Müdigkeit

Müdigkeit und fehlende Energie sind Folgesymptome der meisten Leiden. Wenn dieses durch eine gesunde Mütze voll Schlaf nicht besser wird, sollte man die Müdigkeitssymptome nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Müdigkeit ist keine Krankheit, sondern eher ein Symptom einer Krankheit oder eines anderen physischen oder mentalen Ungleichgewichts. Es ist ein Zustand, wo man einen Mangel an Energie, an Initiative und an Überschuss, je nachdem wie schwerwiegend, hat.

Richtig viele Menschen klagen über Müdigkeit. Das Symptom ist so gewöhnlich, dass es eine genauere Untersuchung erfordert, wenn man die Ursache finden will. Müdigkeit hat zwei Aspekte. Eine normale Müdigkeit, wie beispielsweise diejenige, die auf einen ereignisreichen Tag folgt und die nach einer angemessenen Ruhepause wieder verschwindet, und dann gibt es noch die krankhafte Variante, die auf einer permanenteren Basis auf sowohl physische und psychische Mängel, Stress und verschiedenen Ungleichgewichten folgt.

Langwieriger Stress, bei dem man an allen Reserven des Körpers zehrt, kann zu einer Überanstrengung und zu einer direkten Ausgebranntheit führen, die letzendlich in eine Erschöpfung mündet.

Müdigkeit aufgrund körperlicher Anstrengung
Während harter körperlicher Arbeit strömt so viel Kalium aus den Zellen in den Extrazellulärraum, dass es die Kompensationsfähigkeit der Zellen übersteigt. Diese erhöhte extrazelluläre Kaliummenge kann die Nervenleitfähigkeit insoweit hemmen, dass die Muskeln ermüden oder völlig ausserstande sind zu arbeiten. Ausserdem entsteht Milchsäure - ein Abfallprodukt des zelleigenen Energiestoffwechsels, wenn die Sauerstoffversorgung der Zellen unzureichend ist. Früher glaubte man das die Milchsäure Ursache für Muskelkater sei, tatsächlich hat man jetzt jedoch herausgefunden, das sie die Muskeln gegen die lähmende Wirkung des erhöhten Kaliumgehalts beschützt. Immer jedoch hilft es sich auszuruhen; und je besser die Kondition, umso mehr schafft man bevor die Muskeln ermüden.

Dieser Prozess ist sehr komplex, da Muskelarbeit ausserdem noch eine ausreichende Menge Kalzium verlangt. Aus diesem Grund sind die Muskeln mit Kalziumdepots ausgestattet.

Müdigkeit kann manchmal auf so etwas Banales wie Schlaf- oder Flüssigkeitsmangel zurückgeführt werden. Unser Schlafbedarf ist sehr individuell; aber viele - vor allem jüngere Menschen - bekommen zu wenig Schlaf. Auch die Qualität des Nachtschlafs kann gestört sein. Siehe auch Schlafstörungen

Wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit bekommt, wird das blut zu dick und die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr zu den Zellen wird herabgesetzt. Dieser Zustand führt zu Müdigkeit.

Falsche Ernährungsgewohnheiten, eine schlechte Verdauung und eine reduzierte Nahrungsaufrnahme kann einen selbstverstärkenden Prozess einleiten, der zu einem Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen (Nutriente) in Form von Vitaminen, Mineralien, gewissen Enzymen, Fettstoffen und Aminosäuren (Proteine) führen kann, der wiederum eine grosse Müdigkeit verursacht.

Ein bekanntes Symptom für ein Nutrientmangel, das Müdigkeit verursacht, ist Eisenmangel. Eisen wird von den roten Blutkörperchen verwendet um Sauerstoff zu den Zellen zu transportieren und um Kohlendioxid von ihnen zu entfernen.

Die Mitochondrien der Zellen, die die Energie der Zellen produzieren, sind auch Eisen-abhängig. Man kann ausserdem an einen Mangel an Eisen leiden, obwohl die Blutproben dies nicht zeigen.

