Skorbut

Vitamin C=Ascorbinsäure bedeutet "Säure, die Skorbut verhindert". Die Symptome sind je nach Heftigkeit Müdigkeit, geschwächtes Immunsystem, blutende Schleimhäute und Organe, Gliederschmerzen, lose Zähne, Knochendefekte, Blutmangel und Zellentot.

Skorbut wird durch einen Mangel an Ascorbinsäure (Vitamin C) in der Nahrung verursacht.

Die einleitenden Stadien von Skorbut beginnen mit Müdigkeit, Gereiztheit und reduzierter Arbeitslust. Versuche, die in den 40'er Jahren in England unternommen wurden, haben gezeigt, dass nach 17 Wochen mit einer Ernährung mit wenig Vitamin C, die Symptome ernsthaft beginnen, mit einer Vergrößerung Verhärtung der Haarbalgen, die Haut bildet kleine Narben, die sich nicht heilen lassen, Blutgefässe bersten, das Zahnfleisch beginnt anzuschwellen und zu bluten, man bekommt Nasenbluten, Magendarmschleimhäute, innere Organe und Gelenke fangen auch an zu bluten.

Außerdem bekommt man Schmerzen in den Muskeln und Gelenken. Die Symptome können je nachdem, wo die Blutungen entstehen, variieren. Der Tod kann bei Skorbut plötzlich eintreten, z.B. wenn eine Blutung im Hirnmuskel entsteht.

Die Krankheit ist seit dem Altertum bekannt und beschrieben. Man kann sie in alten ägyptischen Papyrustexten, die der Heilkunst handeln, in hippokratischen Schriften 500 Jahre
B.C., in indischen ayurvedischen Texten 400 B.C., in einer Schrift von Plinius dem Älteren, der im Jahre 79 während des Ausbruchs des Vesuvs starb, sowie in anderen Texten früher und später, identifizieren.

Trotz verbreiteter Erfahrungen in Hunderten von Jahren mit dieser Krankheit, war es ein tödlich langsamer Vorgang, das Wissen zu verbreiten und zu einer vorbeugenden Praxis umzusetzen.

Skorbut folgte im Fahrwasser von Naturkatastrophen und Kriegen, wenn, Hunger, Hungersnot und Rationierungen sowohl der Zivilbevölkerung als auch den Soldaten drohten. Er tauchte während der Kreuzzüge auf, und unter schlecht ausgestatteten Reiseexpeditionen.

Am besten sind jedoch die Geschichten von all den Seefahrern, die krank wurden und starben, zu einer Zeit, da langwierige Segelreisen zwischen den Kontinenten Jahrhunderte später normal wurden. Zu dieser Zeit waren viele der Meinung, dass Skorbut von einer Vergiftung verursacht wurde.

Es war ein englischer Schiffsarzt, James Lind, der, nachdem er 1747 einen heftigen Ausbruch von Skorbut erlebt hatte, sich dazu entschloss, zweihundert Jahre alte holländische Erfahrungen mit Zitrusfrüchten für Seeleute bei langen Reisen auszuprobieren. Er wählte zwei kranke Seemänner aus und gab ihnen jeder zwei Apfelsinen und eine Zitrone. Sie erholten sich im Laufe von sechs Tagen. Die restierenden Kranken Seemänner verblieben krank.

!754 veröffentlichte James Lind: Eine Abhandlung über Skorbut, jedoch zog die britische Admiralität erst 1795, nach langem Zögern, eine Konsequenz aus den eingesammelten Erfahrungen und führte Rationen an Zitrussaft für die komplette Besatzung des Schiffes ein.

