Psoriasis

Erbliche Hautkrankheit, die sich in Form von trockenen, rötlichen, klar abgegrenzten Flecken mit hellen Schuppen an größeren oder kleineren Stellen zeigt. Der Ausschlag zeigt sich besonders auf der Unterseite der Ellbogen, den Knien und der Kopfhaut.

Der Name dieser Krankheit stammt von dem griechischen Wort Psorao, das Ausschlag bedeutet. Psoriasis gibt normalerweise keinen Juckreiz.

Psoriasis ist eine gewöhnlich vorkommende Hautkrankheit. Sie tritt allen Altersgruppen auf, aber debütiert insbesondere von den Teenagejahren bis zu den Vierzigern. Sie tritt bei 2%, in einigen Ländern bei 3%, der Bevölkerung auf und trifft Männer und Frauen einigermaßen gleichmäßig. Der Krankheitsverlauf variiert stark von Person zu Person in Verlauf und Schwerheitsgrad. Ausbruchsperioden und Perioden mit weniger Symptomen lösen einander ab. Die Erkrankung ist nicht lebensbedrohlich und zu keiner Zeit ansteckend, aber wie andere Hautleiden auch ist sie häufig eine große soziale Belastung.

Psoriasis ist überall auf dem Körper zu finden; häufig symmetrisch auf Ellenbogen und Knien, in der Leistengegend, der Kopfhaut und den Nägeln.

Es ist ganz normal, dass Hautzellen abgestoßen, abgewaschen oder abgeschlissen werden, aber bei Psoriasis teilen sich die Hautzellen in den genannten Körperregionen sogar schneller als Krebszellen. Man hat ein Ungleichgewicht in den Kontrollmechanismen gefunden, die die Zellteilung der Haut (cAMP og cGMP) bestimmen. Deshalb schafft es die Haut nicht die äußerste Schicht Hornhaut zu bilden, die normale Haut bekleidet; und selbst nicht betroffene Haut teilt sich bei Psoriasispatienten schneller als gewöhnlich.

Die grundlegende Ursache für Psoriasis ist nicht ausreichend untersucht, aber man glaubt das es auf einem Immundeffekt im Körper beruht. Es könnten auch erbliche Faktoren involviert sein, zumal Psoriasis häufiger bei Personen mit gewissen Gewebstypen vorkommt. Das Risiko Psoriasis zu bekommen liegt somit bei 50%, wenn beide Eltern daran leiden und bei 15%, wenn nur der eine Elternteil die Krankheit hat.

Ein Psoriasisausbruch kann bei erblich Veranlagten von einer Streptokokkeninfektion, z.B. einer Halsentzündung, ausgelöst werden, aber auch das Helicobacter pyleri-Bakterium steht als Auslöser unter Verdacht. Autoimmunität - ein Zustand mit einem fehlerhaft kodierten Immunsystem - ist als mögliche Ursache im Bilde, wo die T-Zellen mit Bakterien kreuzreagieren und beginnen Hautzellen anzugreifen.

Diverse Zustände, die häufig bei Psoriasiserkrankten auftreten, können die Krankheit auslösen/verschlimmern. Dabei handelt es sich um:

  • Schlechte Verdauung - besonders von Proteinen. Ein Zustand, der mit Zeit zu einer Menge Gesundheitsproblemen führen kann.
  • Wachsen des Candidapilzes im Darm, wodurch massig Pilztoxine im Blut aufgenommen werden.
  • Reduzierte Leberentgiftung. Die Leber kann von verschiedenen aus dem Darm kommenden Giftstoffen überlastet werden, hierunter die obengenannten Pilztoxine, gewisse Medikamente und Alkohol. Die Einnahme von Alkohol ist dafür bekannt, Psoriasissymptome verschlimmern zu können.
  • Diverse Metallallergien.
  • Beschädigung der Haut - auch durch Kratzen wegen Juckreiz.
  • Psychiches Ungleichgewicht: Die Haut ist sehr anfällig für emotionelles Ungleichgewicht - damit auch für Stress.
  • Erhöhtes Risiko für Herzinfarkte. Jüngere Menschen mit Psoriasis haben eine leicht erhöhtes Risiko gegenüber gesunden Menschen zum Zeitpunkt des Anfalls.