In der Praksis führt ein Mangel an einen Nutrienten, welcher auch immer, zu einem kleinen oder grösseren Energieverlust.

Ein anderer Aspekt der Nahrungsaufnahme ist ein zu intensives Essen während einer guten Mahlzeit. In solch einer Situation nehmen die Verdauung und die Nahrungsaufnahme einen grossen Teil des Stoffwechsels und des körpereigenen Blutes in Anspruch. So entsteht auch der gut bekannte Drang nach einem kleinen Schläfchen, während wir verdauen.

Wenn man sogar direkt übergewichtig geworden ist, dann kann das auch zu Müdigkeit führen weil man die extra Kilo mit sich herumschleppt. Oft essen einige Menschen auch zu viele Proteine. Zu viel Protein im Blut kann die gleichen Symptome verursachen wie Eisen- und Blutmangel.

Bei Lungenerkrankungen, die mit einer Anstrengung beim Atmen verbunden sind, und wo der Körper nicht ausreichend Sauerstoff bekommt, wird man schnell müde.

Einige hormonelle Erkrankungen führen zu einer reduzierten Produktion der Schilddrüsenhormone. Hier ist Müdigkeit ein markantes Symptom.

Bei einer stufenweise reduzierten Nierenfunktion wird die Fähigkeit der Niere, den Urin wiederzugewinnen und zu konzentrieren, herabgesetzt. Die Abfallstoffe werden im Blut angesammelt, und man wird eine zunehmende Müdigkeit erfahren.

Infektionen mit Mikroorganismen nehmen den Immunapparat des Körpers in Anspruch und zehren Energie von ihm. Wir kennen es beispielsweise bei Grippe, von Aids-Patienten und Menschen die mit Mononucleose infiziert sind. Einige Menschen leben mit einer Pilzinfektion, die sie permanent müde macht.

Das krasseste Beispiel für eine Infizierung mit einem Mikroorganismus ist jedoch die Infizierung mit dem Parasit Trypanosoma, die durch den Stich der Tsetsefliege übertragen wird und die die Schlafkrankheit verursacht. Diese Krankheit ist in Afrika verbreitet.

Vergiftungen verursachen auch Müdigkeit. Hierbei kann es sich um einen täglichen Alkoholmissbrauch handeln. In kleineren Mengen hat Alkohol einen angenehm entspannenden Effekt auf das Zentrale Nervensystem. In grösseren Mengen ist Alkohol jedoch so entspannend, dass man dazu neigt einzuschlafen.

Ein täglicher Midizinverbrauch kann auch ermüdend wirken, je nachdem welche Medizin man nimmt und in welchen Mengen. Einige Schlafmittel und beruhigende Medizin werden innerhalb von 24 Stunden nicht vollständig vom Körper ausgeschieden und sammeln sich daher schnell an, wenn sie täglich eingenommen werden.

Medizin, die die körpereigene Produktion des Coenzyms Q10 hemmt, führt zu Müdigkeit. Ein Exempel hierfür ist Cholesterin-senkende Medizin.

Ein grosser Tabakverbrauch trägt auch nicht zur Aufrechterhaltung des Energieniveaus bei. Das hängt damit zusammen, dass Tabakrauch die Sauerstoffaufnahme im Gewebe reduziert, was dann zu Müdigkeit führt.

Andere Vergiftungen können von Schwermetall-Ansammlungen oder von anderen Milieugiften stammen, die andauernde Müdigkeit verursachen können.

Schlaf ist gut und notwendig dafür, dass wir uns frisch und ausgeruht fühlen können. Stress und belastende Umstände, psychologisch wie sozial, können den Schlafbedarf der Person steigern. Dieser extra Schlaf wirkt normalerweise jedoch nicht erfrischend, sondern steigert bloss die Müdigkeit der Person. Menschen, die durchschnittlich mehr als ca. 8 Stunden in der Nacht schlafen, spüren normalerweise keinen Überschuss während der Stunden in denen sie wach sind.

