Resveratrol

Polyphenol und Antioxidanz welches in einigen Pflanzen als Schutz gegen verschiedene Pilzangriffe gebildet wird. Es hat entzündungshemmende Eigenschaften, und wird unter anderem gegen Herz-Kreislauferkrankungen und zur Krebsvorbeugung eingesetzt.

Auch wenn rote Weintrauben die grösste Resveratrolquelle sind – Pinot noir-Trauben haben den höchsten Inhalt – so wird Resveratrol auch zum Beispiel in Blaubeeren, Brombeeren, Moosbeeren und auch in Brokkoli und Erdnüssen gebildet.

 

Der Resveratrolinhalt im Rotwein wird als, wahrscheinlich eher teilweise Erklärung für den sogenannte „französische Effekt“ angesehen; die Beobachtung, dass Herz-Kreislauferkrankung in Frankreich, trotz der Aufnahme vieler gesättigter Fettsäuren, relativ selten vorkommen. Eine zweite Erklärung für dieses Paradox ist die erhöhte Aufnahme an Vitamin D in Frankreich.

 

Resveratrol wirkt dem LDL-Cholesterin entgegen und schützt gegen die Zellschäden, die normalerweise beim Angriff von LDL-Cholesterin gegen die freien Suaerstoffradikale entstehen. Resveratrol scheint auch die Verklumpung von Blutplättchen zu verhindern.

 

Resveratrol ist auch ein Phytoöstrogen. Das heisst, es kann sich an dieselben Rezeptoren im Körper binden wie das Östrogen. Deswegen wird erforscht, ob man auf diese Weise durch Hormonveränderungen hervorgerufene Symptome, wie zum Beispiel Hitzewallungen bei Frauen lindern kann.

Es wird auch in der möglicherweise krebshemmenden Wirkung des Resveratrol geforscht. Die Forschung deutet darauf hin, dass Resveratrol die Entstehung bösartiger Tumoren auf viele verschiedene Arten vermindern kann und ausserdem der Versprengung von Tumorzellen in die Knochen entgegenwirkt. Resveratrol wirkt zum einen als Antioxidant und erhöht die Wirkung von Vitamin D, es kann die Wirkung von Geschlechtshormonen herabsetzen, es kann Gensequenzen antreiben oder beenden und ausserdem verstärkt es die Wirkung einer Chemotherapie.
Eine besondere Stärke des Resveratrol ist, dass es zwischen normalen Zellen und Krebszellen unterscheiden kann. In diesem Zusammenhang scheint Resveratrol die Verwundbarkeit der Tumorzellen gegenüber einer Strahlenbehandlung zu erhöhen – und darüber hinaus normale Zelle weniger verwundbar zu machen.

 

Resveratrol hat die Lebenszeit vorläufig von Hefezellen signifikant erhöht, Fliegen und Würmer können ein bestimmtes Gen aktivieren. Da Menschen auch ein entsprechendes Gen haben, kann Resveratrol möglicherweise sogar die Lebenszeit des Menschen verlängern, dies ist jedoch noch nicht wissenschaftlich untersucht worden.

 

  • Resveratrol gibt es in der Natur sowohl in cis- als auch in trans-Form
  • Resveratrolprodukte gewinnt man aus den Wurzeln des japanischen Knöterich (Polygonum cuspidatum)
  • Ein Glas Rotwein beinhaltet durchschnittlich zwischen 600-700µg Resveratrol
  • Schwangere und stillende Frauen sollte auf eine Resveratrolzuschuss verzichten – dies gilt auch für den Rotwein

 

Dosierung
Es gibt keine offiziellen Empfehlungen zur Dosierung.
Gewöhnlich nimmt man 20-40mg 2 mal täglich.