Psoriasis vulgaris
Es gibt mehrere Varianten von Psoriasis. Die am gewöhnlichste Art nennt sich Psoriasis vulgaris. Die Symptome zeigen sich anfangs als Ausschlag mit kleine roten Pusteln, der sich später ausbreitet. Die angegriffene Region bilder große Mengen Schuppen. Es sind die obersten Schuppen, welche grau-weiß und fettig sind, die abfallen. Die untersten Schuppen sitzen fest und es ist charakteristisch für Psoriasis, dass die Haut ein wenig zu bluten beginnt, wenn mann die Schuppen abkratzt.

Andere Psoriasisformen
Die Ausbrüche können sich in verschiedener Weise äußern. Sie können sich durch kleine Bläschen mit Eiter oder ernstzunehmend große Blasen äußern, die abgestoßen werden, wodurch die Haut an Flüssigkeit verliert. Die betroffenen Stellen können tropfenförmig oder rund sein und die Größe von Münzen haben oder können unter den Brüsten, in der Leiste und anderen Hautfalten als rote, feuchte Kleckse mit minimaler Schuppenbildung auftreten. Bei Psoriasis in den Nägeln können kleine Vertiefungen in den Nägeln auftauchen, die den Vertiefungen in einem Fingerhut ähneln. Eine Verdickung des Nagels kann ebenfalls vorkommen und der Nagel kann sich eventuell lösen und abfallen. Psoriasis in der Kopfhaut kann Schuppenflechte ähneln.

Außer mit Ausschlag kann Psoriasis manchmal mit Pilzangriffen verwechselt werden und die betroffenen Stellen können auch mit Pilzen und Bakterien infiziert werden.

Psoriasisgicht
Ungefähr 6% von denen, die Psoriasis haben, bekommen Schmerzen und Schwellungen in verschieden Gelenken. Es sind insbesondere die äußersten Gelenke in Fingern und Zehen sowie die Gelenke in der Wirbelsäule, die davon getroffen werden. Das Leiden ähnelt Gelenkrheumatismus.

Empfehlungen

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Es ist möglich, Psoriasissymptome durch eine Änderung der Essgewohnheiten zu dämpfen oder zum Erliegn zu bringen, obgleich die Ernährung nicht die Ursache für Psoriasis ist. Jenes geschieht u.a. durch eine Reduktion der Einnahme von animalische Fettstoffen (Fleisch, Milch, Butter und Käse). Essen Sie Obst und viel Gemüse, Reis und evt. Getreideprodukte. Die Proteine erhält man stattdessen über Linsen und Hülsenfrüchten, Fisch (zusätzlich Omega 3-Fettsäuren) und weißes Fleisch (z.B. Hühnerfleisch). Nach einiger Zeit frei von Symptomen kann man langsam die Einnahme von tierischen Fettstoffen erhöhen um zu sehen, wo die Toleranzgrenze sich befindet.

Manche Menschen profitieren von einer glutenfreien Diät.

Beschränken oder meiden Sie die Einnahme von Alkohol und Kaffee. Vor allem: Stärken Sie die Verdauung und Leberfunktion. Die Magensäureproduktion kann herabgesetzt sein. Passen Sie darauf auf, dass sowohl zu wenig, als auch zu viel Magensäure die selben Symptome machen kann, aber dieses Leiden ist nicht unbedingt besonders symptomgebend. Es kann eine Art von Nahrungsmittelüberempfindlichkeit darin verwickelt sein, die untersucht werden sollte. Lassen Sie sich unter Umständen von einem Ernährungsberater helfen. Lassen Sie sich auf Metallallergie testen.

Relevante Vitaminer und Mineralien:

  • Vitamin A: Nehmen Sie einen Monat lang täglich 50.000 i.E. Hiernach 10.000-20.000 i.E., und immer zusammen mit Zink.
  • B-Vitaminkur: 2-3 Monate lang täglich 1000-3000 µg B12 und 50-150 mg B9 (Folsäure).
  • Vitamin D als D3
  • Vitamin E: 400 i.E. tägl.
  • Zink: 30 - 50 mg tägl.
  • Spurenelemente: Geringe Dosen Nikkel und Brom in leichtlöslicher, homöopathischer Form hat sich erwiesen, bei vielen Psoriasis besssern zu können.