Einige Menschen leiden unter Schichtarbeit. Obwohl sie anscheinen genug Schlaf bekommen, sind sie müde und voller Unlust in ihrer Freizeit. Diese Menschen werden nicht öfter krank als andere Menschen mit fester Arbeit während des Tages, jedoch scheint es so, als würden die Schichtarbeiter öfter unter Magen-Darmproblemen und nervösen Leiden leiden als Menschen, die während des Tages arbeiten. Tagsüber zu schlafen kann die Schlafqualität beeinflussen, genau wie, dass das Risiko von Lärm geweckt zu werden am Tage grösser ist als in der Nacht.

Die innere Uhr des Gehirns, die den biologischen 24-Stunden Rhythmus reguliert, wird via des Hormons Melatonin von der Zirbeldrüse (Epiphyse) mit dem Verlauf der 24 Stunden synchron gehalten. Diese Melatonin-Produktion wiederum wird von der Menge Licht, welches die Netzhaut trifft, reguliert. Dieser Mechanismus kann jedoch nicht die grossen und plötzlichen Variationen im Schlafmuster regulieren, die durch Schichtarbeit verursacht werden. Es dauert einige Tage, bis die innere Uhr des Körpers sich angepasst hat. Bis dies geschieht, fühlen viele sich müde und erfahren eine Unlust in ihren wachen Stunden. Dieses Phänomen ist u.a. durch Jetlag bekannt, wo man von einer Zeitzone in die andere reist.

Nicht abgeschlossene Projekte, Dinge die erledigt werden müssen, die nicht erledigt wurden, eine nicht funktionierende Ehe, eine schlechte Beziehung, eine unausstehliche Schwiegermutter sind alles Beispiele für Situationen, die Stresszustände herbeiführen und somit eine ungesunde Müdigkeit verursachen. Ein schlechtes Arbeitsklima, speziell in Verbindung mit Lärm, wirkt ermüdend und macht schlapp.

Depressionen jeglicher Art haben auch eine ermüdende Wirkung als markantes Symptom. Bildlich entsprechen alle diese Situationen einem Sandsack, den man auf seinen Schultern trägt. In desto mehr psychischen und belastenden Situationen man involviert ist, desto mehr Sandsäcke schleppt man mit sich rum, und desto schneller wird man müde.

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Es ist sehr wichtig den Grund für die Müdigkeit herauszufinden. Man sollte sicher sein, dass ein niedriger Blutzuckergehalt, eine herabgesetzte Funktion Schilddrüse, Vergiftung sowie eine Nahrungsmittelintoleranz ausgeschlossen werden kann.

Die am weitesten verbreitete Allergene sind: Schokolade, Weizen, Mais, Milchprodukte, Nachtschattengewächse wie Tomate, Kartoffel und Tabak sowie Nüsse, Soja, Scweinefleisch und Ei.

Vermeiden Sie es zu schnell abbaubare Kohlenhydrate zu essen. Es ist gut langsam abbaubare Kohlenhydrate zum Frühstück zu essen - z.B: geröstetes Brot, Joghurt mit Müsli oder verschiedene Formen von Grütze.

Essen Sie gerne mehrmals kleinere Mahlzeiten, essen Sie langsam - und geniessen sie es! Ein leichtes Frühstück bestehend aus Brot, grünem Salat und Suppe kann einer Trägheit entgegenwirken. Wenn man eine Tendenz für einen niedrigen Bluttzucker hat, muss man dafür sorgen wenig Proteine zu bekommen und keine Frucht und süsse Sachen essen, wenn man hungrig ist.

Trinken Sie reichlich Flüssigkeit - gerne mehr als einen ½ Liter Wasser. Zu wenig Flüssigkeit kann im schlimmsten Fall zu einer Dehydrierung führen, die wiederum Müdigkeit verursacht.