In der neueren Zeit gab es noch immer Skorbut bei armen und unterernährten Menschen. Die Krankheit wurde bei alleinstehenden älteren Menschen entdeckt, die eine wenig nahrhafte Ernährung hatten. In der Regel entdeckt man jedoch nur Vorstadien. Skorbut ist beispielsweise bei Kindern und Jugendlichen in den USA, die eine einseitige und kaum nahrhafte Ernährung bekommen hatten, entdeckt worden, und sie wurde bei Kindern entdeckt, die mit Trockenmilch großgezogen worden sind.

Kinder sind verwundbarer und bekommen bei einem Vitamin C Mangel leichter die Symptome, da ihr Bedarf an Vitamin C relativ größer ist als bei Erwachsenen.

Es gibt eine Art von Skorbut, die früher relativ gewöhnlich bei künstlich ernährten Kindern im Alter zwischen ½ - 2 Jahren war. Sie heißt Barlows Krankheit. Sie war jedoch selten bei Kindern, die mit Muttermilch ernährt wurden. Die Symptome sind eine ernsthafte Schwächung des allgemeinen Zustandes mit Blutungen aus der Haut und den Schleimhäuten. Außerdem können Blutungen unter den Knochenhäuten, die überaus schmerzhaft sind, entstehen.

Heutzutage sind Skorbut-Ausbrüche selten. Niveaus, die dicht an Skorbut angrenzen, der sogenannte subklinische Skorbut, der auch Blutungen verursachen kann. Eine Blutung in vitalen Organen kann im schlimmsten Fall tödlich sein. Dieser Zustand ist kaum so selten in den Randgruppen, wie Skorbut selbst.

Empfehlungen

Allgemeine Ernährungsratschläge für Kranke und Gesunde sowie Ratschläge für einen krankheitsvorbeugenden Lebensstil finden Sie in der Bibliothek. Klicken Sie hier.

Skorbut wird geheilt, indem man dem Körper Vitamin C zuführt. Frühe Versuche haben bewiesen, dass bei einer täglichen Einnahme von 10 mg Vitamin C, konnte man den tödlichen Verlauf des Skorbuts vermeiden, jedoch, mit dieser minimalen Dosierung, dauerte es 2 Monate, um alle markanten Symptome verschwinden zu lassen. Diese niedrige Dosierung ist im übrigen weit davon entfernt, als dass sie ausreicht, um den Widerstand der Zellen gegen eine lange Reihe von anderen und genauso gefährlichen Krankheiten wie Skorbut zu stärken. Bei einer täglichen Einnahme von größeren Dosierungen Vitamin C wird man schnell wieder gesund.

Heutzutage würde man Skorbut kaum mit einer täglichen Dosierung von 10 mg Vitamin C abhalten können. Dies liegt daran, dass die alltägliche Dosis an Stress und Umweltgifte einen Grossteil des im Körper befindlichen Vitamin C beschlagnehmen.

Die Gesundheitsbehörden vieler Länder haben sich dazu entschieden, dem amerikanisch empfohlenen Zuschuss (RDA/ADT) an Vitamin C, der 60 mg beträgt, zu folgen. Diese Dosierung würde ausreichen um Skorbut bei den meisten Menschen vorzubeugen und zu heilen. Ein optimaler Zuschuss an Vitamin C ist jedoch etwas ganz anderes.

Ein Zuschuss an Vitamin C wird am besten über den Tag verteilt eingenommen. Z.B. morgens, mittags und abends. Dies gibt den stabilsten Gehalt an Serumascorbat im Blut.
Der Effekt von Vitamin C steigt, wenn man gleichzeitig Bioflavonoide isst. Dies sind Stoffe, die normalerweise zusammen mit Vitamin C in Obst und Gemüse vorhanden sind.

Ein Skorbut-Ausbruch ist typisch ein Zeichen für extrem minderwertige Kost, und daher wird empfohlen, die Nahrung als ein Ganzes zu sehen. Dies geschieht am besten, indem man dem Basisplan folgt.

Folgen Sie den Anweisungen in "Generelle Ratschläge für Kranke und Gesunde" und den dazu gehörenden Empfehlungen.