Sonnenbrand

Ist auf das Langzeiteinwirken der ultravioletten Strahlen der Sonne zurückzuführen. Vergleichbar mit einer Verbrennung 1. Grades, wo die äußerste Hautschicht erhitzt wird. Die Haut errötet, schmerzt und pellt später ab. Zarte können Sonnenekzem bekommen.

Das Licht der Sonne besteht aus mehreren Arten ultravioletter Strahlung:

  • UVA: Lange Wellen. Sie bräunen am meisten, können jedoch auch die Haut verbrennen.
  • UVB: Mittlere Wellen. Verbrennen leicht und haben eine zerstörerische Wirkung auf das Elastin in der Haut. Fördert daher die Faltenbildung. Kann eine Ursache für Krebs sein.
  • UVC: Kurze Wellen. Am gefährlichsten für lebende Zellen. Sie werden jedoch vom Wasserdampf in der Ozonschicht und in der Atmosphäre ausgefiltert.

UVA und UVB beeinflussen die Haut auf mehreren Weisen. In erster Linie bewirkt es, dass die kleinen Blutgefäße sich ausdehnen was die Haut erröten lässt. Das Sonnenlicht stimuliert des weiteren Zellen in der Oberhaut dazu Pigment zu bilden. Hierbei wird die Haut nach und nach brauner und wir vertragen mehr Sonnenlicht. Die Sonne bildet jedoch auch viele freie Radikale, wenn sie die Haut trifft, und längeres Aussetzen von Sonnenlicht bewirkt deshalb, dass die Elastizität der Haut abnimmt. Dies gibt auf längere Sicht mehr Falten. Zarte Personen, die häufig sonnenverbrannt werden, können Keratosis, eine Verdickung der äußersten Hornschicht der Haut, entwickeln. Schließlich erhöhen fleißige Sonnenanbeter ihr Risiko Hautkrebs/Muttermahlkrebs zu bekommen.

Die schädlichste Strahlung entweicht der Sonne von April bis Oktober im Zeitraum zwischen 12 und 15 Uhr. Auch wenn es überbewölkt ist, wenn man unter einem Sonnenschirm sitzt oder leichte Kleidung trägt wird man in einem gewissen Maße der UV-Strahlung ausgesetzt. Deshalb kann man in der Tat auch im Schatten braun werden, es dauert nur länger. Hält man sich hingegen hinter Glas auf, passiert die Wärmestrahlung der Sonne, während die bräunenden UV-Strahlen weggefiltert werden und man einen Sonnenbrand vermeidet.

Sonnenlicht trocknet die Haut auch aus.

Ein Sonnenbrand zeigt sich binnen 2 bis 6 Stunden nach dem Zeitraum, wo man zuviel Sonnenlicht abbekommen hat. Es hängt sehr davon ab, wieviel Pigment die Haut enthält - also wie braun man ist, ob man jung oder alt ist, vom Inhalt von Antioxidanten in der Haut und welchen Hauttyp man hat. Typisch vertragen Blonde, Rothaarige und Personen mit Sommersprossen die Sonne schlechter als andere und müssen deshalb besser aufpassen. Die Zartesten vertragen nicht mehr als 15 Minuten starkes Sonnenlicht.
Bei einem starken Sonnenbrand bildet die Haut eiternde Blasen. Hiernach bedarf es der Haut 3 - 6 Monate um wieder normal zu werden. Die unter dem Abpellen neugebildete Haut ist extra empfindlich gegenüber Sonnenlicht.

Symptome
Die Symptome auf einen Sonnenbrand sind ein Erröten der Haut, die wund ist und sich warm anfühlt. Ein milder Sonnenbrand ist innerhalb 24 Stunden überstanden. Bei moderatem Sonnenbrand, der mehrere Tage dauert, sind die Symptome stärker. Die Haut juckt und schmerzt und ist angeschwollenener. Bei starkem Sonnenbrand kann die Haut Blasen bilden und es kann außerdem zu Fieber mit Schüttelfrost und Übelkeit kommen.

Sonnenekzem
Sonnenekzem ist ein juckender Ausschlag mit kleinen bleichen, juckenden Pusteln und roten Klecksen. Es zeigt sich von 1 Stunde bis ein paar Tage, nachdem man Sonne bekommen hat, auf Brust, Armen und eventuell Beinen. Es ist im Frühling am schlimmsten, wo die Haut nicht an die Sonne gewöhnt ist. Der Ausschlag ist ungefährlich und verschwindet nach einigen Wochen. Es kommt am meisten bei Frauen und Mädchen im Alter von 5 - 40 Jahren vor.

Die Schattenregel
Zwei dänische Ärzte präsentierten 2002 eine sogenannte Schattenregel, die den Vorteil hat, dass sie sehr leicht zu verwalten ist. In aller Kürze besteht sie darin, dass man die Haut vor direktem Sonnenlicht schützen sollte, solange man länger ist als sein Schatten.

Sonnencremes
Sonnencremes benutzen zwei Typen von UV-Filtern - chemischen und physischen oder eventuell eine Kombination beider. Bei chemischen Filtern dringen die aktiven Stoffe in die Haut ein und schützen so, während Cremes mit physischen Filtern das UV-Licht auf der Haut reflektieren. Der eine Typ ist nicht effektiver als der andere. Forschung deutet jedoch darauf hin, dass Sonnencreme nicht ausreichend Schutz gegen UVA-Strahlen bietet, worauf die Haut Schäden von freien Radikalen ausgesetzt wird, welche die Strahlung verursacht.