Einige haben gänzlich damit aufgehört Salz im Essen zu verwenden. Jedoch kann zu wenig Salz auch Müdigkeit verursachen. Man muss dafür sorgen 2-3 g Salz am Tag zu bekommen, das für das Kalium-Natrium-Gleichgewicht notwendig ist.

Vermeiden Sie ausserdem Tabakrauch - den eigenen oder den der anderen, sowie zu viel Alkohol, der eher entspannend als energiespendend wirkt.

Seien Sie darauf aufmerksam, dass einige Formen von Medizin Müdigkeit als Nebenwirkung haben, dies gilt speziell für beruhigende Medizin, Schlafmedizin und einige schmerzstillende Mittel. Bei einem solchen Verdacht sollte man mit seinem Arzt darüber sprechen.

Wenn die Müdigkeit durch einen Mangel an gesunder Ernährung verursacht wird, z.b. in Form von Vitaminen und Mineralien, kann es notwendig sein, eine Blutprobe vornehmen zu lassen, um festzustellen welche Nährstoffe es sind, von denen man zu wenig hat.

Müdigkeit aufgrung eines Vitamin- und Mineralmangels kann mit der Hilfe einer Ernährungsumstellung und mit der Einnahme eines breitgefächerten Multivitamin-Mineral-Zuschusses und einen evtuellen supplierenden Zuschuss von Einzelvitaminen behoben werden.

Körperliche Betätigung
Regelmässige Bewegung ist wichtig. Sie hilft gegen Stress und Depression, sie gibt Energie und besseren Schlaf auf längere Sicht. Wählen Sie eine Bewegungsform die zu Ihnen passt.

Einige erzielen einen besseren Effekt durch die etwas anstrengenderen Bewegungsformen wie Aerobic, Joggen und Krafttraining, währen es anderen damit besser geht, mindestens 3 mal pro Woche einen langen Spaziergang zu machen und viel frische Luft zu bekommen, Fahradturen zu unternehmen oder Yoga-Übungen zu machen.

Vermeiden Sie es die Grenzen ihres Körpers zu überschreiten, was bloss zu Muskelschmerzen und noch mehr Müdigkeit führt. Es kann vorteilhaft sein, sich an mehreren verschiedenen Zeitpunkten am Tag zu bewegen, wenn dies möglich ist.

Menschen, die während ihrer Arbeit still sitzen, können Streck-, Spannungs- und Entspannungsübungen machen, während sie sitzen, und sie müssen im übrigen für Pausen während der Arbeit sorgen, in denen sie den Körper strecken oder einen Spaziergang machen können.

Während eine Badewanne entspannend wirkt, wirkt eine Dusche erfrischend und erquickend auf die meisten Menschen. Kaltes Wasser ins Gesicht und eine kalte Dusche - wenn man sich traut - können morgens Wunder bewirken, wenn man es schwer hat wach zu werden, weil man zu wenig geschlafen hat.

Der Duft von Jasmin wirkt auf normale Müdigkeit erquickend.

Der zirkadiane Rhythmus
ist die Uhr des Körpers, der u.a. dafür sorgt die Körpertemperatur und den Blutdruck während der 24 Stunden anzuheben und zu senken. Dieser Rhythmus bestimmt mit, ob man einen physischen Überschuss hat oder nicht. Es kann hilfreich sein, seinen eigenen 24 Stunden Rhytymus zu finden.

Einige sind am frischesten am Morgen, während andere abends am frischesten sind. Es ist nicht immer möglich die Arbeitszeit dem eigenen 24 Stunden Rhythmus anzupassen. Viele müssen einen Kompromiss eingehen, jedoch kann man selbst versuchen seinen Zeitplan zu ändern, so dass er einem so gut wie möglich passt, z.B. indem man früher oder später aufsteht oder dementsprechend früher oder später abends ins Bett geht.

Sorgen Sie unter allen Umständen für mindestens 7 Stunden Schlaf während der Nacht. Ein kleines Schläfchen von maximal einer Stunde kann auch einen positiven Effekt haben - am besten täglich zur gleichen Zeit.