Relevante Kräuter:

  • Aloe vera: Nehmen Sie es täglich ein und kombieren Sie nach Bedarf äußerlich mit Aloe vera Salbe.
  • Bittersüßer Nachtschatten, Solanum dulcamara: Wird innerlich zur Behandlung von Psoriasis und anderen Hautleiden angewandt.
  • Große Klette, Arctium lappa: Entfernt Abfallstoffe und wirkt bei Ekzem, Psoriasis und Hautinfektionen bakterienhemmend.
  • Kanadischer Gelbwurz, Hydrastis canadensis:
  • Kamille, Chamomilla recutita: Sowohl äußerlich als innerlich. Leberstärkend und entzündunghemmend.
  • Süßholz, Glycyrrhiza glabra: Hat einige kortisonähnelnde Wirkungen auf Psoriasis und kann den Effekt von Hydrokortisoncreme verstärken.
  • Lavendel, Lavandula: Äußerlich.
  • Mahonie, Mahonia aquifolium: Enthält Alkaloide, die bakterienhemmend und verdauungsfördernd wirken. Hat im Laufe von 3 Monaten in Cremes gegen Psoriasis gute Resultate gezeigt.
  • Mariendistel, Silybum marianum: Stärkt die Leber und fördert die Verdauung.
  • Sarsaparilla, Smilax officinalis: Wirkt blutreinigend und ist ein traditionelles Mittel gegen Hautleiden.

Relevante Fettstoffe:

  • Omega 3 Fettsäure (Fischöl - Leinsamenöl): Hat einen guten Effekt auf Psoriasis gezeigt. Zusammen mit Vitamin E einzunehmen.
  • Omega 6 Fettsäuren(Nachtkerzenöl): Kann sowohl innerlich als äußerlich wirksam sein.
  • Rapsöl: Kann äußerlich auf Ausschlag benutzt werden.
  • Lecithin: Gut für die Leber und Zellmembranen.

Sonstiges:

  • Carnitin: Mit der Aminosäure Carnitin wurden gegen Psoriasis und Psoriasisgicht gute Erfahrungen gemacht. Es wirkt wahrscheinlich indem es den Fettstoffwechsel reguliert. Die Dosierung beträgt 2,5g täglich vor den Mahlzeiten.
  • Verdauungsenzyme: Hilfreich bei mangelhaftem Abbau von Proteinen, Fettstoffen und Kohlenhydraten.
  • Milchsäurebakterien: Tragen dazu bei, eine schlechte Darmflora wiederherzustellen.
  • Kefir: Ein Glas Kefirmilch täglich hat einigen geholfen.
  • Teerpräparate: Können nützlich sein, aber benutzen Sie sie nicht auf Wunden.
  • Sonne und Lichttherapie: Sehr angewandt. Schützen Sie die nicht-betroffene Haut mit massig Sonnencreme. Kurreisen an das Tote Meer: Gerne 4 Wochen - hilft vielen. Dort ist viel Sonne und das Wasser hat einen hohen Salz- und Mineralgehalt. Man kann auch versuchen das Tote Meer mit Hilfe von einer Tüte Meersalz und einigen Spurenelementen in der heimischen Badewanne zu rekonstruieren.
  • Manuelle Behandlung: Beispielsweise Zonentherapie und Akupunktut können helfen.

Es ist häufig eine gute Idee, sich mit einem erfahrenen Therapeuten zu beraten, der ein individuell abgestimmtes Programm erstellen kann.

Kurvorschlage

  • Mulitvitamin-Mineral-Ergänzung: "VitaMax" 2 Tabletten morgens und abends zu den Mahlzeiten.
  • Extra Chrom: "Chromium GTF 200" 1 Kapsel täglich zu den Mahlzeiten.
  • Extra Vitamin A ( für kurze Zeit bei Neu-Ausbruch, jedoch nicht für Schwangere): 20000 i.e.
  • Ballaststoffe: 5g wasserlösliche Ballaststoffe am Abend.
  • Carnitin: 2,5 g tgl.

Äußerlich

  • Aloe Vera Creme
  • Creme mit Totes Meer Salz

Warnungen

Bittersüßer Nachtschatten, Solanum dulcamara ist in zu großen Dosen giftig. Sollte innerlich nur unter der Beratung eines kompetenten Kräuterspezialisten eingenommen werden.
Schwangere sollten maximal 5.000 i.E. Vitamin A einnehmen.
Seien Sie darauf aufmerksam, dass einige Arzneimittel Psoriasissymptome verschlimmern können. Z.B. Betablocker, NSAID-Mittel, Malariamedizin und Litiumpräparate. Lassen Sie es ihren Arzt checken.

Beachtungen

Siehe auch Autoimmune Krankheiten und Hautprobleme.

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