Allgemein ist Sonnenbaden nicht gesundheitschädlich, solange man nicht übertreibt, einem nicht Antioxidanten fehlen und man dafür sorgt in seiner Nahrung eine gute Balance zwischen Omega 3 und 6 Fettsäuren zu haben. Für die Meisten bedeutet dies, dass sie einen täglichen Fischölzuschuss nehmen sollten.

Empfehlungen

Vorbeugende Maßnahmen
Nehmen Sie einen breiten Zuschuss von Vitaminen und Mineralien, der alle wichtigen Antioxidanten enthält und besser schützt als wenn man die einzelnen Antioxidanten seperat einnimmt. Zum Beispiel kann eine Kombination der Antioxidanten Betacaroten, Vitamin C und Vitamin E sowohl Sonnenbrand und der Bildung von Mutationen in der Haut, die ein Vorstadium auf Hautkrebs sein können, entgegenwirken. Sonnenlicht zerstört ausserdem das Vitamin Folsäure in der Haut. Es wird angenommen, dass Vitamin D-Zuschüsse die Haut vor der Entwicklung von Hautkrebs in den frühen Stadien schützt. Sorgen Sie ebenfalls für einen täglichen Zuschuss der essenziellen Fettsäuren.

Personen, die besonders zart auf Sonnenlicht reagieren, können davon Nutzen tragen beispielsweise mit dem Pflanzenpräparat Pycnogenol und dem Enzym S.O.D. zu ergänzen.

Machen Sie in der Zeit, in der die Sonne am stärksten und am wärmsten ist, eine "Siesta". Sorgen Sie dafür bleiche und zarte Haut zu bedecken, entweder mit Kleidung - Baumwolle ist am angenehmsten - oder mit Sonnencreme die einen hohen Lichtschutzfaktor hat. Verwenden Sie jedoch nicht Sonnencreme als einzigen Schutz.
Trinken Sie reichlich Wasser, um einen Flüssigkeitsverlust und einen "Sonnenstich" zu vermeiden.

Sesamöl enthält PABA (B19) und schützt daher vor UVB-Strahlung und wirkt wie ein natürlicher Faktor 4.
Vitamin A kann dem Öl hinzugefügt werden, dies stärkt die Haut und die Widerstandskraft der Schleimhäute. Tropfen von Vitamin E können dem Sesamöl hinzugefügt werden um es zu konservieren, und gleichzeitig kann die Ölmischung dazu verwendet werden, Narben, Wunden und Sonnenbrand zu heilen.

Es ist wichtig, dass man in der Regenerationsphase der Haut in einer Periode von bis zu 6 Monaten nach einem Sonnenbrand nicht zu viel Sonne bekommt.

Sonnencreme
Denken Sie daran reichlich Sonnencreme zu benutzen. Die Haut sollte mit einer dünnen aber gleichmässigen Schicht geschützt werden. Die Sonnencreme darf nicht zu stark einmassiert werden, da sie sonst ihre Wirkung gegen ultraviolette Strahlung verliert. Vergessen Sie nicht ihre Nase und Ohren einzucremen, aber vermeiden Sie Sonnenlotion auf den Lippen und Augenlidern. Ein Erwachsener sollte durchschnittlich 40ml Sonnencreme pro Einreiben benutzen, Kinder ungefähr die Hälfte.

Normal ist Sonnenschutzfaktor 15 genug. Er schützt zu 93% gegen schädliche Sonnenstrahlung, während Faktor 30 zu 97% schützt - nur 4% mehr.

Therapeutische Maßnahmen
Aloe vera lindert Sonnenbrand, enthält einen natürlichen Sonnenschutzfaktor und sorgt für eine schnelle Heilung der Haut, wenn sie Schaden genommen hat.

Kühlen Sie die Haut mit einer mit Eiswasser und fettarmer Milch angefeuchteten Kompresse. Lassen Sie sie 15-20 Minuten liegen. Eine neue Kompresse kann nach ein paar Stunden wieder aufgelegt werden.

Sonnenekzem
Personen, die dazu neigen Sonnenekzem zu bekommen, sollten besonders vorsichtig damit sein sich in der Sonne aufzuhalten - speziell im Frühjahr. Die Verhaltensmaßnahmen sind die gleichen wie bei einem Sonnenbrand.
Das Auftragen einer Zinksalbe gibt eine gewisse Linderung.

Sehr schmerzhaften Sonnenbrand kann mit einer lokalbetäubenden Creme gelindert werden.

Warnungen

Seien Sie vorsichtig mit der Verwendung von Sonnencreme, die auf der Basis von petrochemischen Inhaltsstoffen gemacht wurde - sie können die Haut schädigen.

Lassen Sie nicht Kinder unter 6 Monaten Sonnenbaden.

Verwenden Sie für Kinder unter 1 Jahr keine Sonnencreme mit chemischem Filter.

Wenn Sie rezeptpflichtige Medizin nehmen, schauen Sie in der Packungsbeilage, ob das Medikament überempfindlich gegenüber Sonnenlicht macht.

Johanniskrautpräparate sind dafür bekannt die Lichtempfindlichkeit der Haut zu steigern.

Beachtungen

Bei schweren Fällen von Sonnenbrand sollte man ärztliche Hilfe aufsuchen.
Siehe auch Hautprobleme.