Eine gute Idee kann es sein, dafür zu sorgen, morgens genug Zeit für sich selbst zu haben. Z.B. kann man ein bisschen Zeit dafür absetzen um ruhig und gemütlich Musik zu hören, zu entspannen, seinen Garten zu geniessen oder um zu meditieren. Dies kann für jene Entspannung sorgen, die man vielleicht gebrauchen kann, bevor man mit der mehr oder weniger fordernden Arbeit des Tages in Gang geht.

Oder aber man verwendet morgens etwas Zeit um eine klare Zielsetzung für die Aktivitäten des Tages zu setzen - die Ziele müssen realistisch sein - und es muss auch Raum für Pausen im Verlauf des Tages sein, sodass man eine Überanstrengung vermeidet. Bei einigen Menschen funktioniert es gut, wenn sie sich Ziele, Etappenziele und Fristen setzen.

Es kann psychische Muster dafür geben, dass man sich erschöpft fühlt. Vielleicht hat man Schwierigkeiten damit, sich Grenzen zu setzen; Schwierigkeiten nein zu sagen und Arbeitsaufgaben zu verteilen. Vielleicht versucht man es alleine zu schaffen, auf sich selbst gestellt zu sein. Solch ein Muster kann aus alten Schuld-Mustern resultieren, wo man alles auf sich nimmt, sich nichts gönnt oder einfach viel zu nett ist.

Für den eigenen Gesundheitszustand kann es notwendig sein, zu lernen nein zu sagen und vielleicht evt. Arbeiten an andere zu verteilen, damit man sich nicht überanstrengt und ausgebrannt wird.

Vielleicht Bedarf es zu lernen, sich etwas selbst zu verwöhnen - was gut und gerne etwas Gewohnheit fordert, wenn man der verantwortungsvolle und arbeitsame Typ ist. Evt. kann die Müdigkeit ein Signal dafür sein, dass es an der Zeit ist, etwas mehr zu entspannen, gute, lange Ferien zu nehmen oder eine Körpermassage oder etwas anderes schönes zu bekommen.

Bei einigen kann es auch positiv sein, wenn sie versuchen Gefühle wie Sorge, Irritation und Ärger etwas zu dämpfen, da diese Gefühle auf längere Sicht einem die Energie entziehen können. Auf der anderen Seite kann es auch Energiezehrend sein, wenn man sich nicht traut seine Gefühle zu fühlen und vielleicht daher seinen Arbeitseinsatz dafür verwendet, sich nicht näher damit beschäftigen zu müssen. Einigen hilft es diese Gefühle in kreative Aktivitäten zu kanalisieren; beispielsweise Zeichnen, Musik, Malerei u.ä.

Atemüubungen, wo man tief ein- und ausatmet, können während des ganzen Tages ausgeführt werden, und können dann zum Einsatz kommen, wenn man merkt, dass das eigene heftige Temperament dabei ist, mit einem durchzugehen.

Müdigkeit aufgrund von Langeweile kann damit abgeholfen werden, dass man etwas unternimmt und für Veränderung sorgt. Vielleicht sollten Sie eine Bilanz über Ihr Leben machen, Ihr Heim verändern oder neue Aktivitäten finden, die Sie interessieren und erfreuen.

Wenn Müdigkeit durch Übergewicht verschuldet ist, wird ein Gewichtsverlust neue Energie bringen. Schnelle Diäten können jedoch nicht empfolen werden, da sie auch Müdigkeit verursachen. Wenn man abnehmen möchte, ist es klug, für eine regelmässig, gesunde und nahrhafte Ernährung, für essentielle Fettstoffe sowie für reichlich Flüssigkeit zu sorgen

Man verdächtigt Leukonychia (weisse Flecke auf den Nägeln) durch Zinkmangel verursacht zu werden, welcher auch Trägheit verursacht. Grosse Dosierungen von Zink über längere Zeit als Einzelmittel verwendet, können auch zu einer Ermüdung führen.

