Schwangeren verwendet werden
Seien Sie darauf aufmerksam, dass "getierfreie" Hotelzimmer mit dem gesundheits- und umweltschädigendem Wirkstoff DDT gespritzt worden sein können! Seien Sie vorsichtig bei Chinin, das nicht von Personen mit Herzleiden und Blutmangel verwendet werden darf. Seien Sie darauf aufmerksam, dass Chinin einige Nebenwirkungen hat, wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Tinnitus und Sehstörungen. Chinin kann ausserdem die Roten Blutkörperchen zerstören. Chinin ist unvereinbar mit Salicylsäure-Präparaten.

Beachtungen

B-Vitamine, ausgenommen B5, sollten bei Bakterieninfektionen nicht eingenommen werden. Nehmen Sie stattdessen Bockshornkleesamen gegen Malariamücken.

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