Wenn man auf der anderen Seite den Verdacht hat, dass man einen Zink-Unterschuss hat, kann man einzelne Test vornehmen um einen Zinkmangel zu konstatieren:

Ein Zink-Mangel kann auf eine sichere und billige Art mit folgendem "Zinkgeschmackstest" erkannt werden: Nehmen Sie 1 Teelöffel (10 ml) einer Zinksulfatlösung. (1 g Zinksulfatheptalydrat in 1 Liter destilliertem Wasser = 0,1% Lösung oder beispielsweise Zink Tally Zinktest). Verteilen Sie sie über die ganze Zunge und lassen Sie sie 10 Sek. lang im Mund. Spucken Sie sie danach aus oder schlucken Sie sie runter.
Beschreiben Sie danach was Sie scmecken:

  1. Schmeckt wie "Wasser": erheblicher Mangel an Zink.
  2. Trockener Metallgeschmack nach 10-15 Sekunden: Moderater Mangel.
  3. Sofort ein unbehaglicher Geschmack: Leichter Zinkmangel.
  4. Ein sofortiger unbehaglicher Geschmack, der fast eine halbe Stunde andauert: Evt. ein Mangel an Zink, der nicht sonderlich ausgeprägt ist.

Vermeiden Sie Tabak, Nahrung und Getränke 30 Min. vor dem Zinkgeschmackstest. Eine Zinksulfatlösung wird relativ leicht in Dosierungen von 40 - 80 ml (9,1 - 18,2 mg Zink) per Tag, evt. kombiniert mit 25 mg B6 in 1 - 2 Wochen, aufgenommen. Wenn der Geschmack zurückkommt, kann man zu Zinktabletten übergehen (30 - 60 mg tgl.), wenn weitere Zuschüsse erforderlich sind.

Ein Mangel an folgenden Nährstoffen kann Müdigkeit verursachen:

Vitamine

  • Vitamin A, Antioxidant.
  • B-Vitamine:
  • B1, Tiamin
  • B3, Niacinamid (sehen Sie auch unter NADH weiter unten)
  • B6, Pyridoxin
  • B9, Folinsäure
  • PABA
  • B12, Cyanocobalamin und
  • Vitamin C (Ascorbinsäure oder säureneutrales Ascorbat), Antioxidant.
  • Co-enzym Q10 - gibt mehr Energie, Antioxidant.
  • Vitamin E - gut für das Hormonsystem, Antioxidant.

sowie die Minerale:

  • Kalzium
  • Eisen bei Eisenmangel.
  • Kalium
  • Chrom
  • Magnesium
  • Selen
  • Zink

Ausserdem kann folgendes Müdigkeit entgegenwirken:

  • Multivitamin-Mineralien (z.B. VitaXtra, VitaMax oder VitaUltra).
  • ATP-Produkte - Energiebooster.
  • NADH, ein Antioxidant, das wichtig für die Energieproduktion der Zellen ist.
  • Q10. Ein Coenzym, das wichtig für die Energieproduktion der Zellen ist. Min. 30 mg täglich


Entgiftende und energetisierende Kräuter:

  • Gelee Royale, Honig (Bienenköniginnen-Nahrung) - kann bei hormonellen Störrungen der Frau einen sehr positiven Effekt haben.
  • Ginseng (Panax ginseng): stärkend und energetisierend
  • Grüner Tee, Camelia sinensis: 1 Kapsel täglich oder mehrere Tassen Tee täglich - anstatt Kaffee - stärkend.
  • Guarana: beeinhaltet koffeinähnliche Stoffe, ist aber gesünder als Kaffee.
  • Gelbwurzel, Curcuma longa wirkt entgiftend.
  • Echte Goldrute, Solidago virgaurea wirkt nierenreinigend und entgiftend.
  • Hafer, Avena sativa - zusammen mit Ginseng in kleineren Dosierungen - kann bei Müdigkeit helfen.
  • Knoblauch, Allium sativum stärkt das Immunität.
  • Ingwer, Zingiber officinale
  • Meeresalge (Laminaria) wirkt energiespendend.
  • Mariendistel, Silybum marianum reinigt und schützt die Leber.
  • Mate (Ilex paraguayiensis): wirkt energetisierend und entzündungshemmend. Gut in Verbindung mit anderen Kräutern.
  • Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus): allgemein stärkend, auch bei psychischer Müdigkeit.
  • Schizandra (Schisandra chinesis): entgiftet über die Leber und stärkt bei Schwächeanfällen

Aminosäuren, die Müdigkeit entgegenwirken:

Werden generell in 2 Dosierungen genommen, vormittags und nachmittags - wo nichts anderes erwähnt ist, verschoben von den Mahlzeiten mit Saft oder Wasser - nicht mit Milch oder einem anderen proteinhaltigen Getränk:

  • Asparaginsäure
  • Arginin
  • Glutathion - wirkt entgiftend und stark immunstärkend.
  • Inosin - erhöht die Sauerstoffaufnahme im Blut.
  • Lysin - bei Infektionen generell, wirkt energiespendend.
  • Tyrosin

Anderes:

Verdauungsenzyme bei einer schlechten Ausnutzung und Verdauung der Nahrung.
Lecithin (aus Soja gewonnen) ist wichtig für die Erinnerung, das Gehirn und Nervensystem.
Milchsäurebakterien zu den Mahlzeiten, hält den Darm in Ordnung.
Homocystrol + TMG: 1 x tgl. - wirkt einer Giftstoffansammlung in Folge einer falschen Ernährung entgegen.

Betreffend der essentiellen Fettsäuren (EFA):

Omega-3 mehrfach ungesättigte Fettsäuren (EPA) bekommt man aus Leinsamen, Dorschlebertran, fettem Fisch, Walnüssen, Raps, Gelber Portulak, Kürbiskernen, grünem Gemüse und Weizenkeimen. 1 Esslöffel Dorschlebertran täglich oder 1 Teelöffel gemalene Weizenkeime oder Walnussöl jeden Morgen ist billiger als Fischölkapseln.
Kombinieren Sie evt. einige Vitamin E Kapseln mit Leinensamenöl um einer Verranzung zu entgehen.

Omega-6 Fettsäuren (GLA) findet man in Schwarzen Johannisbeeren, Borretsch, kaltgepressten Mais-, Raps-, Sesam-, Sonnenblumen-, Distel-, und Lamarcks Nachtkerzenöl sowie Samen.

Warnungen

Die Aminosäuren:

  • Ein Glutamin-Zuschuss sollte bei Nieren- und Leberleiden als eine stufenweise Erhöhung unter konstanter klinischer Beobachtung verabreicht werden. Muss mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden, um eine Verstopfung zu vermeiden. Glutamin darf nicht bei zu viel Ammoniak im Blut (Hyperammonia) eingenommen werden.
  • Arginin sollte weder als Nahrung oder als Nahrungsmittelergänzung bei einer Pseudomonas-Infektion und Herpes-Infektion eingenommen werden. Sollte nicht isoliert und in Mega-Dosierungen an Kinder im Wachstumsalter oder an Personen mit Tendenz zur Schizophrenie verabreicht werden. Kann in Mega-Dosierungen eine wässrige Diarrhöe verursachen. 
  • Inosin:
  • Tyrosin darf nicht zusammen mit MAO-Hemmer wie Marplan, Cinemet, Eldepryl u.ä. eingenommen werden. Sollte ausserdem bei einem Maligne Melanome
    (Muttermalskrebs) und Neuro- oder Gliablastom vermieden werden.

Beachtungen

Schauen Sie eventuell auch unter Anæmie, Depression, Das chronische Müdigkeitssyndrome, Niedriger Blutzucker, Schilddrüsenleiden, Schlafprobleme und Winterdepression

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